ich erfreut aus , » › Die Mandanenwaise ‹ soll das Buch heißen und nicht andere . « » Ist das Dein unumstößlicher Wille ? « fragte Frau Jeannette ihren Gatten leise . » Mein unumstößlicher Wille , « antwortete dieser , seine Frau auf die Stirn küssend ; » es bleibt bei der Mandanenwaise , und nun in ' s Haus Kinder , denn irre ich nicht , so wartet der gedeckte Tisch auf uns . « Frau Jeannette , nunmehr über den Titel vollständig beruhigt , nickte ihrem Gatten zustimmend zu , und gleich darauf erhoben wir uns , um ihrer wiederholten Einladung Folge zu leisten . Wandel , die kleine Johanna an der Hand , schritt vorauf , und Frau Jeannette und ich folgten ihm auf dem Fuße nach . » Wie lange dauert es , bis Sie mit der Ausarbeitung des Buches beginnen ? « fragte meine Begleiterin mit unterdrückter Stimme . » Leider noch sehr lange , « antwortete ich ebenso leise , obwohl ich vergeblich zu errathen suchte , was sie bezweckte , » es können sogar noch Jahre darüber hingehen . « » Welch lange Zeit ; Sie werden aber nicht vergessen , meinen Mann so zu beschreiben , wie er es verdient ? « » Gewiß nicht . « » Beabsichtigen Sie auch unsere kleine Johanna zu erwähnen ? « » Der kleine Engel soll mit als Hauptperson behandelt werden . « Ein Lächeln des Stolzes glitt über Frau Jeannette ' s wunderschönes Antlitz . » Dann beschreiben Sie auch wohl unser Haus ? « fragte sie gleich darauf wieder lauter . » Ihr Haus und Ihren Garten , Ihren Wein und Ihre Blumen , vor allen Dingen aber den holden Frieden , der Ihre traute Heimath umschwebt , und das Glück und die Zufriedenheit , die unter diesem gesegneten Dache wohnen . « Wir waren bei der Hausthür angekommen . Wandel kehrte sich nach mir um und reichte mir die Hand . Er sprach nicht , aber in seinen Augen stand geschrieben , daß er wenigstens den letzten Theil unserer Unterhaltung verstünden hatte . Einige Minuten später saßen wir traulich um den weiß gedeckten Tisch , auf welchem einige auf Mandanenart zubereitete Fleischschnitten das Hauptgericht bildeten . Zwei Tage blieb ich noch auf der Farm , und als ich dann endlich von dannen zog , gaben Wandel , Frau Jeannette und die kleine Johanna mir eine Strecke das Geleite . Der Abschied wurde mir schwer ; auch meine lieben Gastfreunde sahen mich , wie ich allen Grund habe zu glauben , nur ungern scheiden . – Zwölf Jahre sind seitdem verstrichen . Wandel ' s Haare find zur Zeit wohl schon ganz weiß , während seine schöne Gattin zur stattlichen Matrone geworden ist , und ihre liebliche , viel versprechende Tochter ohne Zweifel den segensreich wirkenden Mittelpunkt einer neu begründeten Häuslichkeit bildet . Doch mögen die Jahre ihr Aeußeres noch so sehr verändert haben , ihre Herzen sind dieselben geblieben , ich fühle es , ich weiß es , zu viel Aufrichtigkeit , zu viel innerer Friede sprachen aus ihren Worten , aus ihren Blicken . Ende .