Rechnung , als wir mit diesem Manne und seiner Frau haben , kann es gar nicht geben . Es fällt uns gar nicht ein , sie ihnen zu schenken ! « » Würde euch auch keinen Segen bringen ! « drohte der Nigger . » Denn ich sage euch : Zwei sterben morgen ganz unbedingt , entweder dieses deutsche Ehepaar , oder die Brüder Enters ! Darauf könnt ihr euch verlassen ! Ich traue euch nämlich noch nicht ganz ! Es handelt sich um unsere Arbeit , um unsere Existenz , um die vielen Tausende , die wir hier verdienen wollen und können . Darum habe ich den Häuptlingen meine ganze Arbeiterschaft für morgen zur Verfügung gestellt , und darum drücke ich darauf , daß alles ganz genau so geschieht , wie wir besprochen haben . Wer sein Wort nicht hält , wird abgeschossen oder abgestochen ! Dabei verbleibt es ! « Da stand To-kei-chun , der Häuptling der Racurreh-Komantschen , auf und sprach : » Ja , dabei bleibt es ! Wir sind alle zum Fest geladen . Wir kommen . Wir kennen die Plätze , die uns angewiesen werden . Unsere viertausend Krieger werden von den Medizinmännern durch die Höhle geführt . Sie werden nicht reiten , sondern gehen . Sie werden ihre Pferde im Tale zurücklassen , weil wir nicht wissen , ob der letzte Teil des unterirdischen Weges auch wirklich geritten werden kann . « » Inzwischen stelle ich hier oben meine Arbeiter auf , « fiel der Nigger ein , » und die beiden Enters haben sich an Old Shatterhand und seine Frau gemacht . Sobald eure Krieger den Schleierfall hier oben erreicht haben , zeigen sie uns durch einen Schuß , daß sie da sind . Sobald dieser Schuß fällt , wird Old Shatterhand mit seiner Frau von den Enters abgestochen , und ich werfe mich mit meinen Arbeitern auf die ganze andere Bande , um euern Kriegern freien Weg und freie Arbeit zu machen . « Jetzt stand auch Tusahga Saritsch auf und sagte : » So ist es richtig ! So hat es zu geschehen ! Soll etwas hieran geändert werden , so sagen wir es dir oder senden einen Boten . Wir gehen . « Sie entfernten sich , und der Wirt geleitete sie hinaus . Die beiden Enters waren allein . Sie sahen einander bedenklich an . » Das kann schlimm werden , « sagte Sebulon . » Wieso ? « fragte Hariman . » Wir haben erfahren , was wir erfahren wollten . Morgen früh gehen wir beide zu Old Shatterhand , um es ihm zu erzählen und ihn zu warnen . Was kann da Schlimmes daraus werden ? « » O , um mich und dich ist es mir nicht ; wir kommen durch . Aber dieses Blutvergießen dann hier oben ! Denn einen solchen Angriff ohne Kampf abschlagen , das bringt selbst ein Shatterhand nicht fertig . Ich denke überhaupt weniger an ihn , als vielmehr an seine Frau . Wenn alle sterben sollen , aber nur diese nicht ! « Ich wußte genug und sprang von der Kiste herab . » Habt Ihr etwas Wichtiges gehört ? « fragte Pappermann . » Etwas unendlich Wichtiges ! « antwortete ich . » Man müßte hier wohl an Wunder glauben . Es ist , als ob wir grad in diesem Augenblicke hierhergeführt worden seien , um den Schluß dieses Gespräches hören zu müssen . Ich werde es Euch unterwegs erzählen . Eins aber muß ich Euch sofort sagen , nämlich , daß die beiden Medizinmänner , die wir unten am Eingange der Höhle gefangen genommen haben , entflohen sind . « » Unmöglich ! « » Ja , doch ! « » Wann ? « » Heut ' früh wahrscheinlich ! Ohne daß wir es wissen . Sie haben sofort ihre Häuptlinge aufgesucht und mit ihnen den Plan besprochen , den ich soeben erfahren habe . Kommt schnell ! Wir müssen nach Hause ! « Wir schlichen nach unsern Pferden , hobbelten sie los , stiegen auf und ritten fort . Unterwegs erzählte ich dem alten , treuen Kameraden , was ich erfahren hatte . E wußte , daß ein sehr zuverlässiger Indianer ganz ausschließlich mit der Bewachung der beiden Medizinmänner betraut worden war . Dieser wohnte im Parterre von Tatellah-Satahs großem Vorderhause , und da lag auch der Raum , in dem die Gefangenen untergebracht worden waren . Wir gaben unsere Pferde ab und gingen zunächst nach seiner Wohnung . Er war nicht da . Er war ein alleinstehender Mann , wohnte allein , und niemand konnte Auskunft über ihn geben . Dann suchten wir das Gefängnis auf . Das lag weit ab , wo niemand wohnte und selten jemand hinkam . Es war eine Art von Keller . Wir fanden die Tür von außen verriegelt . Kaum schickten wir uns an , zu öffnen , so wurde von innen geklopft , und es erklang eine Stimme , die uns bat , ja möglichst schnell zu machen . Als wir die Riegel zurückgeschoben hatten - wer kam heraus ? Der Gefängniswächter ! Als er heut ' früh den beiden Gefangenen das Essen und Wasser gebracht hatte , waren sie plötzlich über ihn hergefallen . Sie hatten ihm mehrere Schläge versetzt , die ihm die Besinnung raubten . Als er zu sich kam , fand er sich im finstern Keller eingeriegelt ; sie aber waren weg . Er hatte dann fast ohne Unterlaß gerufen und Lärm gemacht , jedoch vergeblich . Es war niemand gekommen , der ihn hörte . Er befürchtete eine strenge Strafe und bat , mich bei Tatellah-Satah für ihn zu verwenden . Ich versprach es ihm und ließ ihn laufen . Dann begab ich mich nach meiner Wohnung . Das Herzle war nicht da . Sie hatte einen Zettel zurückgelassen , durch den sie mir mitteilte , daß sie , weil ich mich nicht rechtzeitig eingestellt hatte , zu Tatellah- gegangen sei und die