von Hand zu Hand , bis aber doch der Span in einer - meiner verlöscht und verbleibt . Launig genug ! ( sagte der allgemeine Bibliothekar ) Mit einer solchen Laune verbinden Sie nur noch Studium schlechter Menschen und guter Muster , so bilden Sie uns einen zweiten Rabener , der die Narren geißelt . - Herr ! ( versetzt ' ich ergrimmt ) ich würde die Weisen vorziehen und Euch den ersten Schlag versetzen . Weise lassen sich berichten und waschen , haben überall ihr Einsehen und sind gute Narren und meine Leute ; ein Mann wie ein allgemeiner deutscher Kurschmied , der dem Musenpferd an den Puls greift , halte mir seinen vor , und ich befühl ' ihn gern . Aber der Welt-Rest , Sir ? Wer kann das Weltmeer abschäumen , wenn er ihm nicht die Ufer wegbricht ? Ists nicht ein Jammer und Schade , daß alle genialische Menschen , von Plato bis zu Herder , laut und gedruckt worden und häufig gelesen und studiert vom gelehrten Pack und Packhof , ohne daß dieser sich im geringsten ändern können ? Bibliothekar , ruft und pfeift doch alles , was in den kritischen Hundshütten neben jenen Tempeln Wache liegt , heraus und fragt sämtliche Windspiele , Doggen und Packer , ob in ihren Seelen sich etwas anders bewege als ein potenzierter Magen , statt eines poetischen und heiligen Herzens ! Im Bergkessel sehen sie den Wurst- und Braukessel , im Laub die Schelle der Karte , und der Donner hat für sie - als ein größerer elektrischer Funke - einen sehr säuerlichen Geschmack , den er nachher dem März-Biere einflößet . Spielen Sie an ? fragt ' er . Sicher ! ( sagt ' ich ) - Aber weiter , Bibliothekar , gesetzt wir beide wären so glücklich , uns auf dem Absatze herumzudrehen und mit einem Umherhauchen alle Toren wie mit einem Hüttenrauche ganz verpestet umzuwehen und maustot hinzuwerfen : so kann ich doch nicht absehen , wo der Segen herauskommen will , weil ich , außerdem daß wir noch selber nebeneinander stehen und auch uns anzuhauchen haben , in allen Ecken umher Weiber sitzen sehe , welche die erlegte Welt von neuem hecken . - Bester Püsterich199 voll Feuer , ( fuhr ich fort ) kann aber das sehr zum satirischen Handwerke rufen und prägen ? - O nein ! Echte Laune ist bei mir da , vielleicht fremde Tollheit gleichfalls , vielleicht - aber ach wird nicht der seltsame Scherzmacher , sogar in ihrer ungemeinen Bibliothek , dem Stachelschweinmanne in London ( dem Sohne ) gleichen , der bei dem Tierhändler Brook den Dienst hatte , den Fremden im wilden Viehstand und ausländischen Tiergarten herumzuführen , und der auf der Schwelle dabei anfing , daß er sich selber zeigte als Mensch betrachtet ? Bedenken Sie es kalt und vorher ! Noch schwing ' ich meinen Satyr-Schweif ungebunden und lustig und etwan gegen eine gelegentliche Bremse ; wird mir aber ein Buch darangebunden , wie in Polen an den Kuh-Schwanz eine Wiege , so rüttelt das Tier die Wiege der Leser und gibt Lust , der Schwanz aber wird ein Knecht . Zu solchen Bildern ( sagte der Bibliothekar ) wäre allerdings die gebildete Welt durch keinen Rabener oder Voltaire gewöhnt , und ich erkenne nun selber die Satire nicht für Ihr Fach . - O so wahr ! versetzt ' ich , und wir schieden gütlich . - Aber ernsthaft genommen , Bruder , was hat nun ein Mensch übrig ( sowohl an Aussichten als an Wünschen ) , dem das Säkulum so versalzen ist wie mir und das Leben durch die Lebendigen den die allgemeine matte Heuchelei und die glänzende Politur des giftigsten Holzes verdrießet - und die entsetzliche Gemeinheit des deutschen Lebenstheaters - und die noch größere des deutschen Theater-Lebens - und die pontinischen Sümpfe Kotzebuischer ehr- und zuchtloser Weichlichkeit , die kein heiliger Vater austrocknen und festmachen kann - und der ermordete Stolz neben der lebendigen Eitelkeit umher , so daß ich mich , um nur Luft zu schöpfen , stundenlang zu den Spielen der Kinder und des Viehs hinstellen kann , weil ich doch dabei versichert bin , daß beide nicht mit mir kokettieren , sondern nichts im Sinne und liebhaben als ihr Werk - was hat , fragt ' ich auf der letzten Zeile des vorigen Blattes , einer nun übrig , den , wie gesagt , so vielerlei anstinkt und vorzüglich noch der Punkt , daß Besserung schwer ist , aber Verschlimmerung ganz und gar nicht , weil sogar die Besten den Schlimmsten etwas weismachen und dadurch sich auch und weil sie bei ihrer verborgnen Verwünschung und Sänften- und Achselträgerei der Gegenwart wenigstens um Geld und Ehre tanzen und sich dafür gern vom festern Pöbel brauchen lassen , als Weinfässer zu Fleischfässern - was hat ein Mann , sag ' ich , Freund , in Zeiten , wo man , wie jetzt im Druck , aus Schwarz zwar nicht Weiß macht , aber doch Grau und wo man , wie Katecheten sollen , gerade die Fragen auf Nein und Ja vermeidet , noch übrig außer seinem Hasse der Tyrannen und Sklaven zugleich und außer dem Zorne über die Mißhandlung sowohl als über die Gemißhandelten ? Und wozu soll sich ein Mann , dem der Panzer des Lebens an solchen Stellen dünn gearbeitet oder dünn gerieben ist , ernsthaft entschließen ? Ich meines Orts , falls von mir die Rede ist , entschloß mich im halben Scherze zu einer dünnen hellen Anfrage für den Reichsanzeiger , die du vielleicht schon in Rom gelesen , ohne mich eben zu erraten : Allerhand . Wohl zuverlässig steht gesunder Verstand und Vernunft ( mens sana in c.s. ) unter den zu würdigenden Gütern des Lebens zunächst nach einem reinen Gewissen obenan . Ein Satz , den ich bei den Lesern dieses Blattes vorauszusetzen wage . Was sonst hierüber noch gesagt werden kann ( sowohl von als gegen Kantner [ so schreibt