von B. Rode ) in der Garnisonkirche zu Berlin befindet . Die Komposition auch dieses Bildes ist Dutzendarbeit und trotz der Prätension , geistvoll sein zu wollen , eigentlich ohne Geist . Auch hier ein bequemes Operieren mit traditionellen Mittelchen und Arrangements . Eine Urne mit dem Reliefbilde Zietens in Front derselben , am Boden ein Löwe , der ziemlich friedlich in einer Zietenschen Husarentigerdecke drin steckt wie ein Kater in einem Damenmuff ; außerdem eine hohe Frauengestalt , die einen Sternenkranz auf die Urne drückt , – das ist alles . Das Reliefporträt ist schlecht , nicht einmal ähnlich , aber die Urania oder Polyhymnia , die ihm den Sternenkranz bringt , ist in Zeichnung und Farbe um ein wesentliches besser , als gemeinhin Rodesche Figuren ( er war ein Meister im Verzeichnen ) zu sein pflegen . 4 Friedrich Christian Emil von Zieten , dessen schon Seite 15 und 16 kurz Erwähnung geschah , war der einzige Sohn Hans Joachims aus seiner zweiten Ehe mit Hedwig Elisabeth Albertine von Platen . Dieser letzte Zieten aus der Wustrauer Linie wurde den 6. Oktober 1765 geboren und starb am 29. Juni 1854 . Er war Rittmeister , Landrat des Ruppiner Kreises , und Ritter des Schwarzen Adlerordens . Wurde gegraft am 15 Oktober 1840 . ( Aus Hans Joachims erster Ehe mit Leopoldine Judith von Jürgaß war eine Tochter geboren worden , die sich später mit einem Jürgaß auf Ganzer verheiratete . Vgl. das Kapitel Ganzer . ) 5 Der alte Feldmarschall von dem Knesebeck hat eine ziemliche Anzahl von Gedichten hinterlassen . Eins der seinerzeit populärsten ist das vorstehende . Es stammt aus den Leutnantstagen in Halberstadt ( 1792 ) . 6 Ein solches von Schinkel herrührendes Grabdenkmals- oder Mausoleumsbildchen besitze ich ebenfalls . Vielleicht das einzige Blatt , was aus der Epoche von 1796 bis 1799 außer den Radenslebenschen Blättern noch existiert . Es stellt einen nach zwei Seiten hin von dunklen Baumpartien eingeschlossenen Bau dar . Nach links hin öffnet sich der Blick auf eine kleine Landschaft , die dem Beschauer zugekehrte Langseite des Mausoleums aber trägt die Inschrift : » Tranquillitati « und darunter ein sauber ausgeführtes Basrelief , Pluto und Proserpina , zu deren Füßen ein Bittender kniet . Es ist rechts in der Ecke mit » Schinkel 99 fecit « bezeichnet . Dies Bildchen ( neun Zoll breit , fünf Zoll hoch ) befand sich in Händen des Küsters in Darritz , eine halbe Meile von Kränzlin , dem es wahrscheinlich als sein Erinnerungsstück aus der Kränzliner Pfarre zugefallen war . Er hat es mir später überlassen . 7 Dies Lindow ist nicht das märkische Städtchen gleichen Namens , zwei Meilen östlich von Ruppin , dessen Klosterruinen bis diesen Tag höchst malerisch zwischen dem Wutz- und dem Gudelacksee liegen , sondern die Grafschaft Lindow in der Nähe von Zerbst . 8 Über der alten Gruft der Grafen zu Ruppin in der im vorigen Kapitel ausführlicher erwähnten Klosterkirche , standen folgende von der Hand der Mönche her rührende Reimzeilen : Hierunner is der edlen Herrn van Lindow Grafft Van Olders hefft se gewerket Godes Krafft Dorch oren ( ihren ) Veddern Broder Wichman , Want hy allererst huff ( hub ) dat Kloster an . Greve Ghenerd , de uns de Stede hefft gegeven Van synet und alle synes geslechte wegen , De is de erste , de syn Graff hie hefft ghekaren . Gott geve dat erer aller Sylen nimmer werden verlaren . 9 Diese » Kuhburg « existierte noch im Anfange des vorigen ( 18. ) Jahrhunderts ; später wurde sie abgetragen und ihr Mauerwerk bei Aufführung des Ruppiner Rathauses mit versandt . Solcher » Kuhburgen « ( d.h. Burgen oder Türme zum Schutz der Viehherden , besonders der Kühe ) gab es damals viele in der Mark und noch heute lassen sich einzelne derselben nachweisen . Sie sollten vor Gefahr schützen , aber vor allem sie rechtzeitig erkennen lassen . Deshalb lagen diese Warten in der Regel so hoch wie möglich ; am vorteilhaftesten war der » Lug ins Land « bei Gransee gelegen . ( Die zwei oder drei einzeln stehenden Türme , denen man noch jetzt auf dem Wege nach Rheinsberg begegnet und die gelegentlich auch wohl als solche » Warten « angesehen worden sind , sind aus verhältnismäßig neuer Zeit und dienten als Fanaltürme , als nächtliche Wegweiser , wenn Kronprinz Friedrich in raschem Ritt von Ruppin nach Rheinsberg zurückkehrte . ) 10 Alle Städte der Grafschaft : Ruppin , Gransee , Wusterhausen , Rheinsberg , waren außerordentlich fest . Was Ruppin angeht , so zogen sich dreifache Wälle – die an der Nordwestseite bis diese Stunde wohl erhalten sind und eine besondere Zierde der Stadt bilden – um die hohe Mauer herum , die von fünfundzwanzig Wachthäusern besetzt war . An Gewappneten war kein Mangel . Die Stadt hatte acht Hauptleute und neben einer Art Miliz auch noch eine Anzahl berittener Knechte , die mit Handbüchsen , Panzern , Kaskets und Seitengewehren bewaffnet waren . Die Bürger waren durchgängig zum Kriegsdienst verpflichtet und mit Armbrüsten , Spießen und Lanzen bewaffnet . Eigentliche Söldner oder Lanzknechte kommen vor 1520 in den Kämmereiregistern nicht vor . Die Kriegsgerätschaften werden ohne Ausnahme in Ruppin verfertigt . Die Stadt hatte ihren Schwertfeger oder » Armbostyrer « ( auch Harnswischer oder Harnsputzer genannt ) , ihren » Pulvermeker « , der das Büssen-Krut und Büssen-Lodt ( Pulver und Blei ) herzustellen hatte , endlich ihren Büchsenmeister , der die » groten und kleinen Büssen « ( Kanonen und Gewehre ) gießen und in Stand halten mußte . Zu jedem der fünfundzwanzig Wachthäuser gehörte eine » Büsse « oder auch zwei . Die Stadt konnte , nach einer mäßigen Berechnung , fünfhundert Gewappnete ins Feld stellen . Aber dennoch hören wir , historisch verbürgt , von keiner einzigen eingenommenen Burg . Nur die Tradition erzählt von einigen wenigen Fällen derart ( z.B. Kränzlin ) . 11 In einem Gutachten , das der Kurfürst eingefordert