lautem Gähnen : » Dies offenbar erscheinen muß Nur als Verwechselung . Spartakus ' Besieger ? Wenn er seine braven Muränen mit Sclaven gefüttert hätte So sähe ihm ähnlicher Das , ich wette ! « Des besten Sportsman Quadriga sie loben Und der Modelöwin sidonische Roben . Dann brachen sie auf von ihrem Wein Und ritten gen Rom im Dämmerschein . Und als sie den sieben Hügeln nahn Und die ewige Stadt von oben sahn , Um des Aelteren Lippen ein Lächeln schlich , Unheimlich war ' s und fürchterlich . » Leb ' wohl denn ! Daß wir uns wiedersehn , Verbürge ich , es wird geschehn . Ich bin ein Mann , von Vielen geehrt , Von Vielen gehaßt - wie ein ehernes Schwert , Das stets dem Freund zur Hülfe bereit , Doch den Feind bedräut in gerechtem Streit . Nie hab ich dem Feind meiner Sache verziehn , Stets hab ich dem Freunde Schutz verliehn . In meinem Herzen für immer ruht Die Erinnerung an Bös oder Gut . Wer Du auch seist , beherzige den Rath : Scheue nie zurück vor verzweifelter That ! Stets finde die Unbill blutigen Sold , Denn dem Wagenden ist die Klinge hold . Greift verwegene Hand in das Rad Deines Lebens , So rufe nach mir , nicht rufst Du vergebens : Ich zerbreche die Hand ! Wer verfolgt und gekränkt , Der komme zu mir , der für ihn lenkt Der Vergeltung Stahl und vollführt die Rache - Denn seine ist meine eigene Sache . Ich bin der Richter , ich bin der Rächer ! « Und grüßend er winkt mit dem Pfauenfächer , Den Mantel um Kinn und Mund er schlang , Seitab vom Hügel herniedersprang . An eine Schenke am Aventin , Als matt der Mond herniederschien , Klopfte ein Vermummter . Der Wache Am Thore gab er ein Pergament : » Bring ' es dem Führer , damit er erkennt , Daß ich der heimliche Freund der Sache . « Geräumig war der Berathungssaal . Und die Verschwörer allzumal Saßen um den Führer geschaart Mit schwarzem wallenden Haar und Bart Und Leichenblässe im Angesicht Und Augen , glühend unheimlich-licht . Ein Becher stand auf dem Marmortisch . Darin die rothe flüssige Glut , Ist ' s Chier , Falerner hell und frisch ? Der Fremde schauderte - es war Blut . » Die Fackeln hoch ! « Und Jeder da Erkennend dem Andern in ' s Auge sah . » Wir sehen uns nicht zum ersten Mal , Denkst Du der Schenke im Tiber-Thal ? « » Und Du bist Catilina ? « » Und Du Der junge Caesar ? Nun , nur zu ! « » Zur Sache ! « Sie beriethen lang . - - Doch Caesar denkt beim Heimwärtsgang : » Komm ' jemals ich zum Regiment , So wird zuerst vom Rumpf getrennt Mir dieser widerspänstige Kopf . « Und Catilina denkt daheim : » Da ist wohl mancher tücht ' ge Keim - Im Ganzen ist der Bursch ein Tropf , Der auch gefährlich werden mag . Und kommt der große Rechnungstag , Wenn ich mich freue , an allen vier Ecken Dies feile Rom in Brand zu stecken , Dann , Caesar , wird Dein Loos nicht besser : Du fällst von meinem eignen Messer . « Doch wie verlief die Sache später ? Der Catilina war ein Narr . Die Invektive machte ihn starr , Die Cicero ihm zugebrüllt : So rannte ins Netz er zornerfüllt Und gilt als schnöder Hochverräther . Doch Caesar , welcher sacht und stille Gewartet , was des Schicksals Wille , Der stets lavirt nach gutem Glück Und , ging ' s nicht vorwärts , ging zurück ? Der Zufall nur die Dinge lenkt . Des Werthes Prüfstein ist erschienen Stets der Erfolg . Doch Jeder denkt , Ihm werde dieser Prüfstein dienen . Genie und Thatkraft ? Zufall nur Uns leitet auf die rechte Spur . Das Autodafé . Und ein Mandat ward aufgesetzt : » Ihr lasset flugs Euch taufen . Wo nicht , Hebräerhunde , verschlingt Euch alle der Scheiterhaufen . « Der Rabbi zerraufte sich Haar und Kleid Und streute aufs Haupt sich Asche . Dann salbte er sich wie zum Fest Aus der heiligen Weihölflasche . Und als am Holzstoß alle vereint , Begannen sie alle zu tanzen , Wie Mirjam , als im Rothen Meer Ersoffen Pharaos Lanzen . Und als sie endlich ausgetobt Und als die geschmeidigen Weiber Wie die Weiden an Babylons Wassern schlaff Niedersenkten die Leiber , Und als die brünstige Raserei , Ermattet in starrem Krampfe - Da breitete über die Bühne sich schon Ein Schleier von bläulichem Dampfe . Die Henkersknechte in rothem Wamms Pechfackeln schwingen , vom Thurme Die Armesünderglocke klagt In unaufhörlichem Sturme . Und wie Numantias Bürgerschaft Sich wechselseitig getödtet , Die Väter und Gatten das Schwert vom Blut Der Weiber und Kinder geröthet - So geht es durch erstickenden Qualm Hinein ins Flammenbette , Die Stimmen vereinend im Rachepsalm , Die Arme verschlingend zur Kette . Es endet in einer Säule Rauch Der Feuersäulen Gewimmel , Wie Moloch ' s eherne Rechte schwarz Und glühend sich reckt zum Himmel . Gleich dem Flammensignal , das Israel Beim Exodus sah steigen , Aus der Aegypter Joch den Pfad Zum gelobten Lande zu zeigen . Als überm Leichenknochenrest Die letzte Garbe noch prasselt , Da wirbeln Fähnlein durch die Luft , Mailänder Harnisch rasselt . Der Herold tutet , der Marschall naht . Den hat der Kaiser gesendet , Auf daß von den Kämmerlingen des Reichs . Er das gräßliche Unheil wendet . Soll er die biedern Rathsherrn nun An ihrem Wanste spießen ? Der Ritter strich verlegen den Bart , Die Sach ' thät ihm verdrießen . Den Reisigen brummte er traulich zu , Die Denkerstirn beschaulich Auf seines Flambergs Knauf gestützt : » Die Aventür wird graulich ! « Klebers Ermordung in Aegypten . Dem Wunderkranze gleich in