eignem Herd das Feuer brennt , das ihn erleuchte und wärme , der wird kein anderes dazu beraten finden . Lodert aber auf Deinem Herd die Flamme , dann wird jede Dir leuchten und alle Dich wärmen . - Man kann ruhen im Geist , man kann tätig sein im Geist ; aber alles was nicht im Geist geschieht , ist verlorne Zeit . - Es wird wohl selten dem Dichtergeist sein Recht getan , der kühne Adel jener Gedanken , die wir als Dichtung erfahren , sollte wie Helden uns ewig imponieren . - - - Und so schwätzten wir noch ein Weilchen , und nicht alles hab ich behalten , was sich da ergab , - aber der Ephraim war blaß , und sein Enkel brachte ihm noch einen Mantel ; einmal will ich ihn noch sehen . - Auf dem Turm gewesen , aber nichts aufgeschrieben , es tut mir leid , daß ich mich vom Turm trenne ; wo wird ' s wieder so schön sein und was hab ich den Sternen nicht alles zu verdanken . Sie haben mir Wort gehalten . Nicht wahr , sie haben uns beide zusammen gepflegt , und was sie mir sagten , das haben sie auch Dir gesagt , - und wir waren beide recht verschwistert in ihrer Hut . - Wie wird ' s sein , wenn ich wiederkehre ? - Diese vier Monate meines Lebens , ich konnte sie nicht schöner zubringen . - Nicht wahr , Natur und tiefer Geist , die haben mich hier freundlich empfangen , die zwei Genien meines Lebens . Der Ephraim . - In was für einer Welt leb ich denn ? - Ich träume , jawohl , ich schlafe , und die großen Geister haben mich in den Traum begleitet und haben zwischen die irdische Welt sich gestellt und mich , und so hab ich ein himmlisch Leben geführt . Wenn ich in diese Zeit schau , so ist sie wie ein Diamant , der mir vielmal die Sonne spiegelt . - Du hast mir gleich gesagt : » Geh mit , « und Du hast recht gehabt , - so hast Du auch gewiß recht , daß ich mit nach Kassel geh , ich geh auch mit großem Zutrauen , nichts darf länger währen , als nur die leiseste Anregung es mochte gestatten . Ihr guten Studenten ! Heut haben sie wieder nach den Rosen gesehen , - ich möcht sie euch alle abbrechen , eh ich weggeh , und sie euch auf den Kopf werfen . - Der Ephraim darf nicht mehr den Berg heraufkommen , es ermüdet ihn zu sehr , auf seiner Reise zu den Enkeln da war ' s so kalt , da hat er sich zu sehr angestrengt , er darf nicht mehr herauf , vielleicht wenn ich wiederkehr , ist er wieder gesund , einundsiebzig Jahr ist er alt , aber mir wird er gesund bleiben ; - wenn wir dies Frühjahr zusammen auf dem Trages sind , Savigny meint , Du werdest hinkommen , dann wollen wir ihm zusammen Briefe schreiben , nicht wahr ? - Und recht heitere , - dies wird der letzte lange Brief sein , den ich Dir von hier schreib . Die Lulu hat mir viel Grüße von Dir gebracht und sagt , Du freust Dich aufs Trages zu kommen , und Dein kleiner Brief bestätigt es auch , sie sagt , Du bist recht heiter , so bin ich auch ganz glücklich , ach , was hab ich Dich doch gepeinigt mit meiner Ängstlichkeit , die mir sonst nicht eigen ist . Gott weiß , wo ' s herkam , ich bin ganz lustig , ich begreif ' s nicht , daß ich so dumm war . Ich glaub , der Winterwind und die Sterne haben mich im Kopf und Herzen verwirrt gemacht , übermorgen reisen wir ab . Weißt Du , was ich getan hab ? - Ich ließ dem Ephraim sagen , ich werde zu ihm kommen , gestern , und ich hab mich zu ihm führen lassen um dieselbe Stund , wo er gewöhnlich kommt , aber es war gestern Freitag , und wie ich kam , saß er feingekleidet auf seinem Sessel , und eine Lampe mit vier Lichtern war angezündet auf dem Tisch . Er wollte aufstehen , aber er ist müde . Und wie ist es doch ? - Ob er wohl heimgeht zu seinen Vätern ? - Ich brachte ihm zwei Goldstücke für meinen Unterricht , er machte ein kleines Kästchen auf , wo ein Paar Trauringe drin liegen und allerlei Schmuck , er sagt , es sei von seiner verstorbenen Frau und von seinen Kindern . Er legte die Goldstücke dazu , das alles ist so fein , so edel . Welch ein geistig Gemüt . O Ephraim , du gefällst mir unendlich wohl . Ich hatte ihm seinen Rosenstock zurückgebracht , er sollt ihn aufbewahren , die Rosen sind viel mehr aufgeblüht , wie schön standen sie bei der hellen Lampe zu seinem schneeweißen Bart. Ich sagte , die Rosen und euer Bart gehören zusammen , und es ist mir lieb , daß ich keine abgebrochen habe , denn Ihr seid vermählt zusammen mit den Rosen , sie sind Eure Braut . Ich war ein paarmal versucht , sie abzubrechen und sie den Studenten hinunterzuwerfen , weil sie so lüstern danach hinaufsahen . Er sagte : » O wenn Sie es erlauben , so will ich sie schon unter den Studenten austeilen , es besuchen mich alle Tage welche , und dann werden schon mehrere kommen , wenn sie wissen , daß es Rosen bei mir gibt . « Das war ich zufrieden , und ich freu mich recht drüber , daß meine Studenten noch meine Rosen kriegen . Er hat mich aber gesegnet , wie ich von ihm ging , und ich hab ihm die Hand geküßt ; und wie ist doch der Geist so schön