auch voll Begeisterung für die große Turmidee sind und sofortige Abstimmung verlangen . Alle Pallasianer - mit Ausnahme Lesabéndios - stimmen hierauf , auf dem Modellturm sitzend , für den Bau des großen Turms ; Lesabéndio kommt zu spät . Und es ward überall Licht gemacht - buntes Licht . Die Quikkoïaner sahen das Licht , und sie machten ihre Augen zu langen Fühlhörnern und blickten umher ; dabei bemerkten sie , daß die Pallasianer garnicht wußten , was sie vor Verlegenheit sagen sollten . Da lachten plötzlich alle zehn Quikkoïaner hell auf , und der Nax , der gewöhnlich für die neun andern sprach , sagte lachend : » Ist es denn wirklich möglich , Euch so furchtbar viel weiszumachen ? Seid Ihr so leichtgläubig , daß man Euch auch den allerdicksten Spaß aufreden kann ? Glaubt Ihr wirklich , daß Euch Jemand böse sein kann ? Glaubt Ihr wirklich , wir könnten Euch böse sein ? Glaubt Ihr , es wäre überhaupt möglich , uns als Spielzeug zu behandeln ? Glaubt Ihr , Tränen seien immer ein Zeichen des Schmerzes ? « Da mußten auch die Pallasianer lachen . Aber der Nax sagte gleich : » Wir lassen uns aber das Verschenktwerden gern gefallen und gehören nun für alle Zeit dem tatenfreudigen Dex . Der gefällt uns über alle Maßen ; warum sollen wir ihm nicht angehören ? Und das ist ja auch nicht schmerzhaft . Dex , sag uns schnell , wer sich der Turmbauidee widersetzt , damit wir uns an seinen Hals hängen und ihn überreden . « Dex war vergnügt für sechs und sagte , während alle seine vielen Gesichtsfalten mächtig glitzerten : » Besonders müßt Ihr den Peka mit seinen Freunden überreden . Und dann ist auch der Labu sehr lau , und der Manesi möchte sich auch gerne drücken - der redet in letzter Zeit immer mehr davon , daß die meisten Rankenpflanzen die dünnere Luft der höheren Atmosphäre nicht vertragen . « Na - die Quikkoïaner taten das ihrige . Lesabéndio setzte ihnen noch die Ergebenheitsgeschichte auseinander . » Es ist ja die größte Torheit « , sagte er , » daß jeder der Pallasianer in ganz besonderer Art den Stern Pallas ausbauen will . Das ist schon unendlich lange Zeiten so gegangen , und dabei ist nichts rausgekommen . Dabei konnte doch garnichts rauskommen . Wir können den Stern doch nur dann ausbauen , wenn wir uns in einem Plane vereinigen . Anders gehts doch nicht . Bleibt Jeder immer eigensinnig bei seinem eigenen Einfall , ohne den Einfall des Nachbarn zu berücksichtigen , so kann doch an die Ausführung eines Planes nie gedacht werden . Wir müssen eben unsre Gedanken einem größeren Gedanken - oder dem Gedanken eines Größeren unterordnen . Dadurch , daß wir das tun , brauchen wir unsre eigenen Gedanken noch nicht fallen zu lassen ; bei dem großen Nordtrichterturm können ja noch unzählige Stein- , Haut- , Licht- und andere Pläne zur Ausführung gelangen . Aber das Wichtigste bleibt doch immer , daß Alles einem größeren Plane untergeordnet wird . Da wir nun wissen , daß der Stern Pallas ein Kopfsystem hoch über seiner Atmosphäre besitzt , so ist es doch der natürlichste Gedanke , dieses Kopfsystem mit dem Trichtertonnensysteme zu verbinden . Eine derartige Verbindung ist aber doch nur denkbar durch Erbauung eines Turmes ; wir müssen erst durch den Turm zur Nähe des Kopfsystems hingelangen . Wie wir dann später den Turm mit dem Kopfsystem in Wirklichkeit verbinden - das können wir natürlich erst dann wissen , wenn wir dieses oben näher kennen gelernt haben . Kennen lernen müssen wir aber dieses Kopfsystem ; erst wenn wir es kennen gelernt haben , können wir einen einheitlichen Faden in unsre Sternumbaugedanken hineinbringen . Der Turm muß gebaut werden ; ohne den Turm haben wir gar keine nähere Vorstellung von dem Kopfsystem . In diesem sitzt unser Führer , der uns höher hinaufbringt . Durch ihn sollen wir höher hinaufwachsen in eine noch feinere geistigere kompliziertere Weltsphäre . Da nach oben hinaufzukommen - das muß unser nächstes Ziel sein . Und daher müssen wir uns alle um den großen Turmbau konzentrieren - ihm uns ergeben - dadurch ergeben wir uns gleich unsrem großen Führer - dem Größeren , der mehr kann als wir . Und wir müssen selig sein , daß wir jetzt alle wissen , wo wir den Größeren finden können . Dort oben über uns - da ist der Größere . « Lesabéndio reckte sich fünfzig Meter hoch auf und hob alle seine Arme empor und auch seine Rückenflügel . Und sein ganzer Oberkörper begann mächtig zu leuchten , sodaß alle , die es sahen , still wurden und sich danach vom Nächsten erzählen ließen , was der große Lesabéndio gesagt hatte . Und die Quikkoïaner ließen sich zu Manesi und Labu und zu Peka und seinen Freunden bringen , denen sie eifrig erzählten , was sie gehört hatten - und auch das , was sie vom Kopfsystem des Pallas - vom Stern Quikko aus gesehen hatten . Dex aber führte den Lesabéndio zum Nuse-Turm , auf dem sich auch der Sofanti aufhielt . Nuse empfing die Drei hoch oben auf seinem eine Meile hohen Lichtturm . Und er sagte gleich zum Lesabéndio : » Sofanti und ich sind durch Dex vollkommen für die Turmidee gewonnen worden . Das ist dem Dex nicht schwer gefallen , uns zu überreden , denn es ist ja selbstverständlich , daß die fünfzig schiefen Stahltürme , auf denen der erste Ring ruhen soll , auch gleichzeitig Lichttürme werden müssen . Und die übrigen höheren Stahltürme werden auch gleichzeitig Lichttürme sein . Ich also bin mit ganzer Seele dabei . Und dem Sofanti geht es nicht anders , denn er wird die Stahltürme oben mit Häuten zuschließen müssen , damit sie lampionartig zu Lichttürmen werden können . Außerdem wird der Sofanti auch im oberen Teile des ganzen Turmes womöglich diesen auf allen Seiten mit Häuten schließen müssen , da