Radensleben . Er empfing es im März 1864 als ein Andenken von dem mittlerweile verstorbenen Oberstleutnant Kindt , einem Schleswig-Holsteiner . Dieser hatte es auf einer Auktion erstanden und vermutete , daß es von einem General Wolf ( seinerzeit in dänischem Dienst ) verfaßt bzw. gezeichnet worden sei . 66 Neben dem mächtigen Zinnsarge des Generalfeldwachtmeisters steht ein etwas kleinerer , im übrigen mit ziemlich denselben Emblemen reich verzierter Kupfersarg , in dem Otto Gottfried von Quast , ein Neffe des Generals , begraben liegt . Er fiel bei Fehrbellin . Die Inschrift des Sarges lautet : » Hier ruhet der hochedelgeborene Herr , Herr Otto Gottfried von Quast , churfürstlich brandenburgischer , unter des Herrn General Lüdekens Regiment bestallter Adjutant , auf Garz und Küdow Erbherr , geb . Anno 1656 am 23. März ; in dem mir der schwedischen Armee bei Fehrbellin am 18. Juni 1675 , gehaltenen Treffen tödtlich verwundet und am 22. ejusd . allhier in Spandau selig verstorben . « Auch dieser Sarg ward ursprünglich in der Nikolaikirche zu Spandau beigesetzt . Daher das » allhier in Spandau « 67 Von Rathenow stand 1732 und die folgenden Jahre als Leutnant beim Kronprinzlichen Regiment in Neu-Ruppin und war einer aus dem näheren Umgangskreise des Prinzen . Überhaupt werden wir im Verlauf des Aufsatzes sehen , daß der König überall alte Bekanntschaften erneuert und die fast ein halbes Jahrhundert zurückliegenden Ruppiner Tage wieder lebendig werden fühlt . 68 Bechlin liegt nur eine Viertelmeile von Ruppin und war oft der Schauplatz der ausgelassenen Späße , die zur » kronprinzlichen Zeit « beim Regiment im Schwange waren . – Ein noch bevorzugterer Ort war das unmittelbar vorher genannte Tramnitz ( vergl . weiterhin das gleichnamige Kapitel ) . 69 » Von hier an « , so bemerkt Fromme , » sprach der König meist mit dem Amtsrath Klausius und ich ( Fromme ) schreibe nur , was ich selbst noch 50 nebenbei gehört habe . « 70 Die Dame , die hier in so gewinnender Weise angeredet wird , war seine zweite Gemahlin , eine geborene Prinzessin von Kurland , mit der er sich , nach dem 1669 erfolgten Tode der Gräfin Brahe , im Jahre 1672 vermählt hatte . Diese zweite Gemahlin starb 1690 . Er vermählte sich dann 1692 zum dritten Mal und zwar mit Gräfin Sibylle von Leiningen . Diese überlebte ihn . 71 Der » Feldherr « , von dem der Brief hier spricht , war Karl Gustav Wrangel , der berühmte Wrangel aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges ; sein weiterhin in diesem Schreiben erwähnter jüngerer Bruder , der bei Fehrbellin kommandierte , war General Waldemar Wrangel . ( » Henning « , von dem der Brief spricht , ist natürlich Oberst Henning von Treffenfeld und » Lüttique « General Lüdicke . ) 72 Dies Gedicht , aus dem wir auch noch weiterhin einige Strophen zitieren werden , ist bei allem Steifen und Prosaischen , das dem Alexandriner , und speziell den Alexandrinern eines Hofpoeten anhaftet , doch merkwürdig gut und hat Stellen – wenn auch nicht gerade die im Text zunächst folgende – um die mancher moderne Poet den Herrn von Besser beneiden könnte . 73 An solchen Stellen ist das Bessersche Gedicht reich , indem es den biographisch-erzählenden Teil beständig mit Urteilen begleitet , die , wenn auch panegyrisch und höfisch , nichtsdestoweniger den Eindruck des Überzeugungsvollen machen . Einige dieser Sentenzen , wie ich nur wiederholen kann , sind nicht ohne Feinheit . So beispielsweise : Du bist den Ketten gleich in wohlbestellten Uhren , Durch die , von innen her , die Feder Alles treibt , Man sieht nicht ihren Gang , doch zeigen ihre Spuren , Daß jedes Rad durch sie in seiner Ordnung bleibt . Und an anderer Stelle : Und hierzu seh ' n wir noch Dein emsiges Bemühen , Den Mut und den Bestand , den keine Not bewegt , Dein Kranich ist ein Bild deß was Du kannst vollziehen , Der stehend einen Stein in Deinem Wappen trägt . 74 Das Altarblatt der Wusterhausener Kirche ist ein Bild aus verhältnismäßig neuerer Zeit ( etwa 1770 ) und rührt von Bernhard Rode her , den man in so vielen unserer märkischen Kirchen , namentlich in der Berliner Marien- und noch besser in der Garnisonkirche studieren kann . Dies große Wusterhausener Blatt stellt die Begegnung Christi mit Thomas dar , der , nachdem er seine Finger in die Nägelmale gelegt , in die Worte ausbricht » Mein Herr und mein Gott . « – Bernhard Rode war ein sogenannter Schnellmacher und die Mängel aller seiner Arbeiten sind evident , in einem aber grenzt er an die wirklichen Meister : er besaß eine völlig selbständige Vortragsweise , so charakteristisch , daß es selbst dem Laien leicht wird , seine Bilder auf zwanzig Schritt als Rodesche Bilder zu erkennen . 75 Die Stadt Abensberg , nach der sich die Grafen von Abensberg nannten , liegt in Niederbayern und zeigt auf ihrer epheuumrankten Ringmauer noch einige jener vierzig Türme , von denen , der Sage nach , acht viereckige Türme zur Erinnerung an die acht Töchter und zweiunddreißig Rundtürme zur Erinnerung an die zweiunddreißig Söhne des Grafen erbaut wurden . So viel über die Ringmauer . In der Kirche zu Abensberg existiert noch das Bild , das das Erscheinen des alten Grafen mit seinen zweiunddreißig Söhnen vor dem Kaiser darstellt . Von diesem interessanten Gemälde befinden sich zwei Kopien in der Mark , die eine im Schloß Meyenburg ( Priegnitz ) bei dem Senior der Familie von Rohr , die andere in Wolletz ( Uckermark ) bei dem Landschaftsrat Theobald von Rohr . ( Letzterer besitzt auch eine Kopie des Altarbildes im Kloster Rohr , von dem ich weiter oben im Text erzähle . ) 76 Im Schloßpark zu Brunn , unter dunklen Tannen und fast am Rande eines stillen Weihers , erhebt sich ein schönes , von Drakes Hand herrührendes Monument , das dem Obersten von Romberg und seinem