, Regiment Braunschweig und Reste des Regiments Winning . Alle diese Truppen , neben anderen ( vgl. weiterhin ) kapitulierten eine Woche später bei Prenzlau . General von Tschammer hatte bis zuletzt sich Umsicht und Entschlossenheit gewahrt . 1800 oder 1801 , bei seiner Ernennung zum General , wurde er Chef des altmärkischen Regiments Nr. 27 , Garnison Stendal und Gardelegen , das nun Regiment von Tschammer hieß . Von Tschammer selbst starb 1809 als Kommandant des Berliner Invalidenbataillons . 42 Aller Wahrscheinlichkeit nach gehörte das Regiment Prinz Ferdinand um diese Zeit zu den Regimentern von » feinerem Ton und literarischen Allüren « . Dazu wirkte mit , daß ein königlicher Prinz der Chef und ein anderer der Nachbar des Regiments war . Prinz Ferdinand , wie schon an anderer Stelle hervorgehoben , bewohnte wenigstens zeitweise sein Ruppiner Palais , und Prinz Heinrich zog die Offiziere des Regiments mannigfach in seinen Rheinsberger Kreis . Namentlich das letztere hatte großen Einfluß , denn Prinz Heinrich , wenn ' s ihm paßte , liberalisierte auch . 43 Der alte berühmte Prinz Heinrich , der in Rheinsberg lebte , war bereits 1802 gestorben . Von den Brüdern des großen Königs lebte nur noch der jüngste : Prinz Ferdinand , der Chef unseres Regiments . Oberst Prinz Heinrich , von dem wir oben im Text berichten , war ein jüngerer Bruder Friedrich Wilhelms III. und verbrachte nach Beendigung der Napoleonischen Kriege den größten Teil seines Lebens in Italien . Er starb zu Rom 1846 . – Der weiterhin genannte Prinz August war ein Sohn des Prinzen Ferdinand und Bruder des bei Saalfeld gebliebenen Prinzen Louis Ferdinand . Prinz August , der 1813 im Kleistschen Korps eine Brigade führte , wurde später der Reorganisator der preußischen Artillerie . 44 Die beiden Grenadierkompanien des Regiments nahmen ihre Richtung auf Erfurt . Dort haben sie wahrscheinlich am 16. Oktober schon mitkapituliert . 45 Bei diesem Vorbrechen unserer beiden Bataillone litten dieselben außerordentlich durch Gewehrfeuer , das sie von links her empfingen . Am Fuße des Abhangs , hart an der wütenden Neiße und durch Buschwerk dem Blicke nahezu entzogen , steckten feindliche Tirailleurs . Gegen diese warf sich aus eigenem Antriebe Leutnant von Gaza mit dem 4. und 5. Zuge seines 3. Bataillons , vertrieb sie und setzte sich seinerseits in den Büschen fest . Hier befand er sich nun , mehr auf ebendem Terrain , auf dem eine Stunde später die Reiterschlacht hin und her wogte . Erst von preußischer Kavallerie niedergeritten , sah er sich plötzlich mit seinen Leuten unter den Säbeln siegreich vordringender französischer Husaren . Er suchte die Hiebe zu parieren , bis endlich ein derberer Hieb , der durch die Kette und den Adler des Tschakos ging , ihm diesen vom Kopfe schlug . Drei Hiebe auf den Kopf und einer in den Arm folgten augenblicklich . Leutnant von Gaza mußte sich gefangen geben und bald darauf sehen , wie die Franzosen , in deren Händen er war , mehrere Gefangene mit Pistolen , die sie des Regens wegen bisher unter dem Dolman verborgen hatten , niederschossen . Schon glaubte er diesem Schicksale glücklich entgangen zu sein , als plötzlich ein einzelner zurückgebliebener Husar zu Fuß auf ihn zulief , und in gebrochenem Deutsch fluchend , ihn mit der Pistole durch den Hals schoß . Leutnant von Gaza fiel wie tot nieder , kam aber wieder zu sich , als beim allgemeinen Vorrücken preußische Kameraden ihn an dieser Stelle fanden . Die Schußwunde durch den Hals war in fünf Wochen heil , die Hiebwunden dagegen waren noch offen , als Leutnant von Gaza am 1. Dezember mit Ersatzmannschaften , von Breslau aus , der Armee folgte . 46 Diese vier Beschreibungen sind : 1. der ziemlich detaillierte Text zum Schlachtenatlas . 2. Eine Beschreibung , die auf dem Schlachtfelde verkauft wird ( natürlich Abdruck irgendeiner offiziellen Relation ) . 3. Droysens Schilderung im » Leben Yorks « und 4. Zychlinskis Schilderung in Geschichte des 24. Infanterieregiments . 47 Die Johnstons sind Schotten . Es mag dabei die Bemerkung Platz finden , daß wir eine verhältnismäßig große Zahl berühmter schottischer Namen in unserem Offizierkorps hatten und haben . Obenan steht Feldmarschall Keith . Zur Zeit befinden sich acht Douglas , sechs Gordons , sechs Johnstons , vier Winsloes , drei Macleans und außerdem verschiedene Leslies und Hamiltons , auch Campbell , Bothwell und Buttler in der Armee . Wahrscheinlich ist die Reihe der schottischen Namen hiermit nicht erschöpft . 48 Um diese Zeit fanden innerhalb des Yorkschen Korps überhaupt Neuformationen statt , die großenteils durch die voraufgegangenen schweren Verluste bedingt waren . Auch die 8. Brigade , und innerhalb derselben unser Regiment , wurde von diesem Wechsel der Dinge betroffen . Unser 1. Bataillon , mit dem Füsilierbataillon des Brandenburgischen Infanterieregiments kombiniert , kam unter dem Befehl des Majors von Borcke , das 2. und 3. Bataillon ( ebenfalls kombiniert ) unter das Kommando des Majors von Blücher . Wir begegnen deshalb in der Folge , und zwar bis zur Einnahme von Paris am 30. März 1814 , immer nur den Bezeichnungen : Bataillon von Borcke und Bataillon von Blücher . Von den vier Stabsoffizieren , die das Regiment bei seiner Gründung ( vergl . S. 209 ) gehabt hatte , waren zwei tot , zwei schwer verwundet : Major von der Goltz an der Katzbach , Major von Zepelin bei Hochkirch ( 4. September ) gefallen ; Major von Laurens bei Möckern , Major von Herrmann beim Rheinübergang durch Sturz vom Pferde blessiert . 49 Bei dem Zurückgehen des Bataillons war Unteroffizier Saame , ein ausgezeichneter Soldat , schwer verwundet liegen geblieben . Man meldete dem Hauptmann von Rathenow , der ihn ganz besonders schätzte , Saame habe nach seinem Kapitän gerufen und hinzugesetzt : der werde schon sorgen , daß er nicht in Feindes Hand falle oder verblute . » Freiwillige vor ! « rief Rathenow . Keiner meldete sich . Da eilte Rathenow selbst auf den Kampfplatz zurück , alsbald