, kochte , briet in ihrer Gegenwart ; seine Frau sah ganz bequem zu , und befahl nur zuweilen , was er dabei nicht vergessen sollte . In einer Stunde hatte er ein vollständiges Mahl bereitet : Lebersuppe , gekochte Leber , Leberbraten , es schmeckte den Hungrigen recht gut . Der Husar wurde mit zum Essen genötigt ; seine Kameraden fingen an , darüber zu reden , daß er nicht bei ihnen geblieben ; der Husar antwortete beleidigend und einer von jenen , die viel getrunken hatten , forderte ihn . Alles das verhandelte sich so heftig , wie es bei Soldaten geschieht ; unsre Gesellschaft , die einmal Partei für den jungen Mann genommen , war so besorgt um ihn , daß sie das Essen stehen ließ . Endlich sprach der Minister , bloß um den Streit abzulenken , indem er unter die Streitenden trat : » Nehmt Vernunft an , warum sollte er nicht mit mir essen , es ist mein Sohn . « - » Wenn das ist « , sagte der Heftigste , » so nehmt nicht übel , was ich gesprochen ; Ihr hättet das früher sagen sollen , ein Vater , der muß geehrt werden , sonst aber muß einem Husaren die Kameradschaft über alles gehen . « - Es wurde augenblicklich Ruhe ; alle tranken die Gesundheit des Vaters und der Husar setzte sich zum Minister , sah ihn ernsthaft an , und sprach deutsch : » Wenn ich nun wirklich Ihr Sohn wäre ? « - » Fast meine ich es selbst « , antwortete der Minister . - DER HUSAR : » Ich war nicht immer , was ich jetzt bin , und habe viel vergessen , aber Ihren Namen , den ich vorher hörte , habe ich doch behalten ; warum sind Sie nach Italien gekommen , Sie hatten sich in Deutschland ein kleines Italien erbaut . « - Der Husar erzählte einen Umstand nach dem andern , endlich die Geschichte , wie er wäre bei der Einweihung des Palastes die Treppe heruntergefallen , so daß der Minister mit den Worten , » bei Gott , der Erbprinz « , ihm um den Hals fiel . - » Still « , sagte der Husar , » ich bin ' s , hier aber kein Wort davon ; wüßten es meine Kameraden , da wäre ich von allen geschoren , wie ich schon jetzt als Ausländer viel auszustehen habe ; sprechen wir nicht zu viel in unsrer Sprache , sie möchten Argwohn gegen mich bekommen . « - Der Minister suchte ihn zu bereden , ihn zur Mutter nach Sizilien zu begleiten . Der Erbprinz versicherte aber , er könne nicht von diesem Leben lassen , endlich wüßte doch keiner , wozu es ihn führen könne , in einer Zeit , wo jeder von unten auf gedient haben müsse , um oben fest zu stehen . - Hier unterbrach der Eintritt einer braun gebrannten Marketenderin , die ein Fäßchen auf dem Rücken trug , die Unterredung ; alle schrieen ihr entgegen , sie wies alle mit derben Worten von sich , dem Husaren warf sie sich um den Hals und biß ihm in die Backe , daß er hellaut aufschrie ; sie sprach mit ihm abwechselnd deutsch , französisch und italienisch , rühmte ihn in sehr freien Worten , dabei aß sie stark von dem stehen gebliebenen Abendessen . » Hör Furiosa « , sagte der Erbprinz , » soll ich dir das Genick brechen , du ißt den Herren alles vor der Nase weg . « Sie fluchte und ging hinaus . Der Husar sagte : » Ich fürchte mich vor keinem Menschen in der Welt , aber die fürchte ich , sie ist seelengut , was sie verdient , das gibt sie mir , Schläge sind ihr ganz recht , machte ich aber Miene von ihr zu ziehen , ich wäre meines Lebens nicht sicher . « Jetzt kam sie wieder ins Zimmer , und die Husaren sangen ihr ein Lied von Mademoiselle Pumpernelle , worüber sie alle ausschimpfte , und von guten Sitten und Leuten von Stande sprach ; der Minister hatte unterdessen nach seiner Zeche gefragt , und da ihn der Wirt für seine Lebermahlzeit mehr als für das köstlichste Mittagsmahl bezahlen lassen wollte , so schimpfte sich der Erbprinz mit ihm herum . Es war ein gewaltiges Lärmen ; der Minister zahlte aus Überdruß , der Erbprinz und Furiosa begleiteten ihn an den Wagen , wo der Minister noch einmal jenem den Vorschlag wiederholte , den Abschied zu nehmen und ihm nach Sizilien zu folgen , und ihm eine volle Börse einhändigte . Furiosa fing darüber an zu schimpfen , der Erbprinz wurde böse , und schlug wild auf sie ein - mitten in dieser wunderlichen Liebesverwirrung entrollte der Wagen mit unsern Reisenden . Sie kamen glücklich nach Rom , und wollten sich eben recht umsehen , als ein neuer Brief des Schreibers den Minister die Reise zu beschleunigen nötigte . Schon früher hatte er dem Grafen seine Ankunft angezeigt , mit der Bitte , weder den Seinen noch der Fürstin etwas davon bekannt zu machen , bis er einen zweiten Brief von ihm erhalten . Sechzehntes Kapitel Schluß der Geschichte Wunderbares Nachdenken , ew ' ges Schaffen , du unsichtbare Sonne , in der die Taten reifen , die Begebenheiten in ewigem Wechsel von Frühling zu Frühling fortschreiten ; allgegenwärtiger Strahl , der übers Meer und in die Tiefen leuchtet , während er die Höhen zugleich vergoldet , wo ist dein Sitz und deine Quelle ? Dieser sterbliche Körper ist dein Zeichen und ein göttliches Zeichen , aber was herrlich im allgemeinen Leben , das denket alles in Gott , alle herrlichen Gedanken sind Strahlen seiner Liebe , Gottsöhne vom Heiligen Geiste empfangen , so mannigfaltig hat sich verkündet der Herr allen Zeiten , allen Völkern ; wie die Wärme durchdringt er die kalte Welt und regt sie an zu neuer Verbindung . Wehe