z ' lassen ! « » Wann d ' dich überhaupt drum z ' bekümmern hättst , freilich nit ! « » Was sagst du ? « fragte , durch die kurzen Reden der Dirne erregt , der kleine Bursche mit erhobener Stimme . » Was sagst du ? Ich hätt mich da drum nit zu bekümmern ? Ich mich nit ? ! Mußt ich nit dastehn , wie ausn Wolken gfalln , wie d ' Mutter davon z ' reden anghobn hat ? ! « » So , dein Mutter hetzt dich also gegn mich auf ? Gut , daß ich ' s weiß . « » Sag du nur nix gegn mein Mutter , damit kommst du nit auf ; mein Mutter is ein Ehrenweib - « » Mag sie zehnmal ein Ehrenweib sein « , schrie jetzt Helene , » deßtwegen bin doch ich auch noch kein schlechte Dirn ! Ein einzigs find mer auf im ganzen Ort , das mir a Schlechtigkeit nachsagen kann ! « » So ? Und zeigt das von einer Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit und Bravheit , wann du mit einm andern gehst ? « » Wann ich ging - ich sag wann - , so ging ich allweil nur mit einm , von ein andern weiß ich nix ! « » Von ein andern weißt nix ? Wer wär denn nachher ich , wenn ich nit der eine bin , mit dem zu gehn hast ? « » Mit dem ich z ' gehn hab ? No hörst , Muckerl , jetzt seh ich wohl , du willst eifern , und dazu hast du doch gar kein Recht . « » Bin ich nit dein Schatz ? « » Warst ' s vielleicht , kannst ' s noch sein , oder bist ' s gar niemal gwesen . Schatz nennt auch der Fuhrmann d ' Kellnerin vom Wirtshaus , wo er alle heilige Zeit einmal einkehrt . Das Wörtl Schatz wird viel beredt , aber sagt nix . « » Und du redst jetzt auch nur , weil d ' nix z ' sagen weißt ! Ich hab ' s vom Anfang nit anders gmeint , als daß du mein Weib werdn solltst , und ich durft nach deinm Bezeign wohl auch voraussetzen , daß du dazu ' n Willen hast ; und daß du mein Bewerben gar nit oder anders verstanden hättst , das glaub ich nit , denn von der Zeit , wo s ' ' n ersten Schuh selber an d ' Füß bringt , is jede Dirn so gscheit , daß sie sich in denen Sachen auskennt ; und wann du meinst , es könnt dir kein einzigs im ganzen Ort a Schlechtigkeit nachweisen , so irrst dich ! Einm einzigen fragt freilich ' s ganze Ort wenig nach , und wie d ' Sach zwischen uns zwein steht , so bringt ' s dich just auch nit ins Gschrei ; schlecht handelst aber trotzdem gegen mich , wann du mir hinterm Rücken mein ehrlich Meinung so übel vergiltst ! « » Tu jetzt dein Maul zu und d ' Ohren auf , damit ich dir beibring , wie wir eigentlich zueinand stehen . Davon , daß ich dein Weib werden sollt , war zwischen uns , wann d ' dich recht bsinnen willst , niemal die Red ! Präsent hast mir gmacht , eingladen hast mich zu euch h ' nüber , das war alles ! Das hast du freiwillig ; ich hab dir nix nit abgebettelt und mich euch auch nit aufdrängt . Daß ich ' s gschenkte Gewand nit zruckgwiesen und af gute Bissen an eurem Tisch kein Spott glegt hab , das kann mir auch nur verübeln , wer mich nit bloß und hungrig hat herumrennen gsehn . Da draufhin konnt ich mich aber doch nit unfreundlich gegn dich bezeigen ? Kein Hund knurrt die Hand an , die ' n streichelt und füttert . Ich konnt mir wohl denken , daß dir nit alleinig drum sein würd , an mir a gut Werk z ' tun , aber ich braucht ' s auch nicht anders aufznehmen , denn bis afn heutigen Tag hast du mich ungfragt neben dir herlaufen lassen . Reut dich jetzt dein Weggschenkts , so schick ich dir zruck , was ich davon noch im Bsitz hab , aber das Recht räum ich dir nit ein , mit mir z ' eifern und mich z ' Red z ' stellen ! So steht die Sach zwischen uns zwei , und damit habn wir ausgredt ! « Muckerl begann sich hinter dem Ohr zu krauen . » Mein Gschenkts nimm ich nimmer zruck « , stotterte er , » und was ' es Fragen anlangt , so hab ich ' s nur unterlassen , weil ich gmeint hab , es verstünd sich doch alles von selber . Wann d ' aber gfragt sein willst , so könnt ich dös doch gleich hitzt an der Stell . « » Nach dem , was d ' heut schon alls gredt hast , verlang ich mir nix mehr von dir z ' hören . Wann überhaupt , so dürft ' s a ziemliche Weil dauern , bis ich dir das Geredte vergiß ! « » Aber schau , Helen - wann ' s noch bös gmeint gwest wär ! - Aber , geh zu - du wirst doch nit so sein ? « » Eingedenk deiner Gutheit gegn mich will ich dir was sagn . Wann dir anständig is , mit mir zu verkehren wie bisher und anders nit , wie ich dir vorhin ausdeut hab , so will ich ' s weiter mit dir versuchen und dir dein dumm Aufbegehren verzeihn . « » Dadrauf gib mir d ' Hand ! « » Da hast ' s. « » Gelt ja , es gilt aber auch dafür , daß d ' ' s mit kein andern haltst ? « Sie zog die Hand