hinab aus Eschen oder Ahornen oder anderem zähen Holze Lanzenschäfte und Keulen zu machen , Lanzenspitzen und Schwerter zu schmieden , Riemzeug zu schneiden , Bogen und Armbruste , Pfeile und Bolzen zurecht zu richten , Stiefel zu machen , aus Filz und aus Wolltuche Hauben und Gewänder zu nähen , und auf Pferden , wo sie vorhanden waren , zu reiten . Als diese Dinge geschahen , bestieg Witiko in der Herberge der unteren Moldau sein Pferd , und ritt mit Raimund in den Wangetschlag . Dort ritt er gegen sein Häuschen . Auf dem flachen Dache lag der Schnee , und man konnte es von dem Schnee in den Gefilden kaum unterscheiden . Ein dünner blauer Rauch ging von dem Schornsteine empor . Als die zwei Männer an dem Häuschen angekommen waren , standen Huldrik und Jakob und Regina vor dem Tore , sie zu empfangen . » Wir haben nach Euch ausgeschaut « , sagte Huldrik , » und haben Euch kommen gesehen . Weil Ihr die Gebühr , daß ich nach Euern Befehlen fragen lasse , verboten habt , konnten wir den Tag Eurer Ankunft nicht wissen . Seid gegrüßet , Witiko . Ihr seid in dem Kriege gewesen , Ihr seid in mehreren Ländern gewesen , und müsset wieder zu Euerem Hause in den Wangetschlag kommen . « » Ich bin gekommen , dich wieder zu sehen , und die Unsrigen hier zu sehen , und unser Haus zu sehen « , sagte Witiko . » Ihr seid gekommen , weil es so ist « , entgegnete Huldrik , » und ich habe schon Sorge getragen , daß Eure Pferde in einen guten Stand gelangen , so wie das Pferd Jakobs , das er im Kriege erhalten hat , auf einem guten Stande ist . Wir haben dieses Jahr an dem Gelasse gemauert . Stützet Euch nur auf mich , Witiko , daß Ihr bei dem Absteigen nicht auf dem Eise gleitet , wohin Regina immer das Spülwasser gießt . « » Ich werde mich nicht auf dich stützen « , sagte Witiko , » sondern es trete Jakob herzu . « » Jakob , diene dem Herrn « , rief Huldrik , » ich aber werde den Zügel halten . « Jakob ging an die Seite Witikos , um ihm zu helfen ; Huldrik aber faßte den Zügel des Pferdes . Witiko stieg mit einem leichten Tritte von dem Pferde , und stand auf dem glatten Boden des Eises . Raimund stieg auch von seinem Pferde . » Nun führet die Pferde durch das Tor hinein « , sagte Huldrik , » aber haltet euch rechts , daß die Eiszapfen des Daches die Sättel nicht streifen . « Raimund und Jakob führten die Pferde durch das Tor in den Hof . Witiko ging nicht durch die Tür in das Haus , sondern folgte den Pferden . In dem Hofe wurden die Pferde gegen einen Zubau geführt , der an den Stall angefügt worden war . Witiko sah , daß vier Pferde in diesem Raume stehen konnten . » Es ist gut , Huldrik « , sagte er , » daß du diese Sorgfalt getroffen hast . « » Es mußte für diese Zeit Sorge getragen werden , bis alles fertig ist , und sich alles vollendet « , erwiderte Huldrik . Sie brachten die Pferde in den Stall , und begannen , sie zu versorgen . Dann ging Witiko in die Stube . Die Wände der Stube waren frisch getüncht worden , daß sie ganz weiß glänzten , die Fensterscheiben waren gereinigt , daß das Licht , so hell es der Winter geben konnte , herein schien , der Fußboden war gewaschen , und der Buchentisch war so gescheuert , daß keine Makel an ihm war . » Die Stube ist ja wie an einem hohen Festtage « , sagte Witiko . » An der unteren Moldau ist nur eine Herberge « , antwortete Huldrik ; » das aber hier ist Euer Eigen , in dem Ihr seid , und das dauert , und immer anders wird , bis sich die Zeiten erfüllen . « » Mögen die Zeiten immer Gutes bringen « , sagte Witiko . » Sie werden Gutes bringen « , antwortete Huldrik , » lasset es Euch hier gefallen , wie es sich wandelt , bis alles geschehen ist . « Witiko nahm seine Haube von dem Haupte , und setzte sich an den Buchentisch . » Regina wird Euch ein Mittagessen bereiten « , sagte Huldrik ; » es wird aber heute eine längere Zeit vergehen , bis es fertig wird , als sonst . « » Ich dränge Regina nicht « , antwortete Witiko . » Wir suchen die Dinge wahrzunehmen , wie es sein kann « , sagte Huldrik . Witiko ging indessen noch einmal zu den Pferden . Als die Speisen bereitet waren , brachte sie Regina auf den Tisch . Sie waren gebratenes Wild und Fische . Dazu wurde Wein gestellt . Witiko verlangte , daß auch die Speisen der andern auf den Tisch gestellt würden , und daß dann alle mit einander das Mittagmahl verzehrten . » Weil Ihr es befehlt , so muß es sein « , sagte Huldrik . Die Speisen wurden auf den Tisch gebracht , und Witiko und Huldrik und Raimund und Jakob und Regina setzten sich zu denselben . » Du mußt das Gebet sprechen , Huldrik « , sagte Witiko . Huldrik tat es . Dann wurde das Mahl eingenommen , und Witiko teilte jedem von seinen Speisen und seinem Weine mit . Nach dem Mahle sprach Huldrik wieder das Gebet . Da sie noch an dem Tische blieben , sagte er : » Eure Vorfahrer haben die Ihrigen geliebt , und sind von ihnen wieder geliebt worden . Und so geschieht alles . Da der erste Witiko in den Wald geritten ist , sind Gold und Edelsteine an den Zügeln seines Pferdes gewesen , und Ihr seid