und ward weiter gegeben . Und unter den Klängen der langen Pfeifen schritten die Männer vorwärts , und mit Pfeifen und Heerpauken strebten die Reiter ihres Weges dahin . Der Troß folgte . Nach drei Stunden war eine kurze Vormittagsruhe , und wieder nach drei Stunden kam die Ruhe des Mittages . Die Männer und die Frauen , welche mitgekommen waren , machten Feuer , und bereiteten Speisen , und man richtete die Getränke zurecht . Den Pferden wurde Nahrung und Trank gereicht . Da sie noch ruheten , sahen sie großen Rauch vor sich in dem Lande emporsteigen . Witiko sendete sogleich Kundschafter in der Richtung dahin . Dann ließ er die Männer sich so lagern , daß sie schnell in Kampfbereitschaft sein konnten . Ehe seine Boten aber einen großen Weg zurückgelegt hatten , kamen Wakul , der Sohn des Bus , und Ferin , der Sohn Ferins , die zu den Kundschaftern Witikos gehörten , und sagten , daß der Ort Jamnic brenne , und daß Männer des Herzogs , welche aus den Gebirgen gegen Polen stammen , als Vorhut seitwärts gestreift und das Feuer angezündet haben , und daß sie den Einwohnern jede Habe genommen haben , die man wegtragen konnte . Die Männer in dem Lager sahen jetzt auch noch an anderen Stellen Rauch aufsteigen , wo vielleicht Krieger des Herzoges waren . Die Witiko ausgesendet hatte , kamen zurück , und sagten das nämliche , was Ferin und Wakul gesagt hatten . Witiko ließ , da die festgesetzte Zeit zu der Mittagsruhe aus war , die Männer wieder zu dem Zuge sich sammeln . Und der Zug ging in Ordnung , wie ihn Witiko eingerichtet hatte , weiter . Auf den Fluren fand er jetzt keinen Menschen mehr , auch war beinahe kein Tier zu erblicken . Raben , Dohlen , Krähen und derlei Gevögel waren in der Nähe der Scharen , als zögen sie mit . Wo sie Häuser trafen , waren ihre Tore und Türen offen , und ihre Gelasse erbrochen . Selbst die Kirchentore waren eingeschlagen , und Geräte des Gottesdienstes aus den Heiligtümern entwendet . Das Gras der Wiesen und die emporstrebenden Wintersaaten waren verwüstet , und was man hatte erraffen können , war zu Pferdefutter und zu Futter der Ochsen verwendet , die bei dem Heere waren . Am späten Nachmittage kamen die Männer Witikos nach dem Orte Jamnic . An vielen Stellen brannte das Feuer noch . Wo keines brannte , war es erstorben , weil alle brennbaren Stoffe verzehrt waren ; denn zum Löschen waren keine Arme vorhanden gewesen . Die Mauern standen geschwärzt aufrecht , oder waren zum Teile gestürzt , durch die Fensterhöhlen sah man in leere Räume , und die Schornsteine ragten hoch aus dem Getrümmer empor . Es waren keine lebenden Geschöpfe zugegen . Witiko ließ seine Leute teils durch die Brandstätte , teils um dieselbe gehen . Die Männer schauten mit sehr ernsten Gesichtszügen auf die Dinge , und die Weiber klagten laut , daß man alles weggenommen habe . Von dieser Stelle bewegte sich der Zug Witikos weiter gegen rechts , und gelangte in Fluren , durch welche noch keine Krieger gezogen waren . Man hatte den ganzen Tag keinen Feind gesehen . Als Nachtlagerplatz war die Stelle bestimmt , wo die Häuser von Petrein standen . Es waren auch zwei große Burgen in der Nähe . Die Männer Witikos ordneten den Lagerplatz , wie es in Feindesland eingeführt worden war . Als die Häuser und die Burgen durchsucht waren , sendete Witiko Abteilungen von Kriegern in dieselben , daß sie , was an Nahrungsmitteln , an Futter für die Tiere und an Zugesbedarf vorhanden wäre , nähmen , damit ein Teil heute noch gebraucht , ein anderer Teil für den weiteren Gebrauch mit dem Zuge fortgeschafft würde . Die Krieger brachten auf Wägen weniges Getreide , Mehl , Eier , Brod , einiges geräuchertes Schweinfleisch , Bier , Wein , Heu und Stroh . Sie sagten , daß die Häuser und Burgen offen stehen , und daß sie nur den Rest bringen , den die Fliehenden nicht mehr haben bewältigen können . Es habe keiner der Männer etwas für sich genommen , wie Witiko eingeschärft habe . Es sei auch fast nichts gewesen , was man hätte nehmen können . In der Nacht aber gingen Leute des Trosses doch noch in die Streife , und brachten Hühner und anderes Geflügel nebst Lappen für ihren Leib in das Lager . Witiko ließ die Nachtruhe halten wie in der vergangenen Nacht . Er untersuchte wieder mehrere Male das Lager . Am Himmel sah man , als es finster geworden war , Röten von großen Feuern . Als sich der Morgenhimmel lichtete , stand Witiko vor seinem Gezelte , und schaute in die Gegend hinaus , so weit man schon irgend etwas erblicken konnte . Nach einer Zeit sagte er zu dem Knechte Jakob : » Gehe zu denen aus der Friedau , und frage nach dem alten Florian , der im Walde an der reichen Au hauset , die im Mittage von der Waldstelle des heiligen Apostels Thomas liegt . « » Ich kenne den Mann « , sagte Jakob , » Huldrik hat uns erzählt , daß er Euch durch den Wald aus Baiern herein geführt hat , zu jener Frist , da Ihr nicht in dem Wangetschlage gewesen seid . « » Es ist dieser Mann « , sprach Witiko , » führe ihn zu mir . « » Ich werde es tun « , sagte Jakob . Darauf entfernte er sich , und kam in kurzer Zeit mit Florian zurück . Witiko war noch vor dem Gezelte . Er sprach zu Florian : » Komme mit mir in meine Wohnung . « Als sie in dem Gezelte waren , sagte Witiko : » Setze dich auf diesen Stuhl , Florian . « Florian tat es . Witiko setzte sich auf einen andern Stuhl , und sprach : » Sei