sechzehnjährigen Sohne errichtet wurde . Sandsteinstufen tragen einen Granitwürfel ; auf diesem ruht ein halbkreisförmiger Marmor mit den Hautrelieffiguren der Hingeschiedenen . Der dargestellte Moment ist der des Wiedersehens ; beide reichen sich die Hand , und eine hohe Freude verklärt ihre Züge . Die Inschrift am Granitwürfel lautet : Vater und Sohn Conrad und Anton v. Romberg . geboren zu Hamm geboren zu Brunn den 25. April 1783. den 23. Juni 1819 . Als preußischer Oberst In seiner Blüthe gestorben zu Groß-Camin gestorben zu Dresden den 20. April 1833. den 8. Mai 1835 . Getreu bis in den Tod und reinen Herzens sind sie eingegangen und heißen sich willkommen , wo die Treue ihre Kronen empfängt und die Reinheit Gott von Angesicht schaut . – Dem Gedächtniß der Verklärten gewidmet von der Wittwe und Mutter : Amalie v. Romberg , geb . Gräfin v. Dönhoff , 1844 . 77 Dies » vier Frauen nehmen « , war im vorigen Jahrhundert , wenn es die Verhältnisse gestatteten , an der Tagesordnung . Selbst die Unbequemlichkeit , daß – wenigstens seitens des Adels und Militärs – ein Konsens beim Könige eingeholt werden mußte , hielt nicht davon ab . Herr von Hagen auf Nakel bat sogar zum fünften Mal um die Erlaubnis und erhielt als Antwort weder Zustimmung noch Ablehnung , sondern die echt altenfritzige Replik : » Er braucht künftig nicht mehr einzukommen . « 78 Bei Gelegenheit seiner vierten Verlobung hatte Georg Moritz von Rohr ( ähnlich wie Herr von Hagen auf Nakel , über den ich in der vorstehenden Anmerkung berichtet ) allerdings auch eine Kränkung zu bestehen , die nur den einen Vorzug aufwies , daß sie nicht von dem gefürchteten Könige ausging . Der Kränkende war der eigne Bruder auf Tramnitz , allwo sich das Erbbegräbnis befand , in dem auch die Trieplatzer Rohrs beigesetzt wurden . Als Georg Moritz von Rohr seinem Bruder anzeigte , daß er sich zum vierten Mal verlobt habe , schrieb ihm der Tramnitzer zurück : » er wünsche ihm Glück , müsse ihm aber von vornherein erklären , daß für diese vierte Frau kein Platz mehr im Erbbegräbnis sei « . Dies war denn doch zuviel und Georg Moritz erschien schon am nächsten Tage mit drei Wagen in Tramnitz , um die Särge seiner drei Frauen aus dem ungastlichen Erbbegräbnis abzuholen . Er begrub sie nunmehr auf dem Trieplatzer Kirchhof . 79 Einzelne Stellen dieser Grabschrift sind völlig unverständlich . Am bemerkenswertesten ist wohl der Passus , wo Mars , in seines Nichts durchbohrendem Gefühle , Bedenken trägt , dem alten Rohr unter die Augen zu treten . Alle diese Inschriften , in denen der Lebensberuf des Hingeschiedenen zu allerhand Wortspielen benutzt wird ( hier also » Landrath « ) , haben ihr unerreichtes Vorbild in der berühmten Postmeister-Grabschrift zu Salzwedel . Sie lautet » Eile nicht , Wandersmann ! als ( wie ) auf der Post ; auch die geschwindeste Post erfordert Verzug im Posthause . Hier ruhen die Gebeine Herrn Matthias Schulzen , Königl . Preußischen 25 jährigen , unterthänigst treu gewesenen Postmeisters zu Salzwedel . Er kam allhier 1655 als ein Fremdling an . Durch die heilige Taufe ward er in die Postcharte zum himmlischen Canaan eingeschrieben . Darauf reisete er in der Lebens-Wallfahrt durch Schulen und Akademieen mit löblichem Verzug . Hernach bei angetretenem Postamte und anderen Berufssorgen richtete er sich nach dem göttlichen Trostbriefe . Endlich bei seiner Leibes-Schwachheit , dem gegebenen Zeichen der ankommenden Todespost , machte er sich fertig . Die Seele reisete den 2. Junius 1711 hinauf in ' s Paradies , der Leib hernachmalen in dieses Grab . Gedenke Leser bei Deiner Wallfahrt beständig an die Prophetische Todespost Jes . 38,1 . « 80 Obiger Inschrift füge ich hier noch folgende biographische Notizen hinzu : Alexander Georg Ludwig Moritz Konstantin Maximilian von Wahlen-Jürgaß , am 5. Juni ( auf dem Monumente steht » am 15. « ) 1758 zu Ganzer geboren , ward er auf der école militaire zum Kriege gebildet , und trat im Jahre 1775 in das damalige Regiment Gendarmes , darin er 1803 zum Major avancierte . Im unglücklichen Feldzuge von 1806 von einer Masse feindlicher Reiterei umzingelt , griff er den Feind , mit etwa 350 Mann , nichtsdestoweniger an und kämpfte auf einem sehr ungünstigen Terrain gegen die französische Division Beaumont . Obgleich der Major von Jürgaß im nächtlichen Getümmel einen Hieb über den Kopf erhielt , so sammelte er dennoch brave Kameraden , schirmte die Standarte und schlug sich mutig durch . Er stieß später zu dem Korps des Prinzen von Hohenlohe , welches eben im Begriff war , das Gewehr zu strecken . Von Jürgaß entzog sich dieser Schmach und entkam noch einmal glücklich , indem er zu dem Korps des Generals von Bila stieß , mit dem er dann leider doch bei Anklam gefangen wurde . Nach dem Tilsiter Frieden lebte er bei seinem Bruder in Ganzer . Bei der neuen Formation erhielt er 1809 wieder eine Anstellung im brandenburgischen Kürassierregiment , zwei Monate darauf war er Kommandeur des brandenburger Dragonerregiments , 1812 aber Oberstleutnant , in welcher Eigenschaft er dem Korps des Generals von Grawert in Kurland zugeteilt wurde . Er befehligte meistenteils die Vorposten , wozu seine ungemein Tätigkeit und Wachsamkeit ihn vorzüglich eigneten . Im Jahre 1813 kommandierte er als Oberst eine Brigade in dem Korps seines vertrauten Freundes , des damaligen Generals von Blücher . Er focht tapfer bei Groß-Görschen und Bautzen , und erhielt bei Hainau , als er in die feindlichen Vierecke einbrach , einen Schuß in den Schenkel . Später trug er in dem furchtbaren Kampfe bei Möckern zu dem glücklichen Erfolge dieses entscheidenden Tages wesentlich mit bei , und wurde dafür zum Generalmajor erhoben . In Frankreich ward er mit der Reservereiterei an die Befehle des Prinzen Wilhelm gewiesen , der den Vortrab des Heeres führte . Bei Lachaussée traf er auf die französische Reiterei vom Korps des Marschalls Macdonald , warf sie über den