mit eisernen Ringen um den Leib oder die Arme belastet , Wallfahrten tun mußten . S. auch Uhlands schönes Gedicht » Der Waller « . 211 Lex Burgundionum tit . XVIII , 1. 212 S. Vita S. Liobae bei Mabillon Acta Benedict . saec . 3 , pars 2 , 229 ( ed . Venet . 1734 ) . 213 ... plerosque autem vidimus et audivimus tanta dementia obrutos , tanta stultitia alienatos , ut credant et dicant , quandam esse regionem , quae dicatur Magonia , ex qua naves veniant in nubibus , in quibus fruges , quae grandinibus decidunt et tempestatibus pereunt , vehantur in eandem regionem , ipsis videlicet nautis aëreis dantibus pretia tempestariis et accipientibus frumenta vel ceteras fruges . Agobard . contra insulsam vulgi opinionem de grandine et tonitruis I , 146 ( ed Baluze ) . 214 Durch alle Völker geht der Glaube , daß im gebundenen feierlich gefaßten Wort eine zauberische Kraft verborgen ruhe , die zu Segen und Fluch gedeihlich verwendet werden möge . Von dem rätselhaften römisch-sabinischen Zauber gegen Verrenkung , den schon der alte Cato ( de re rustica 160 ) anführt , von den nordischen Runen , von den echten ehrwürdigen Merseburger Heilsprüchen bis auf das unverständliche Kauderwelsch , mit dem heutigestags , wenn just kein Arzt oder anzeigedrohender Ortsdiener in der Nähe ist , der ländliche Viehdoktor den suchtkranken Haushund oder das räudige Schaf beschwört : überall derselbe Grundgedanke von der Macht rhythmisch gebundener Rede . Man traute eben ehedem der Poesie Größeres und Praktischeres zu als jetzt . - Vieles an den Formeln ist sinnlos geworden , namentlich die geheimnisvollen Worte am Beginn und Ausgang . Sie haben einst , ihre Bedeutung gehabt ; imposanter wurden sie , wie manches andere , wohl von der Zeit an , wo man sie nicht mehr verstand . Wie feierlich klingt das » daries , dardaries , astaries , Disunapiter ! « mit dem Catos Verrenkungsspruch sich einleitet , wie rätselvoll das » alau , tahalaui , fugau ! « in dem lateinischen Spruch , der die verirrten Klosterschweine segnend zurückbeschwören soll ! ( Sanktgallische Handschrift 111 bei Hattemer , Denkmale etc. I , 410 ) S. überhaupt Grimm , Mythologie , cap . 38. 215 Lex Alamannorum tit . 45 , de rixis , quae saepe fieri solent in populo . 216 » Dem Schröter , den es mit Donner und Feuer in Bezug setzt , mag das deutsche Volk besondere Ehre angetan haben . « Grimm , Mythologie ( 3. Ausg . ) , p. 657 . S. auch p. 167 über die Bedeutung dieses und anderer Käfer . 217 Über die Einrichtung der Sendgerichte vgl. J.v. Arx , Geschichten des Kantons St. Gallen I , 257 . 218 Maiores locorum de quibus scriptum est , » quia servi , si non timent , tument « , scuta et arma polita gestare incoeperant ; tubas alio quam ceteri villani clanctu inflare didicerant , canes primo ad lepores , postremo etiam non ad lupos sed ad ursos et ad tuscos , ut quidam ait , minandos aluerant apros . Ekkeh IV , casus S. Galli , cap . 3. bei Pertz , Monum . II , 103 . 219 Per Hadewigae , ait , vitam ! sic enim iurare solebat ... Ekkeh IV , casus S. Galli , c. 10. 220 ich hoere ein sueze stimme in mînem huobet singen die hoere ich gerne klingen ... Der Weinschwelg , v. 268 u. ff. 221 Elpentrötsch , tölpentrötsch , trilpentrisch , hilpentritsch usw. , ein linkischer einfältiger Mensch , dem die Elbe ( Elfen ) etwas angetan haben . S. Grimm , Mythol . , 412 . 222 Der Kuckuck ist bekannt als der Orakelverkünder im frühlingsgrünen Walde . Viel merkwürdige Traditionen über ihn s. bei 25 Grimm , Mythologie , 640 u. ff. Eine sehr alte Sage erzählt , er sei ein verwünschter Bäcker oder Müllerknecht , der armen Leuten von ihrem Teig gestohlen , und trage darum fahles , mehlbestaubtes Gefieder . 223 S. das Ausführliche über die abergläubischen Vorstellungen bei Verfinsterung des Mondes , die nach Tacitus Annal . I , 28 schon die Gemüter der aufrührerischen pannonischen Legionen beunruhigten , bei Grimm a.a.O. , p. 668 . - Es ist ein bemerkenswerter Zug der germanischen Vorzeit , daß sie sogar dem Mond in seinen vermeinten Nöten durch Geschrei abzuhelfen bestrebt war . 224 dô huob er ûf unde tranc ein hundert slundigen trunc ; er sprach » daz machet mich junc « . Der Weinschwelg , v. 197 . 225 ... Salutem et profectum in doctrina ! Brief Meister Ruodperts von St. Gallen bei Wackernagel , Altdeutsches Lesebuch , p. 138 . 226 ... si fugae , inquit , copiam haberem , iuvenum optimi , profecto fugerem , nunc antem in vestris quia velim nolim sum manibus , mitius mecum quidem vos condecet agere . S. die ganze Schilderung von Rudimanns nächtlichem Einschleichen und Ertappung bei Ekkeh . IV , casus S. Galli , c. 10. Pertz , Mon . II , 124 . 227 Die damaligen Studien erstreckten sich auch auf die Sternkunde . In der sanktgallischen Handschrift Nr. 18 , p. 43 findet sich das Bild eines Mönches , der durch ein Fernrohr nach den Gestirnen schaut . Notker Labeo beschreibt ausführlich einen im Kloster aufgestellten Himmelsglobus . Die astronomischen Schriften der Alten , z.B. Aratus , kannte und las man . Vgl . J.v. Arx , Geschichten etc. I , 265 . 228 ... Antipodes nulla ratione credenti sunt , quia nec solitidas patitur , nec centrum terrae , sed neque hoc ulla historiae cognitione firmatum , sed hoc poetae quasi ratiocinando conjectant . Wörterbuch des Bischofs Salomo . 229 Diese berühmte Disputation beschreibt ausführlich der fränkische Mönch Richer im dritten Buch seiner Geschichten , Kap . 65. Der Kaiser gab Befehl , das gelehrte Turnier einzustellen , denn » der Tag war darüber beinah zu Ende gegangen und die Zuhörer von den