Braten ; Graben wir nach fetten Dachsen , Knarren bald die Wagenachsen . Betet nur kein Vaterunser , Ihr seid unser , Müßt mit uns auf Felsen klimmen , Ihr seid nirgend mehr willkommen , Wollt ihr zu einander kommen , Müßt ihr wie die Fische schwimmen , Wer noch durch die Luft gezogen , Hat den Teufel drum betrogen . Die Zigeunerkönigin Hunger lehrt euch prophezeien , Laßt euch weihen , Sagt erst Kindern , was sie wollen , Jungen Mädchen sprecht vom Knaben , Heimlich kommen euch die Gaben , Klebt ihr nicht an Erdenschollen , Ahnen euch der Wittrung Taten ; - Helden kann ein Held erraten . Propheten sprechen oft zu uns aus unserm eigenen Munde , an das Unbedeutende heften sie den Blick mit Ahnungen und wir fühlen ein gemeinsames Leben mit aller Welt . O ihr Ahnungen , wunderbare Seher der Zukunft , eure Sternzeichen leuchten in der unerschöpflichen Tiefe unsres Herzens , ihr seid das Licht , ihr seid das Auge zugleich und darum seid ihr nicht zu erkennen und zu begreifen mit der Vernunft . Mit wechselnder Schnelligkeit hebt überfließend der Eimer des neuen Lebens , daß sein herabfallender Überfluß im Brunnen uns erst hörbar wird , wenn der geleerte Eimer schon in leerer Gegenwart schwankend niedersinkt . Das Herrlichste erkennt sich erst , wenn es vorbei , und darum begrüße ich euch dankbar und locke euch liebevoll , ihr viel verschmähten Ahnungen ; aus euch atme ich hoffend und leicht in die Welt , durch euch schlägt jede Ader mächtiger und freut sich ihrer unendlichen Verflechtungen , die ein Vorbild sind , wie die unendlichen Geschlechter der Erde aus einem Blute stammend auch an ein Blut glauben sollen , das für alle vergossen , alle zur Seligkeit führen wird . Wie sehen wir ahnend so anders in die Welt , und in dem Himmel sehen wir , wie ein allumfassendes Blau die verbrennenden Gestirne ernährt und herstellt , woraus wird uns in Ahnungen so wohl ? - O könnten wir doch auch rückwärts unsern Blick in eurer Kraft wenden und die Welt verstehen lernen , die unsere Erinnerung belastet , könntet ihr das Vergessene und Verborgene uns wiederbringen , erst dann wäre unsre Welt unendlich und dazu möchte ich euch zur Stunde meiner Geburt hinwenden , das Gefühl zu wissen , mit dem der Mensch sein Auge zum erstenmal öffnete , zu wissen , wie er dann in der Wiederkehr des Jahres , nachdem er den großen Kreis das erste Mal durchwandert , den Jahrestag seiner Geburt feierte , ja dann wüßte ich , wie die Erde fühlt mit ihren Saaten und Wäldern in jeder Jahreszeit , ob die Tiere ihr Leben rühmen , das auf einen Jahreslauf beschränkt ist , oder ob sie neidend den überlebenden Geschlechtern , sich vor der Luft verkriechen , die sie erweckt hatte , und entschlummern . Dann wüßte ich , wie jedem Geschlechte der Tiere zu Mute ist , wenn der Tod des Jahres , der Winter , alle Blätter abstreift ; - was die Vögel singen , wenn diese gleich ihnen durch die Luft fliegen , was das Gewild schreit , wenn sie ihnen das Gras bedecken und die Fische , wenn sie wie unzählige kleine Nachen auf der Wasserfläche umhergaukeln bis sie versinken . Eine schwerere Decke überzieht aber bald mit gleichem Weiß die vielfarbige Erde , wie mögen die Ameisen erschrecken auf ihren weiten Wanderungen , wie mögen die Bienen trauern , wenn sie ihren Vorrat , die goldene Erinnerung unzähliger Blumenküsse in der Not angreifen , was mögen die Fische träumen , wenn eine harte , trübe Eiswölbung sie in härterer Gefangenschaft hält als die Netze , denen sie so oft entschlüpft sind , und sie von der Oberfläche bannt , an der sich das Wasser erneut , in der sie so oft fröhlich des Sonnenscheins rauschten , wie sie erschrecken , nun der Hirsch , den der Teich so lange tränkte , verwundert über ihr Haupt hintobt und mit hartem Hufe anklopft , bis er die Eisdecke eingeschlagen und dann selbst erschreckt den Kopf zurückzieht , wenn ihm die scheuen Bewohner des so spiegelnden Elements ungeduldig entgegentreten , weil sie schon erstickt sind in der kalten Nacht und verkehrt oben aufsteigend kaum noch die Flossen zu regen vermögen . Wie sich in der Liebeszeit des Jahres die Tiere über einander fröhlich verwunderten über alles , was jedem besonders verliehen , wie die Krähen da sich Flöckchen Wolle zu ihrem Neste von der Fülle des Schafs abrissen und der treue Hund , der es nicht leiden wollte , ihnen kaum eine Feder ausreißen konnte und den sichern Fang erstaunt in die Luft emporsteigen sah und vergebens danach emporsprang , wie der ergrimmte Hahn die Enten auf dem Wasser nicht weiter verfolgen konnte , die seinen Hühnern das Futter weggefressen , so beneiden einander alle in der Schreckenszeit , die Krähe sieht von ihrem dürren Ast den dichten Pelz des Schafes mit Neid und möchte sich darin kleiden , Enten und Hühner sehen mit Neid die fröhlichen Zugvögel fortziehen , alle Tiere macht der Winter ernst und boshaft und der Mensch , der alle beherrschen sollte , verkriecht sich furchtsam vor ihnen und liest in dem Fluge , in dem Geschrei der Tiere abergläubische Zeichen einer höhern Gewalt . Du armer Mensch , wärst du doch wie jene Murmeltiere einem Winterschlafe wenigstens unterworfen , wenn du nicht mit den Zugvögeln dich in die Gegenden ewigen Frühlings flüchten kannst oder wie die Wasserlilien nur zum Blühen an die Oberfläche kommst , o daß du ihnen nicht gleichtun kannst und schlafend , oder wandernd , oder versinkend dem Winter entkommen magst ; keiner von uns mag so schnell ziehen und versinken , um der Kälte zu entkommen , die in einer Nacht halbe Weltteile überfliegt , und wer schliefe so fest , daß ihn der Frost und der Sturm nicht weckten , so schlafen nur die Toten . Die Lebenden aber wie das