- - - für alle Ewigkeit ! « Als er dies gesagt hatte , nickte er uns auf ganz eigenartige Weise zu , machte mit dem Arme eine Bewegung , die wir uns nicht deuten konnten , wendete sich nach der Tür zurück und ging hinaus . » Omar , schnell , ihm heimlich nach , « befahl ich meinem Sejjid ; » damit wir erfahren , ob er auch wirklich geht , und wohin ! « Er folgte ihm augenblicklich . Ich ließ Waller nun wieder auf sein Lager nieder , übergab ihn den beiden Aerzten und wollte mich dann schnell entfernen . » Wohin ? « fragte mich Tsi , von Andern ungehört . » Auch hinaus , « antwortete ich . » Mein Diener ist vielleicht nicht genug . « » Und wenn Sie tausend Menschen mit sich nähmen , Sie würden doch nichts ändern können . Heute abend wird die alte Wallersche Hauspostille zugeschlagen und versiegelt , für immer und für ewig ; darauf können Sie sich verlassen ! Doch gehen Sie , damit Sie sich überzeugen . Aber sobald Sie sehen , daß ich Recht habe , so bitte , schweigen Sie , bis Sie mich wieder sprechen können . Heut ist ein Fest- und Freudentag . Der Tod soll ihn Keinem von Denen , die wir lieben , noch in der letzten Stunde zum Trauertage machen . « » Und schnell noch Eins : Ist Waller gerettet ? « erkundigte ich mich . » Er sieht fast munter aus ! « » Sie haben es ja gehört : Er ist ihn los , für alle Ewigkeit . Natürlich ist er nun gerettet . Sie sehen und hören , ich mußte unerbittlich sein . Nun gehen Sie ! « Ja , ich ging . Wie selbstverständlich alle diese Dinge für ihn lagen , die von Millionen noch nicht einmal geahnt worden sind ! Eben als ich draußen die Tür hinter mir zumachte , kam der Sejjid von der Treppe her , auf der mich Yin aus dem Garten des Ahnensaales hier heraufgeführt hatte . » Nun ? « fragte ich ihn . » Schon wieder hier ? Du sollst ihm doch folgen ! « » Das habe ich getan , Sihdi . Er ist fort . « » Wohin ? « » Hinaus , aus dem Schlosse . Nun wird er die Straße hinabgehen nach dem Dorfe . Ich konnte ihm da nicht folgen , weil es zu hell ist ; er hätte mich gesehen . Auch hatte ich keine Lust , ihm über die Mauer nachzusteigen . Wäre er durch das Tor gegangen , so könnte ich noch gar nicht wieder hier sein . Aber er hatte es sehr eilig und schwang sich gleich über die Brüstung hinaus auf die Straße . « » Brüstung ? Wo ? Wo ist die Stelle ? « fragte ich . » Hier im Innern des Schlosses führt doch keine Straße vorüber . « » Gleich da unten , in dem Garten , « antwortete er . » Wo du soeben herkommst ? « » Ja . « » Schnell , führe mich ! Ich muß die Stelle sehen ! « Er stieg mir voran , in den Garten hinab . Links sah ich die Tür , durch welche ich aus dem Ahnensaal getreten war . Rechts , ganz vorn , hatte ich dann gestanden und über die Mauer in die ungeheure , senkrecht abfallende Tiefe hinuntergeschaut . Dahin ging Omar . » Hier ist es , « sagte er . » Er mochte mich gehört haben , denn er machte sehr schnell . Nachgesehen habe ich ihm nicht , weil es hier an dieser Ecke fast vollständig dunkel ist . « » So danke Allah , daß du ihm nicht nachgestiegen bist , lieber Omar ! « sagte ich , indem es mir wie kalter Schauer durch die Glieder ging . » Da draußen ist keine Straße , sondern es gähnt ein Abgrund , in dem ein Jeder , der hinunterstürzt , ganz unbedingt zerschmettern muß . Dieser Dilke ist tot . Aber halte es geheim ! Du darfst nicht eher davon sprechen , als bis ich es dir erlaube , zu keinem Menschen ! « Er schüttelte sich vor Grauen , sah still zu Boden und fragte dann : » Sihdi , darf ich Etwas sagen ? « » Ja . Was ? « » Ich möchte gern wissen , was er nun eigentlich gewesen ist , ein Offizier oder ein Missionar . « » Ein Mensch war er ; das mag dir genügen . Ein armer , unglücklicher Mensch , der falsche Wege ging und darum sich hier in diesen Schlund verirrte . « » So gehe ich jetzt hinauf in die Kapelle , um für ihn zu beten . Darf ich das , obwohl er Christ gewesen ist und ich aber Muhammedaner bin ? « » Wie du nur erst noch fragen kannst , Sejjid Omar ! Das wundert mich ! « » Du wunderst dich ? Ich möchte - - - ah , ich weiß , ich weiß ; jetzt fällt es mir ein ! Ich gehöre ja zu unserer großen Shen und darf darum für alle Menschen beten ! Wie herrlich das ist , wie herrlich ! Ich gehe also hinauf , hinauf ! « Er begab sich nach der Straße hinaus , die zur Kapelle führte . Ich stieg die Stufen wieder empor , um Tsi im Bildersaal zu melden , was ich erfahren hatte . Die Gruppen der dort Anwesenden hatten sich aufgelöst , die Figuren der Bilder einzeln zu betrachten . Yin hatte sich dem Ho-Schang zugesellt , um ihm die Bedeutung dessen , was er nicht begriff , zu erklären . Nur dort bei Waller gab es mehrere Personen . Tsi stand mit Fang bei ihm und Mary . An seiner andern Seite hatte der Governor den Stuhl , auf dem ich saß , jetzt eingenommen . Tsi