Rücken bedroht . Die Batterie , welche die Russen in schnell aufgeworfenen Werken am Donauufer wie durch Zauber errichtet hatten , bestrich nicht allein die türkische Position an den alten Schanzen , sondern auch den Rücken des Quarantainehauses und die Brücke über den Argisch . Seine Verbindung mit der Insel und dem jenseitigen Ufer war auf das Höchste gefährdet , wenn die Russen , worauf die fortwährend zuziehenden Verstärkungen an Mannschaften und Geschützen deuteten , von dieser Seite aus einen Angriff zugleich mit einem Frontalsturm unternahmen . Die Gefahr erschien um so dringender , als die fortwährenden Regengüsse den Strom angeschwellt hatten , so daß die Unterhaltung der Verbindung ohnehin mit jedem Tage schwieriger wurde . Unter diesen Umständen rieth Klapka selbst zum Rückzug und der Muschir mußte sich der Nothwendigkeit fügen . Nach einigen leichten Scharmützeln begannen die Türken am Nachmittag ihren Rückzug , indem sie die eigenen Verschanzungen , das Quarantainehaus und die Brücke in die Luft sprengten und anzündeten . Fürst Gortschakoff beschränkte sich auf die strategischen Operationen und drängte die Gegner nur leicht , da seine Truppen in den furchtbaren Kämpfen der letzten drei Tage schwer gelitten hatten . Am Morgen des 13. hatten die Türken vollständig das linke Donauufer bei Oltenitza wieder geräumt und sich auf Tuturkai zurückgezogen . Der türkische Verlust war namentlich stark unter den Albanesen und Irregulären , doch verhältnißmäßig bei weitem geringer , als der auf Seite der Russen . Man schätzt den letztern an den vier Schlachttagen auf ungefähr 5000 Todte und Verwundete . In den Reihen der Moslems befanden sich bei dem Treffen , außer General Klapka , die Engländer Lord Worsley , Capitain Bathurst und Herbert Wilson und Lieutenant Buckley , der sardinische Genie-Offizier Graf Camieri und General Prim . Fünf Tage darauf hatte die türkische Armee auch Tuturkai geräumt und sich theils auf Schumla zurück , theils stromaufwärts nach Widdin hin gezogen . Auch bei Giurgewo hatte am 12. ein Kampf stattgefunden . Mit Hilfe der eingetroffenen Brücken-Equipagen unternahm General Szoimonoff am Morgen mit acht Feldgeschützen , einem Bataillon Tomsk-Infanterie , einer leichten Batterie und zwei Escadronen Husaren einen heftigen Angriff gegen die auf der Insel Mokan wieder postirten und von dort aus Giurgewo noch immer beunruhigenden Türken , und vertrieb sie gänzlich von der Insel . Unter dem Schutz des Feuers und ihrer schweren Batterieen in Rustschuk auf der rechten Donauseite und des bei der Insel stationirten Dampfers , das den Russen jedoch nur geringen Schaden brachte , flohen die Moslems in die Boote und erreichten das sichernde Ufer . Die Russen stellten nach diesem Rückzug zur Verhinderung weiterer Versuche zwei Lager von je 5000 Mann bei Frateschti nächst Giurgewo und bei Sokaritschi nächst Kalarasch auf , errichteten eine Batterie beim Dorfe Tape , gegenüber der Mokan-Insel , und verstärkten den früheren Posten bei Oltenitza durch 2 Batterieen , 4 Eskadronen Ulanen und 1000 Kosaken , indem sie zugleich auf den den Uebergang beherrschenden Anhöhen bei den Dörfern Dobrény und Newgesti Batterieen aufwarfen . Am 15. machten die Türken einen neuen Versuch , bei der Festung Nikopolis über die Donau zu gehen und sich Turnuls zu bemächtigen , um von der Mündung der Aluta aus , welche die Grenze zwischen der kleinen und großen Walachei bildet , auf Rusweda loszugehen und gemeinschaftlich mit den von Kalafat vorbrechenden Schaaren Szlatina anzugreifen , - wo General Fischbach mit 15,000 Mann postirt stand . General Prim führte mit Tefik-Pascha die aus 2000 Mann bestehende Avantgarde des Corps , wurde aber vom Oberst-Lieutenant Schaposchnikoff vom Kosaken-Regiment ( Nr. 37 ) angegriffen und über die Donau zurückgeschlagen . Somit war das Ufer der großen Walachei wieder vollständig im Besitz der Russen und der Plan des Muschirs , ihre Linie zu durchbrechen vereitelt . Nur bei Kalafat noch standen die Türken diesseits der Donau und verschanzten die von Natur aus feste Stellung . Doch begnügten sich hier beide Theile mit kleinen Streifzügen und Vorpostenscharmützeln , deren fast jeder Tag mit abwechselndem Glück und Erfolg brachte . Fußnoten 1 Walachischer Bauer . 2 Scharfer Brantwein aus Pflaumen . 3 Die Zahl der Zigeuner in der Moldau und Walachei beträgt über 80,000 . Sie ziehen theils frei umher , theils leben sie auf den Gütern der Bojaren als Sclaven und werden auf das Härteste behandelt . In neuester Zeit ( 1856 ) ist von dem Gouvernement in Bukarest ihre Emancipation beschlossen worden und sie sollen - wo man sie nicht freiwillig der Regierung abtritt - aus der Gewalt ihrer Herren freigekauft werden . 4 Geistlicher , Ortspfarrer ; Metropolitan : Bischof . 5 Walachischer offener Wagen . 6 Okna . Aleko Pelin wurde im Januar 1856 vom Divan zu Bukarest als überwiesen , seit drei Jahren das Räuberhandwerk getrieben zu haben , zu zweijähriger Kettenarbeit in den Salzgruben ( Okna ) verurtheilt . 7 Polizeidiener . 8 Landdragoner , walachische Gensd ' armerie . 9 Gebüsch , Dschungl in den walachischen Sümpfen . Im Pontus . I. Gefangen ! Stürmisches - böses - liebliches Meer ! Gefürchtet , seit die Geschichte Deinen Namen kennt ! begehrt , seit Völker an Deinen Ufern wohnen ! Blaue wogende Wellen , die Iphigenie auf ihrer Verbannung durchschiffte , die Orest durcheilte , als er die Schwester suchte . Jason mit der Argonautenschaar holte von euren Küsten das goldene Vließ ; der Perserkönig Darius sandte seine Schiffe auf eurem Rücken gegen die trotzigen Scythen und Thracier ; Philipp der Macedonier durchschiffte euch ! Die Galeeren der Römer trugst du ; an deinen Ufern , o Pontus , lebte Ovid ; Papst Clemens I. fand hier Schutz in seiner Verbannung ; die Römerkaiser sahen deine blauen Wellen ; die Schiffe der gierigen Genueser und Venetianer durchfurchten sie ; nach dem gold ' nen Byzanz sandte Rurik die Söhne ; über deine Fluthen trug der Islam sein Zeichen ! - Katharina ' s Flotten unterjochten sie und das neue Jahrhundert trug seine Donner hinüber nach Varna ' s weißer Feste ! An deinen Borden liegt eine Historie der Welt !