des Tages getrocknete Heu in hochbeladenen Wägen durch die Tore einzuführen . Ich konnte wegen der großen Entfernung das Einzelne der Arbeiten nicht unterscheiden , so wie ich die eigentliche Bauart und die nähere Einrichtung der Gebäude nicht wahrnehmen konnte . » Was Ihr von den Häusern und den Besitzern der Felder gesagt habt , daß ich sie Euch nennen soll , « fahr er nach einer Weile fort , » so hat dies seine Schwierigkeit , besonders heute . Man kann zwar von diesem Platze aus die größte Zahl der Nachbarn erblicken ; aber heute , wo der Himmel umschleiert ist , sehen wir nicht nur das Gebirge nicht , sondern es entgeht uns auch mancher weiße Punkt des untern Landes , der Wohnungen bezeichnet , von denen ich sprechen möchte . Anderen Teils sind Euch die Leute unbekannt . Ihr solltet eigentlich in der Gegend herumgewandert sein , in ihr gelebt haben , daß sie zu Eurem Geiste spräche und Ihr die Bewohner verstündet . Vielleicht kommt Ihr wieder und bleibt länger bei uns , vielleicht verlängert Ihr Euren jetzigen Aufenthalt . Indessen will ich Euch im allgemeinen etwas sagen und von Besonderem hinzufügen , was Euch ansprechen dürfte . Ich besuche auch meiner Nachbarn willen gerne diesen Platz ; denn außerdem daß hier auf der Höhe selbst an den schönsten Tagen immer ein kühler Luftzug geht , außerdem daß ich hier unter meinen Arbeitern bin , sehe ich von hier aus alle , die mich umgeben , es fällt mir manches von ihnen ein , und ich ermesse , wie ich ihnen nützen kann , oder wie überhaupt das Allgemeine gefördert werden möge . Sie sind im ganzen ungebildete , aber nicht ungelehrige Leute , wenn man sie nach ihrer Art nimmt und nicht vorschnell in eine andere zwingen will . Sie sind dann meist auch gutartig . Ich habe von ihnen manches für mein Inneres gewonnen und ihnen manchen äußeren Vorteil verschafft . Sie ahmen nach , wenn sie etwas durch längere Erfahrung billigen . Man muß nur nicht ermüden . Oft haben sie mich zuerst verlacht , und endlich dann doch nachgeahmt . In vielem verlachen sie mich noch , und ich ertrage es . Der Weg da durch meine Felder ist ein kürzerer , und da geht mancher vorbei , wenn ich auf der Bank sitze , er bleibt stehen , er redet mit mir , ich erteile ihm Rat , und ich lerne aus seinen Worten . Meine Felder sind bereits ertragfähiger gemacht worden als die ihrigen , das sehen sie , und das ist bei ihnen der haltbarste Grund zu mancher Betrachtung . Nur die Wiese , welche sich hinter unserem Rücken befindet , tiefer als die Felder liegt und von einem kleinen Bache bewässert wird , habe ich nicht so verbessern können , wie ich wollte ; sie ist noch durch die Erlengesträuche und durch die Erlenstöcke verunstaltet , die sich am Saume des Bächleins befinden und selbst hie und da Sumpfstellen veranlassen ; aber ich kann die Sache im wesentlichen nicht abändern , weil ich die Erlengesträuche und Erlenstöcke zu anderen Dingen notwendig brauche . « Um meine Frage nach dem einzelnen seiner Nachbarn zu unterbrechen , die er , wie ich jetzt einsah , nicht beantworten konnte , wenigstens nicht , wie sie gestellt war , fragte ich ihn , ob denn zu seinem Anwesen nicht auch Waldgrund gehöre . » Allerdings , « antwortete er , » aber derselbe liegt nicht so nahe , als es der Bequemlichkeit wegen wünschenswert wäre ; aber er liegt auch entfernt genug , daß die Schönheit und Anmut dieses Getreidehügels nicht gestört wird . Wenn Ihr auf dem Wege nach Rohrberg fortgegangen wäret , statt zu unserem Hause herauf zu steigen , so würdet Ihr nach einer halben Stunde Wanderns zu Eurer Rechten dicht an der Straße die Ecke eines Buchenwaldes gefunden haben , um welche die Straße herum geht . Diese Ecke erhebt sich rasch , erweitert sich nach rückwärts , wohin man von der Straße nicht sehen kann , und gehört einem Walde an , der weit in das Land hinein geht . Man kann von hier aus ein großes Stück sehen . Dort links von dem Felde , auf welchem die junge Gerste steht . « » Ich kenne den Wald recht gut , « sagte ich , » er schlingt sich um eine Höhe und berührt die Straße nur mit einem Stücke ; aber wenn man ihn betritt , lernt man seine Größe kennen . Es ist der Alizwald . Er hat mächtige Buchen und Ahorne , die sich unter die Tannen mischen . Die Aliz geht von ihm in die Agger . An der Aliz stehen beiderseits hohe Felsen mit seltenen Kräutern , und von ihnen geht gegen Mittag ein Streifen Landes mit den allerstärksten Buchen talwärts . « » Ihr kennt den Wald « , sagte er . » Ja , « erwiderte ich , » ich bin schon in ihm gewesen . Ich habe dort die größte Doppelbuche gezeichnet , die ich je gesehen , ich habe Pflanzen und Steine gesammelt und die Felsenlagen betrachtet . « » Jener Waldstreifen , der mit den starken Buchen bestanden ist , und noch mehreres Land jenes Waldes gehört zu diesem Anwesen « , sagte mein Beherberger . » Es ist weiter von da gegen Mittag auch ein Bergbühel unser , auf dem stellenweise die Birke sehr verkrüppelt vorkommt , welche zum Brennen wenig taugt , aber Holz zu feinen Arbeiten gibt . « » Ich kenne den Bühel auch , « sagte ich , » dort geht der Granit zu Ende , aus dem der ganze mitternächtliche Teil unseres Landes besteht , und es beginnt gegen Mittag zu nach und nach der Kalk , der endlich in den höchsten Gebirgen die Landesgrenze an der Mittagseite macht . « » Ja , der Bühel ist der südlichste Granitblock , « sagte mein Begleiter , » er übersetzt sogar