Meer . 17. Brief . 38 S. Anm . z. Bd . 22. Br . 6. 39 ( Venus vulgivaga ) - Die gemeine Liebesgöttin , im Gegensatz von Platons himmlischer Aphrodite Urania . 40 Orgien , heißen alle religiösen Feste , besonders die bakchischen , die mit kriegerischem Tanz , lärmender Musik und einer dabei gesetzlichen Art von Raserei begangen wurden , und hievon - von orgh Zorn , Leidenschaft , Affect - haben sie den Namen . Oesters werden sie gleichbedeutend mit Mysterien gebraucht . 41 Speusippos , von Athen , war seines Oheims Nachfolger als Lehrer der Philosophie in der Akademie , von dem ersten Jahre der 108ten bis zum zweiten der 110ten Olympiade . Kränklichkeit halter gab er erst das Lehren , und dann auch das Leben freiwillig auf . In der Hauptsache blieb er zwar seines Oheims Lehre treu , wich jedoch in einzelnen Punkten von ihm ab . 42 Dieser ist kein anderer als der des in seiner Art vollkommen Zweckmäßigen . Man hat hiebei besonders zu berücksichtigen Buch 3. Kap . 8. der Sokratischen Denkwürdigkeiten . 43 Der wilde Esel . 44 ( die Schamlosigkeit ) - Eine Göttin oder weiblicher Dämon , der die Athener , auf Anrathen des Epimenides einen Tempel erbauten . ( Cicero de Legg . II. 11. ) W. 45 Einführer in die Mysterien . 46 S. die Anm . zu Agathodämon 5. Buch , 4. Abschnitt . Bd . 18. 47 Uebermuth , übermächtige Gewaltthätigkeit . 48 Mitleid und Scham . 49 Aus Mantinea in Arkadien gebürtig , wird als Schülerin Platons aufgeführt , die nachher auch selbst Unterricht ertheilte , so wie Axiothea von Phlius . Sie wird auch eine Schülerin des Speusippos genannt , und Wieland hat unstreitig zu der Schilderung seines Verhältnisses mit ihr folgende Punkte zusammengenommen , 1 ) daß Speusippos als verliebt geschildert , 2 ) daß von Athenäus Lasthenia eine Hetäre genannt , und 3 ) daß Speusippos in einem Briefe des Tyrannen Dionysius mit seiner Liebe zu ihr aufgezogen wird . 50 Platons Lehre wird mit den Mysterien verglichen in denen den Geweihten gewisse Lehren unter der Verpflichtung zur heiligsten Verschwiegenheit mitgetheilt wurden , und worin auch gewisse Namen vorkamen , welche man durch das Aussprechen außerhalb des Heiligthums entweiht haben würde . 51 Theseiden , werden von den Dichtern ( und in diesen Briefen scherzweise ) die Athener nach ihrem zweiten Stifter , Theseus , genannt . W. 52 Der gemeinen Meinung nach eine Art von sehr kleinen Sardellen , die in großer Menge an der Attischen Küste gesangen wurden , und zu den gewöhnlichsten Nahrungsmitteln der ärmern Volksclasse in Athen gehörten . Weil sie sehr klein und zart waren , sagte man im Sprüchwort : die Aphyen brauchen das Feuer nur zu sehen , um gekocht zu seyn . W. 18. Brief . 53 Indem Aristipp hier zwei , aus der Geschichte der Griechischen Musik bekannte , Tonarten nennt , spielt er zugleich auf der Lais frühere und spätere Lebensweise an . Die dorische ist ihre frühere , der den Peloponnes bewohnten Dorier , die lydische die , woran sie sich zu Sardes in Lydien gewöhnt hatte . 54 ( Luftwandler ) - Ein Uebername , welchen Aristophanes in seinen Wolken denjenigen anhängt , die sich ihrer spitzfindigen windigen Grübeleien wegen für weiser als andere dünken . Daß es nach einem Paar Jahrtausenden Aërobaten im eigentlichen Wortverstande geben würde , ließ sich damals niemand träumen . W. 55 Regel , Musterbild . Eine gewisse Bildsäule Polyklets wurde als Muster der richtigsten und in der schönsten Eurhythmie und Harmonie stehenden Verhältnisse aller Theile des menschlichen Körpers von den Bildhauern der Kanon genannt . W. 56 Mit dieser Stelle , worin wenigstens der Absicht Platons nicht Gerechtigkeit widerfährt , vergleiche man was in den Anm . zu den Briefen von Verstorbenen Br . 4. Bd . 2 6. als Vorbereitung zu späterem gesagt ist . Aristipp bat hier , so wie Platon - halb Recht . Platon wird man so lange Unrecht thun , bis man eingesehen bat , daß er nach dem ästhetischen Ideal hinstrebte , ohne den Weg dahin finden zu können , was ihm kein Billiger , der es weiß , was die Philosophie damals alles noch erst zu suchen hatte , und zum Theil noch jetzt nicht gefunden hat , zur Last legen wird . 19. Brief . 57 Eine Gegend nahe bei Athen , mit einem Tempel des Hercules , einem dazu gehörigen Hain , einem Gymnasion u.s.w. Antisthenes , der Stifter der sogenannten Eynischen Secte der Sokratiker , pflegte sich meistens hier aufzuhalten , und erhielt vermuthlich daher seinen Beinamen . W. 58 Pompeion , hieß zu Athen ein öffentliches Gebäude , aus welchem an den großen Festen die Processionen ausgingen , welche einen wesentlichen Theil der Feierlichkeiten , womit sie begangen wurden , ausmachten . W. 59 Eine kleine Stadt in Böotien an der Gränze von Attika . Sie war vornehmlich wegen der Größe , Stärke und Streitbarkeit ihrer zum Kämpfen abgerichteten Hähne berühmt . W. 20. Brief . 60 S. darüber die Briefe über das Thal Tempe ( in Thessalien , des eigentlichen Griechenlands nördlicher Gränze ) im ersten Bande von Bartholdy ' s Bruchstücken zur nähern Kenntniß des heutigen Griechenlands , ein Buch , welches in den jetzigen Zeitumständen neues Interesse hat . 61 Ein unzüchtiger Tanz . Aristophanes in den Wolken rühmt sich , daß er seine Komödie nie diesen Tanz habe tanzen lassen , und Theophrast führt in seiner Charakterschilderung des Ehrlosen als einen der stärksten Züge an , daß er fähig sey den Kordax nüchtern und ohne Maske zu tanzen . 62 Wörtlich Weibertollheit , ist ein so unartiges Wort , und bezeichnet etwas so Widerliches , daß man es nur auf Griechisch sagen sollte . W. 63 Sardonisches Lachen , ist so viel als ein lautes übermäßiges Lachen , das man nicht zurückzuhalten vermag . Dieses Beiwort bezieht sich auf ein gewisses giftiges Kraut , Sardonion (