et mansi in solitudine et exspectabam eum , qui me salvum faceret . Vita St. Galli bei Pertz , Monum . II , 8. 254 S. Physiologus , ein Weistum von Tieren und Vögeln ; von des aran geslâhte , bei Wackernagel , Altdeutsches Lesebuch I , 165 . 255 ... quantum sub sua cuculla potuit portare ... 256 » Es war etwa seit dem 8. Jahrhundert in Deutschland und Frankreich das Verlangen heimisch geworden , die Kirchen mit irdischen Überresten von Heiligen so reichlich als möglich und um jeden Preis zu versorgen . Dieses Verlangen hatte im zehnten Jahrhundert einen neuen Aufschwung genommen und erreichte seine höchste Glut in dem sächsischen Königshause . Otto der Große wußte keine größeren Schätze zu sammeln als Reliquien und brachte besonders für sein geliebtes Magdeburg einen großen Vorrat zusammen ... Da sich Kirchen und Gemeinden nur selten freiwillig zugunsten anderer ihrer Reliquien entäußerten , so scheute man sich nicht vor dem Mittel des Zwangs und Raubes , und als das Vaterland der Heiligen , Italien , wo damals die Reliquien wenig geachtet wurden , sich den Deutschen wieder auftat , da gehörte es zu den schönsten Aussichten der letzteren , nun im reichen Maße , und zwar um Geld oder durch List oder auch mit Gewalt ihr Verlangen erfüllen zu können . Dieser Sehnsucht scheint auch der heilige Metro zum Opfer gefallen zu sein . ... Daß man aber , wenn man sich nicht eines ganzen Heiligenkörpers bemächtigen konnte , auch damit zufrieden war , daß man ein möglichst großes Stück hinwegbrachte , das hat Verona noch einmal erfahren müssen « usw. Vogel , Ratherius von Verona und das zehnte Jahrhundert I , 255 ff. 257 ... sô der tágostérno in scônero fárewo skînet . Worte der Notkerischen Paraphrase des Marcianus Capella . 258 » Den 4. November 1853 mittag 11 Uhr ist der Eremit Anton Fäßler verunglückt und ist totgefallen auf Pommen im Sail . Requiescat in pace . « Eintrag im Fremdenbuch des Wildkirchlein . 259 ... in visitatione lactis . Dantur de Coldaribus in Seealpe XXX. casei , meliores alpinis caseis ( Rotulus censuum sec . 13 in der sanktgallischen Handschrift 456 ) . de Alpe Gamor tres partes lacticinii , quae per duos dies a Vaccis ibidem compacte fuerint , Portarie nomine . - Citatio Abbatis cellana bei J.v. Arx , Geschichten etc. I , 314 . S. auch Grimm , Weistümer I , 191 , » die Rechte von Appenzell « . 260 Nec sua rura colo , nec sua jura volo ! 261 » Tosen « : an der Volksversammlung murmelnd rauschen . Wenn ein Vorschlag der Landesgemeinde sehr mißfällt , so toset ' s gewöhnlich . Tobler , Appenz . Sprachschatz , p. 148 . 262 ... dic illi nunc de me corde fideli Tantundem liebes , veniat quantum modo luobes , Et volucrum wunna quot sint , tot dic sibi minna , Graminis et florum quantum sit , dic et honorum . Ruodlieb fr . XVI , 11-15 . 263 ... sélbum dia érda , dár si únbûhafte ist , hábent erfúllet tero lánglîbon mâniginâ in-wálden , íoh infórsten , ioh in-lóhen , insêwen , ináhôn , inbrúnnôn . Notkers Paraphrase des Marcianus Capella lib . II , cap . 34 , bei Hattemer Denkmale etc. III , 356 . 264 S. Grimm , Deutsche Mythologie , p. 29. 265 Auch der heilige Gallus war von solchen Erscheinungen dämonischer Weibergestalten nude ad litus stantes , quasi ad balneum ingredi volentes , turpitudinemque corporis sui ei monstrantes , heimgesucht . Vita S. Galli bei Pertz , Mon . II. 9. 266 ... In nomine Domini mei Jesu Christi , recede ab hac valle . Sint tibi montes et colles communes nec tamen hic pecus laedas aut homines . Vita S. Galli bei Pertz , Monum . II , 9. Die Bären waren in jener Zeit häufige Besucher der Appenzeller Alpen und einige Plätze tragen noch jetzt den Namen zur Erinnerung an sie , z.B. Bärenbach , Bärental , Bärenalp . Seit die Touristen in jenen Revieren zahlreicher geworden , haben sie sich indes gänzlich zurückgezogen . - Die Geschichtsquellen liefern , Bären betreffend , eine so reiche Ausbeute , daß es einem fleißigen Mann nicht schwer fallen würde , sie in einer Abhandlung » über die Bedeutung und soziale Stellung der Bären im Mittelalter « zu verwerten . Wir erinnern an den Bären des heiligen Gallus , der ihm wie ein getreuer Diener Scheiterholz beitrug und Brot aus der Hand fraß , - an die kunstreichen Tanzbären , die im Ruodlieb Fr . III , 85 u. ff. besungen sind und mit ihrem aufrechten Eimertragen und Reihentanz im Verein mit singenden Spielweibern den Zuschauern ein Vergnügen geboten haben mögen , von dem man begreift , daß die Geistlichkeit in besonderen Synodalbeschlüssen dawider eiferte . ( Regino de eccles . disciplin . II , 213 . ) Die lex Alamannor . tit . 99 , 12 schlägt das Wehrgeld eines zahmen Hausbären auf 6 solidi an - alles Beweise , daß man die Bären in Deutschland zu schätzen wußte , auch ehe ihr Stammverwandter aus den Pyrenäen zum Helden epischer Dichtung erhoben ward . 267 Flutterschnee , ein lockerer , leichter , nicht kompakter Schnee . S. Tobler , Appenzell . Sprachschatz , 196 . 268 Tubas alio quam ceteri villani clanctu inflare didicerant . Ekkeh . IV , casus S. Galli , c. 3 bei Pertz , Monum . II , 103 . Ein echter kanonischer Kuhreigen ist übrigens trotz der Untersuchungen der Gelehrten nicht festgestellt und im Gebirge schwanken die Ansichten derer , die als geborene Sachverständige ein festes Urteil haben sollten , so , daß die einen behaupten , der Kuhreigen werde gar nie mit Worten begleitet , während andere einen - jedenfalls alten und eigentümlichen Text mit dem Refrain » loba ! loba ! « zu geben wissen . Dem Verfasser wurde am Säntis auf die Frage nach dem Kuhreigen dadurch geantwortet ,