sich herjage . Ja was ist dagegen zu sagen ? « Der dürre Jäger , der gebunden und grimmig am Boden lag , rief hier : » Ja das weiß ich und habe es erfahren , wie eine menschliche Seele in ein wildes Tier einfahren kann , und sich austauschen mit der Seele des Tieres , die in den menschlichen Leib mit Vergnügen übergeht , das ist des Teufels höchster Spaß und macht ihm seinen Tiergarten voll und lustig , ach ihr Leute mögt wohl über mich reden und mich vielleicht umbringen und wißt nicht , wie sich alles mit mir ereignet hat und wie ich so gern anders gewesen wäre , als ich geworden bin . Den der Blitz vor einer halben Stunde erschlagen hat , Niklas , der alte böse Niklas , ich muß jetzt darüber lachen , warum der mein Vater gewesen ist , aber er war es wirklich , ich war als Euer Untertan geboren , Anton , ich mußte auf sein Geheiß Euch zu Trunk und Spiel verführen , als Ihr durch Eure Frau zu Würde und Ansehen kamet . « Anton sagte finster : » Also Feinde , immer mehr Feinde , immer weniger Freunde , sprich , was konnte Euch mein fröhlich Leben schaden ? Meine Augen sahen nie über die Stadtmauern hinaus und so wäre ohne Euch , ein Tag wie der andere mir in stiller Arbeit unverloren vorüber gegangen und in mir mit Segen eingekehrt und versunken ! « » Anton « , sprach der Jäger , » ich schwöre es Euch , nicht aus Gaukelei , wie ich oftmals getan , daß es mich schmerzte , als ich um Euch mein Netz geworfen , aber ich konnte nicht anders , der grimmige Teufel hatte mich so lange angehetzt , daß ich um alles in der Welt ihm nicht hätte ungehorsam sein mögen . « » Welcher Teufel « , fragte Anton , » und was wollte er mit mir gerade , ich habe ihm doch nur eine gemeine Lastertat geliefert und tue ihm keine mehr zu Gefallen . « » Wisset « , sprach der Jäger , » daß in Italien noch jetzt zwei Parteien sich gegen einander in den Ringmauern derselben Stadt durch hohe Häuser mit Türmen befestigen , von denen die eine jetzt unterdrückte noch von Eurem Vorfahren , der zu Waiblingen geboren , den Seinen den Namen der Waiblinger oder Ghibellinen verliehen hat , es war Konrad III. , der lange mit Wolf , dem Bruder des geächteten Heinrich gestritten hat . Von diesem Wolf kommen die Welfen , die sich unserm heiligen Papste unterwerfen , es geht aber eine alte Sage , daß ein neuer Waiblinger die Unsern unterdrücken werde , darum ward mein Vater Niklas nach Deutschland gesendet vom Papste , um Euer Geschlecht zu unterdrücken , bald war es ihm mit Eurem Vater gelungen , auch Euch glaubte er im vergessenen armen Leben untergegangen , als Ihr plötzlich durch Eure Heirat erhoben ihn erst aufmerksam machtet , wie er Euch durch seine Entführung gerade zum rechten Waiblinger gestempelt hatte . Nun war Euch mit Gewalt nicht viel beizukommen , denn Ihr standet wohl ein paar Männer , und in Wahrheit , wenn der Teufel nicht mich und meinen Bruder Seger so unablässig geplagt hätte , wir waren Euch zu gut , Ihr seht mich darauf an , es ist aber doch wahr . « » Nein bei Gott « , rief Anton , » wenn Ihr nicht ein Gesicht habt , wie eine Sonnenfinsternis vor einem berauchten Glase , so kann ich Euch nicht sehen . « » Nun wie Ihr wollt « , sprach der Jäger weiter , » seht Ihr die aufgehende Sonne an und überseht mich , mir ist es lieb , ich aber muß Euch erzählen , wie ich von meinem Vater dem Teufel bin übergeben worden . Ganze Tage ließ er mir von einem Jäger von der Ehre vorerzählen ein wildes Tier zu schießen , einen Fuchs , einen Wolf , einen Bären ! Was nicht genießbar den Menschen , ihnen aber gefährlich sei . « Nachtrag Der dürre Jäger erzählt weiter , wie er und Seger und viele andre vom Teufel in eine Menagerie gesteckt worden , und so lange geärgert bis sie sich ihm ergaben . Sie ziehen in eine Berggegend in den Alpen , die Zigeunerkönigin erzählt ihre Geschichte , sie ist Kaiser Karls erste Liebschaft . Die Szene spielte in den Niederlanden , wie sie nach dem Frauenhause gebracht worden , um dem Kaiser verleidet zu werden - nähere Beschreibung desselben - ärger als Gefängnis - ihr Kind wird von ihr getrennt - Anton mahnt dies an Susanne - sie entflieht und kommt durch Zigeuner mit der Kronenburg in Berührung - ihre Beschreibung derselben usw. Anton in dem gesichtslosen Elend kommt auf die Kronenburg , Rappolt will sich nicht überzeugen , daß er sein Sohn ist , er jagt ihn fort und verbannt ihn bei Lebensstrafe aus seinem Gebiete , er irret umher , blind , fliehende Hirten erzählen ihm von dem Drachen , der das Land verwüstet . Hart betroffen in seinen gehemmten Schritten durch Mangel des Augenlichtes reißt er plötzlich sein Schicksal an sich : » Komme meiner Verhängnisse Gewaltsamstes - da ich der Sonne nicht mehr kann ins Auge schauen , liegt mir ob , was der Sehende nicht vermag , dem Volk vor den Füßen wegräumen , was es bedrängt . « Er sucht den Drachen auf , um das Land zu befreien und den Tod zu finden ; er erlegt ihn aber und erhält durch sein Blut das Gesicht wieder . Als er dies vollbracht hat , führen die Hirten ihn gegen seinen Willen zu Rappolt , der ihn als Sohn begrüßt ; aber indem er ihn umhalst , von dem Gifte , das der Drache in den Mantel gebissen , erkrankt er , und verlangt von Anton , daß er den Turm der Kronenburg ersteige und die Wache bei