vielgeliebte Land . Und seufzend sehn auch ich hinüber Nach jenen blütenreichen Küsten mich . Erkranket ruht mein Geist auf jener blauen Ferne , Und schöne Träume tragen mich dahin . Sag , wogt nicht schöner dort der Strom des Lebens ? Sehnt dort die kranke Brust auch sich vergebens ? Franke Mädchen ! Ach ! Von gleichem Wunsch betrogen , Wähnt ich : Schönes berg die Ferne nur , Doch umsonst durchsegelt ich die Wogen , Hat auch diese Ahnung mir gelogen , Die du , Mädchen , jetzt in mir erweckt ? - Mädchen Fremdling ! Kannst du diese Sehnsucht deuten ? Fühlst du dieses unbestimmte Leiden ? Dieses Wünschen ohne Wunsch ? Franke Ja , ich fühl ein Sehnen , fühl ein Leiden . Doch jetzt kann ich diese Wünsche deuten , Und ich weiß , was dieses Streben will . Nicht an fernen Ufern , nicht in Schlachten ! Wissenschaften ! Nicht an eurer Hand , Nicht im bunten Land der Phantasien Wohnt des durst ' gen Herzens Sättigung . Liebe muß dem müden Pilger winken , Myrten keimen in dem Lorbeerkranz , Liebe muß zu Heldenschatten führen , Muß uns reden aus der Geisterwelt . - Mächt ' ger Strom ! Ich fühlte deine Wogen , Unbewußt fühlt ich mich hingezogen , Nur wohin ! Wohin ! - Das wußt ich nicht . Wohl mir ! Dich und mich hab ich gefunden , Liebe hat dem Chaos sich entwunden .