dazu die Kinder beider . Unter den Töchtern befand sich Katharina von Oppen , später die Gattin Ditlofs von Barfus auf Möglin und Reichenow , des berühmten Reiterobersten und Großvaters des Feldmarschalls Johann Albrecht von Barfus . Eine andere Tochter vermählte sich mit Herrn von der Gröben auf Meseberg , welcher letzterer das Kossenblatter Familienbild aus Pietät gegen seinen Schwiegervater kopieren ließ . « 59 Die Adjutanten des Prinzen Heinrich , soweit ich es in Erfahrung bringen konnte , waren seit Beginn des Siebenjährigen Krieges die folgenden : Graf Henkel ( 1757 und 1758 ) ; Graf Kalkreuth in der zweiten Hälfte des Krieges ; nach dem Kriege : Kaphengst , Tauenzien , La Roche-Aymon . 60 Kirchner hebt auf Seite 30 seines obengenannten Buches hervor , daß ein Teil dieser Bronzen sehr wahrscheinlich von Künstlern und Handwerksmeistern herrühre , die , ursprünglich griechisch oder römisch , sich in Deutschland niedergelassen hatten . Dies hat viel für sich . Dergleichen geschah zu allen Zeiten , in alten und neuen . Anfang des vorigen Jahrhunderts kam Antoine Pesne von Paris nach Potsdam und begann die Schlösser mit ausgezeichneten Bildern zu füllen . Nichtsdestoweniger würde es grundfalsch sein , den Kunst- und Kulturgrad des damaligen Preußens nach Pesne bemessen zu wollen . Alles was er schuf , war , trotz der leiblichen Anwesenheit des Meisters in unserem Lande , doch immer nur eine importierte Kunst . Unserer wirklichen Kunststufe entsprach damals Leygebe , der Riesengrenadiere und Jagdhunde malte . 61 Die » Doctors « , die hier tätig waren , waren drei an der Zahl : zunächst Dr. Feldmann aus Ruppin , dann Cothenius , der Leibarzt des Königs , schließlich Geh . Rat Dr. Mutzel aus Berlin . 62 Diese Jahreszahl ist wahrscheinlich die richtige . Zwar wird im allgemeinen das Erscheinen der Schweden ( die am 15. Juli 1630 auf dem Ruden in Pommern gelandet waren ) in der Kur- und Mittelmark erst in den Sommer 1631 also ein Jahr später gesetzt , die Spezialgeschichte der Grafschaft Ruppin spricht aber mit aller Bestimmtheit » von 2000 Mann schwedischer Kavallerie die sich , nebst einem ansehnlichen Korps Infanterie , im August 1630 des Ruppiner Landes bemächtigt hätten . « In voller Übereinstimmung damit fügen die handschriftlichen Notizen über unseren Albrecht Christoph hinzu , » daß sich die schwedischen Truppen während der Wintermonate wieder nach Pommern hin zurückzogen . « Das Widersprechende der Angaben erklärt sich vielleicht so , daß Ruppin und Uckermark damals noch eine Art Grenzlandcharakter hatten und nicht voll und ganz zur eigentlichen Mark gehörig angesehen wurden . Namentlich Ruppin war noch mehr oder weniger ein Land für sich . 63 Die Reiterregimenter , die in dieser Schlacht brandenburgischerseits mitfochten , waren folgende : 1. Die Trabantengarde unter Oberstleutnant Wilmersdorf , 2. Leibregiment unter dem Obersten von Canitz , 3. Regiment des Feldmarschalls Grafen Waldeck , 4. Fürst von Croys Regiment , 5. Regiment des Generals Derfflinger , 6. Regiment des Oberst von Pfuel , 7. Regiment des Generals von Kannenberg , 8. Regiment des Generalmajors von Görtzke , 9. Regiment des Oberst von Sparr , 10. Regiment des Oberst Goseff , 11. Oberst Wallenrodts Regiment und 12. Regiment des Oberst von Quast . Jedes Regiment war 6 Kompanien zu 110 Pferde stark . 64 Kurfürst Friedrich Wilhelm , damals achtunddreißig Jahre alt , hatte 16000 Mann Brandenburger bei Wittstock zusammengezogen ; – von der Artillerie 38 Geschütze . Die einzelnen Abteilungen des Heeres wurden von Otto Christoph von Sparr , Derfflinger , Hans Jürgen von Anhalt-Dessau ( Vater des alten Dessauers ) , Joachim Rüdiger von der Goltze , Georg Adam von Pfuel und Albrecht Christoph von Quast befehligt . Aus welchen Regimentern diese Truppen bestanden , läßt sich leider nicht mit Bestimmtheit sagen . Es gab überhaupt damals keine Regimenter in unserem Sinne . Es gab Festungsgarnisonen aus diesen Garnisonen wurden einzelne Kompanien genommen , andere Kompanien aus anderen Garnisonen hinzugetan , und auf diese Weise Regimenter gebildet , die nun den Namen ihres jeweiligen Führers annahmen . So konnte es kommen , daß dieselben zwei Kompanien , die in einem Jahre im Regiment Quast oder Pfuel gefochten hatten , im nächsten Jahre zum Regiment Dessau oder Dohna gehörten . – Zu den 16000 Brandenburgern stießen 11000 Kaiserliche unter Montecuculi und 5000 Polen unter General Zarnecki , die sich aber schließlich als bloße Plünderbande erwiesen . Im ganzen 32000 Mann . Dänische Abteilungen erschienen erst im Laufe des Krieges . 65 Dieser Schlachtenatlas ( kein gedrucktes , sondern ein mit Wasserfarben und Frakturschrift sauber ausgeführtes Werk ) führt den Titel : » Ein Buch aller der führnehmsten Bataillen und Campementen , so in diesem Säculo und zwar von 1620 bis 1693 von Jahren zu Jahren seind gehalten worden . « Das neununddreißigste Blatt enthält die Aufstellung beider Armeen in der Schlacht bei Nyborg . Halte ich alles zusammen , was ich in Pufendorf , Orlich und in zwei Aufsätzen von Professor Dr. Stuhr ( Allgemeines Archiv für die Geschichtskunde des Preußischen Staats . Berlin , Mittler . 1831 ) und von Hofrat L. Schneider ( Soldatenfreund . Septemberheft 1864 ) gelesen habe , so komm ich immer wieder zu der Ansicht , daß der alte Schlachtenatlas wahrscheinlich mehr recht hat als irgendeine andere Beschreibung . Unter den verschiedenen Punkten , worin derselbe von den Angaben der Historiker abweicht , ist der eine für uns von Belang , wonach Generalmajor von Quast – wie oben im Text des näheren angeführt werden wird – auf dem rechten Flügel keine brandenburgischen , sondern kaiserliche Reiterregimenter , Dänen und Polen , unter seinem Kommando hatte . Der Atlas gibt die Namen der Regimenter genau an , und dies Vertrautsein mit den Details spricht dafür , daß der Verfasser überhaupt Bescheid wußte . Das » so in diesem Säculo « scheint darauf hinzudeuten , daß der Atlas noch vor 1700 angefertigt wurde . Dem entspricht auch das Gesamtansehen . Das interessante Werk ist jetzt Eigentum des Geh . Rat von Quast auf