sie hätten . Aber da redete das Mädchen auf und sagte , ein Glas Wein zu trinken sei ihm recht gewesen , aber essen möge es nicht , sein Vater werde bald kommen und es abholen , sie hätten weit heim . Resli gebärdete sich aber auch als einer , der wußte , wer er war , und sagte der Stubenmagd , sie hätte gehört , was er befohlen , und dem Meitschi sagte er , es soll sich doch nicht eigelich machen , auf ein paar Batzen mehr oder weniger komme es ihm nicht an , und wenn der Vater käme , so sei immer jemand , der esse , was gekochet sei . Wenn es ihm aber recht sei , so wollten sie noch ein paar mit einander haben , bis das Essen komme ; er hätte noch kein Meitschi angetroffen , mit dem sich ihm das Tanzen besser geschickt . Das Meitschi sagte nicht ab , und nun tanzten sie wieder , daß man ihnen die Herzenslust von weitem ansah und Die Kunde bis in die Küche drang , es tanzten Zwei oben ganz bsunderbar , man hätte noch nie so was gesehen , und ein Kuchimutz nach dem andern streckte mit zurückgehaltenem Kuchischurz seine schwarz angeloffene Nase neben dem Türpfosten durch in den Saal . Noch zwei Tänze tanzten sie , nachdem das Stubenmeitli das Essen auf den Tisch gestellt und ihnen immer gewunken , von wegen weil es kalte . Aber es war Resli , als könne er das Meitschi nicht aus dem Arm lassen , und wenn er es lasse so entschwinde es ihm und er sehe es nie wieder . Endlich führte er es doch zum Tische , und das Meitschi ließ sich führen ; freilich sagte es , es sei unverschämt und es wolle seinen Teil bezahlen , es täte es nicht anders . Es sei nicht da hinaufgekommen , um zu schmarotzen , aber der Vater hätte eine Verrichtung gehabt und es unten Langeweile , darum habe es dem Tanz zusehen wollen , damit die Zeit fürgehe . Daß es selbst hätte tanzen können , sei ihm viel zu gut gegangen , und darum wolle es ihn jetzt nicht noch in Kösten bringen . Vom Geiger wolle es nichts sagen , aber an der Ürti zahle es seinen Teil ; wenn er das Geld nicht zu scheuen brauche , so sei es denn nicht , daß andere Leute nicht auch welches hätten und es brauchen dürften . Es nahm Resli wunder , wer das Meitschi sei , und das Meitschi , wer Resli sei , und sie schlugen Beide auf den Stauden herum ; aber ein jedes wollte erst hören , wer das Andere sei und ob die Bekanntschaft zulässig sei , ehe es herausrücke aus seinem Inkognito . So gelang Keinem sein Vorhaben . Es dünkte Resli wunderlich , daß das Meitschi nicht war wie andere Meitschi . Er hatte nach der Verrichtung des Vaters gefragt und hatte vernommen , er suche Holz um etwas zu bauen . Er hatte gefragt , ob das Haus ihnen zu klein sei . Jetzt hätte das Mädchen Gelegenheit gehabt , aufzuzählen , wieviel Jucharten Land sie hätten und wieviel Garben sie machten und wieviel Klafter Heu sie alle Jahre dem Küher gäben . Aber von diesem allem vernahm er nichts , sondern bloß , daß das Haus ihnen gar unkommod sei und der Stall sehr bös . Es wollte ihm nichts rühmen , wie er es auch darauf anlegte , nicht einmal wieviel Schweine sie hätten , vernahm er . Darum vernahm das Mädchen auch nichts . Er rühmte sonst gerne ihre schönen Rosse , wie manches sie hätten und wieviel sie für jedes hätten lösen können , aber jetzt hätte er es bei Leib und Leben nicht sagen können , wie oft das Meitschi ihm auch Gelegenheit dazu gab . Es kam ihm vor , als ob das Rühmen ihn in den Augen des Meitschis heruntersetzen würde und daß der am meisten sich rühme , der den Ruhm am meisten nötig hätte . Während sie so mit einander worteten und Keines sich verraten wollte , kam das Stubenmeitli mit der Nachricht , der Vater sei unten und lasse befehlen , daß es alsobald hinunterkomme . » Sage ihm , ich komme gleich « , sagte das Meitschi , stund aber nicht auf , machte mit Resli Gesundheit , wortete wieder , und bald wars , als ob des Vaters Bescheid vergessen wäre . Da kam das Stubenmeitli noch einmal und sagte : Der Vater lasse befehlen , daß seine Tochter auf der Stelle kommen solle , sonst fahre er alleine , man könne die Rosse nicht einen ganzen halben Tag an den Bäumen stehen lassen . » Laß du ihn fahren « , sagte Resli , » ich begleite dich dann heim , wenn du nichts darwider hast . « Da ward das Mädchen rot und sagte : » Nein , das will ich jetzt nicht , aber dankeigist , und behüte dich Gott « , und somit gab es Resli die Hand . Resli nahm sie und wollte noch etwas sagen , und das Meitschi wartete darauf . Aber das rechte Wort kam Resli nicht . Da stürzte die Magd hinein und rief : » Gschwind , gschwind , dr Alt ist scho ufghocket ! « » Adie wohl « , rief das Mädchen und riß sich los . » Wart doch , los doch « , rief Resli , aber das Mädchen war schon auf der Treppe und frug auf derselben im Fluge das Stubenmeitli : » Was ist das für e Bursch ? « » Ich weiß es nicht « , sagte dasselbe , » ich kenne ihn nicht , er ist noch nie dagewesen . « Da ging stille das Mädchen aufs Wägeli , stille hörte es die Vorwürfe des Vaters , stille fuhr es mit ihm dahin ; es war ihm , als fahre derselbe mit ihm