sie . » Dös geht di nix o ! I schliaf in mein Haus net umanand wia ' r a Diab . « Er war schon bei der Türe und öffnete sie . » Tua mir a paar Zündhölzeln her ! « Sie gab ihm eine Schachtel und sagte schmeichelnd : » Sagst d ' mir na koa pfüad Good ? « » Guat Nacht jetz , und laß mi geh ' ! « Er strich ein Zündholz an und ging laut durch den Gang und fest über die Stiege , daß jede Stufe knarrte . Eine helle Wut war in ihm . Das sollte die Ursula erst noch sehen , ob er sündhaft und demütig wegschliche ! Er schlug seine Tür zu und zog sich aus und schmiß sich ins Bett . Wenn es eine Dummheit war , dann war es eine Dummheit , und fertig ! Die Ursula hörte ihn gut , und sie mochte es seinen Schritten anmerken , daß er nicht reumütig und sanft gestimmt war . Sie unterdrückte ihren Wunsch , ihm etwas nachzurufen , und hörte vor Staunen auf zu weinen . » Da schaug her ! « brummte sie . » Der schamt si gar it amal ! « Siebentes Kapitel Und wenn der Schormayer noch nie gemerkt hatte , wie dick eines Menschen Kopf sein kann , dann wußte er es an diesem Morgen , der seinem abenteuerreichen Tage folgte . Er legte sich das Erlebnis mit der Creszentia Gneidl zurecht und fragte sich , was nun geschehen müsse . Und eigentlich erschien ihm die Lösung einfach und selbstverständlich . Das Mensch mußte weg vom Hofe . Kein zärtlicher Nachgeschmack zwang ihn , das Mädchen in Gedanken höflicher zu benennen oder um sein ferneres Wohlergehen besorgt zu sein ; und sein tüchtiger Verstand verhielt sich durchaus ablehnend gegen die Vorstellung , daß ihn an der Verfehlung gegen die Reinlichkeit des Hauses auch ein Teil von Schuld treffe . Wieso auch ? Wenn die Zenzi nicht gewollt hätte , wäre ihr nichts geschehen . Und man konnte die Sache anschauen , wie man wollte : jedenfalls ging es nicht , daß er eine Manklerei mit einem Dienstboten hatte , von der seine Kinder wußten , und die auch bald genug in der Gemeinde bekannt würde . Denn seine Tochter könnte schon das Maul nicht halten und müßte ihren Verdruß bei der ersten Gelegenheit einer Nachbarin anvertrauen . So viel weiß zuletzt jeder von den Weibsbildern . Und war die Geschichte einmal aus dem Hause , dann kroch sie durch alle Schlüssellöcher . Wenn dahingegen die Zenzi im Frieden abzog , dann konnte er seiner Ursula kräftig vorstellen , daß über geschehene Dummheiten nicht gut reden sei . » So wer i ' s macha « , sagte der Schormayer und war zufrieden mit sich und dem gehabten Vergnügen . Denn ein teufelsmäßig sauberer Brocken war das Weibsbild , ein ordentliches Trumm und recht nach seinem Gusto . Er schmunzelte und wollte gerade die Füße aus dem warmen Bett stecken , um aufzustehen , als er durch die Wand den Lärm von kreischenden Stimmen und klapperndem Geschirr hörte . » Oha ! San s ' scho überanand , de zwoa ? De Lall ' n hätt ja net wart ' n kinna ! « Er meinte seine Tochter und zog die Füße zurück . Denn mitten ins Gewitter hinein wollte er nicht geraden , und seine kluge Meinung war am Ende besser an die Frauenzimmer zu bringen , wenn sie sich ausgeplärrt hätten . Und dazu hatte es gute Aussicht ; die Töne gingen schneidig in die Höhe und klangen messerscharf in der Fistel . Dann schepperte aber ein irdener Topf , der in tausend Scherben zerschmissen sein mußte , und ein gellender Schrei folgte nach . » Dös werd ja guat ! « sagte der Schormayer , und da lärmte die Ursula schon in die Stube und klopfte mit ungestümer Faust an seine Türe . » Bal ' s d ' net auf da Stell außakimmst , Vata , geh ' n i auf und davo ! « » Was machst d ' denn für an Krach , du Herrgottsaggerament ? « » I bleib nimma in dem Schandhaus herin , und koa Minut ' n bleib ' i mehr ... « » Du gehst in dei Kuch ' l und wartst , bis i kimm ... « - » Aba glei ! « » Dei Mäu halt , sag i ! Und dös Schandhaus zoag i dir na scho , du Moll ' n , du ! « Da er mit der Lederhose im Bett gelegen war , mußte der Schormayer nur in die Pantoffel schliefen und war schnell in der Küche . Hinterm Herde stand unordentlich gekämmt die Ursula ; ihre Stirne war in viele Falten gezogen , und ihre Augen flackerten ; auf dem Boden lagen die Scherben einiger Töpfe , und der blecherne Milchkübel zeigte eine große Dulle , und daneben war reichlich Milch verschüttet . » Was is ? « fragte der Bauer . » Ja , was is ? I tat no frag ' n , wann i du waar ! De Loas , de miserablige , kimmt da ganz frech eina , und wia ' r i ihr sag , daß s ' auf da Stell packa soll , lacht s ' no ganz frech ; und du bischt da it Herr , sagt sie , und dös müass ' n mi erst sehg ' n , was da Baua tuat , hat sie g ' sagt . Und was ? sag i ; sehg ' n willst du was , sag i , dös sell ko ' st d ' sehg ' n , hab i g ' sagt , daß i dir oane nei ' hau , hab i g ' sagt , du Hadern , du Schlampen , du ausg ' schamta , sag i , du ... « » Laß di no