gefolgt vom Hauptmann von Bismarck . Sie fanden den sterbenden Kameraden und trugen ihn nach Le Rouvray zurück . Jetzt vermißte Bismarck seinen Säbel , den er zwischen den Toten hatte liegen lassen . Das ging nicht ; also nochmals zurück . Mit einer leichten Schußwunde kam er davon ; seinen Säbel hatte er wieder . 50 So verhältnismäßig gering die Verluste des Regiments an diesem Entscheidungstage waren , so groß waren sie in den kleineren , jetzt halbvergessenen Kämpfen , die noch folgten . Am 29. Juni traf man in der Nähe von Paris ein ; am 2. Juli hatten unsere Musketierbataillone die Gefechte bei Sèvres und Issy . Dieselben kosteten uns 9 Offiziere und 322 Mann , jedes dieser Gefechte mehr , als Waterloo gefordert hatte . 51 Oberstleutnant Schrötter ward auf dem Iserlohner Kirchhof beigesetzt . In der Garnisonkirche zu Prenzlau ist ihm seitens der Kreisstände der Uckermark eine marmorne Gedächtnistafel errichtet worden . Für sein brillantes Verhalten in Dresden war ihm ein Regiment zugedacht ; die Ernennung , als sie in Iserlohn eintraf , fand ihn bereits tot . 52 Das Gefecht bei Kuppenheim stand eine Zeitlang nicht allzu günstig für uns . Die badenschen Truppen , auch einige Freischärlerabteilungen , schlugen sich gut , dazu war Mieroslawskis Begabung unzweifelhaft . Unsere neunundvierziger Kriegführung ist überhaupt mannigfach getadelt worden und vielleicht nicht ganz mit Unrecht . Aber die Schwierigkeiten waren groß , und über alles genialisch Feldherrliche hinaus wurden die Gemüter damals von der Frage beherrscht : » Wie nah sind wir den badisch-militärischen Zuständen , oder wie weitab von ihnen ? « Die Treue bedeutete alles , die Strategie wenig . Das will erwogen sein . 53 Ausführlicheres über die Vierundzwanziger bei Vionville und Le Mans gibt 1. das Generalstabswerk , 2. von der Goltz Kämpfe der 2. Armee vor Le Mans und 3. Woermann und Becher Fortsetzung der Geschichte des Infanterie-Regiments Nr. 24. 54 Im Widerspruch hiermit steht allerdings , daß Prinz Heinrich im Jahre 1745 seine Mutter , die verwitwete Königin Sophie Dorothea , hier in Rheinsberg empfing . Pöllnitz gibt davon eine sehr eingehende Beschreibung . Vielleicht aber hatte sich der Prinz eigens und auf kurze Zeit nur nach Rheinsberg begeben , um seine Mutter daselbst empfangen zu können . 55 Der Kopf des Prinzen auf diesem Bilde ist Porträt . Es existieren im Ruppinschen außerdem noch vier Bildnisse des Prinzen Heinrich : 1. Im Besitz der Frau von Kaphengst in Ruppin . Von Pesne gemalt . 2. Im Besitz des Grafen Zieten-Schwerin auf Wustrau . Von Frau Teerbusch . 3. Im Besitz des Herrn Gentz in Ruppin . Ein Pastellbild ( befindet sich im » Tempel « ) . 4. Eine Büste ; ebendaselbst . Ein anderes sehr gutes Bild des Prinzen – mit Tigerfellaufschlägen an der Uniform und einer Terreinkarte von Freiberg auf dem nebenstehenden Tisch – befindet sich im Schloß zu Tamsel . 56 Die Geschichte Winterfeldts , speziell mit Rücksicht auf den hier in Rede stehenden Punkt , muß erst noch geschrieben werden . So viel wird sich aber schon heute sagen lassen dürfen , daß die tiefe Abneigung , die , gemeinschaftlich mit einigen Generalen , die königlichen Prinzen gegen v. W. unterhielten , eine vollkommen berechtigte war . Aber die Schuld trifft den König , nicht Winterfeldt . Hätte sich der König entschließen können , diesem seinen Vertrauensmanne bei bestimmten Gelegenheiten eine großes Kommando zu geben , so würde Winterfeldt in dieser seiner Kommandostelle das Recht gehabt haben , zu recherchieren und inspizieren , zu tadeln , zu strafen und zu verklagen . Aber ein solches höheres Kommando ward ihm nie gegeben , er kam immer nur , » um im höchsten Auftrage nachzusehen und zu berichtigen « , und das mußte notwendig zu bitterster Feindschaft aller davon Betroffenen führen . 57 » Die Bibliothek des Prinzen « , schreibt Heinrich von Bülow , » war sehr ansehnlich . Er besaß auch ein Exemplar der Bibel , aber er las nur darin , wie man sich in einem Prozeß um die Akten der Gegenpartei kümmert . « 58 Die alte , äußerlich sehr unscheinbare Kirche zu Meseberg ist in ihrer Art nicht minder interessant als das Schloß . Grabsteine der Gröbens liegen im Kirchenschiff , und Denkmäler der verschiedensten Art , aber alle der eben genannten Familie zugehörig , zieren die Wände hinter und neben dem Altar . Rechts hängt ein großes , auch um seines künstlerischen Gehaltes willen sehr bemerkenswertes Familienbild aus dem Jahre 1588 , von dem ich vermuten möchte , daß es von einem Schüler des Lucas Cranach herrühre , wenigstens erinnert vieles an diesen Meister . Das Bild ist sehr groß , etwa 12 bis 14 Fuß lang und 10 Fuß hoch und stellt Ludwig von der Gröben und seine Gemahlin ( eine geborene Anna von Oppen ) samt ihren siebzehn Kindern dar , dreizehn Knaben links und vier Mädchen rechts . Einige Köpfe sind höchst ansprechend . Eltern und Kinder knien in einer Art Kirchenhalle und über ihnen , wie Schildereien , die in dieser Halle aufgehängt wurden , befinden sich die Darstellungen des Sündenfalls und der Auferstehung . Ein Anbau der Kirche zu Meseberg enthält das Grabgewölbe des obengenannten Grafen Hermann von Wartensleben . Er , seine Frau und zwei Kinder sind darin beigesetzt . Graf von Wartensleben war Oberst über ein Regiment zu Pferde und starb 1764 oder 1765 . Seine Erben besaßen das Gut bis 1774 . Ein ebensolches Bild , nur in Kleinigkeiten abweichend , befindet sich in der Kirche zu Kossenblatt . Ich hielt dies Kossenblatter Bild anfänglich für eine Kopie des Meseberger , schließe mich aber nachträglich der Ansicht des mit allen einschlägigen Verhältnissen sehr vertrauten Generals von Barfus an , der mir darüber schrieb : » Ich muß meinerseits das Bild in der Kirche zu Kossenblatt nach wie vor für das Original halten . Es stellt vor : George von Oppen , Kurbrandenburgischen Oberkämmerer , und seine Gemahlin , eine geborene von Maltitz ,