Zeit ihre Grenzen gesperrt hatten , beschreibt nach Erzählung eines Augenzeugen der Mönch von St. Gallen , gesta Karoli lib . VI , cap . I bei Pertz , Mon . II , 748 . 191 ... iam mitius agendum inter Teutones ! 192 Nam et villani quidam preadocti ollas , prunas in proximo monte paratas habentes , tumultu audito faces accensas levabant , et ut discretionem sociorum et hostium nossent , quasi perlustrium fecerunt . Die anschauliche Darstellung dieses Überfalls des ungarischen Lagers im Fricktal durch Irminger , den Alten , mit seinen sechs Söhnen und ihrer Mannschaft gibt Ekkeh IV , casus S. Galli , cap . 3. bei Pertz , Mon . II , 110 . Im Schein der rings auf den Bergen flammenden Feuerzeichen stürmten ihre drei Heerhaufen in den sorglosen Feind . Wer nicht in keckem Schwimmen über den Rhein setzte , wurde erschlagen ; die Beutestücke der Schlacht weihte Irminger dem Münster des heiligen Fridolin zu Säckingen . Eine auf dem rechten Rheinufer gelagerte ungerische Schar zog sich auf die Nachricht dieser Niederlage ins Elsaß hinüber . 193 » Mir wird so kühl im Harnisch « , sprach der Fiedelmann , » Drum glaub ' ich , daß der Morgen ziehet schon heran , Ich spür ' es an der Kühle , es wird wohl balde Tag ... « Nibelungenlied , Avent . 31. 194 ... Es ist ein grausam ding zu sehen . Dieser fall heißt zu unsern Zeiten am Lauffen . Es wirt das Wasser so es oben herab fallt , zu eim gantzen schaum , es steubt über sich gleich wie weisser rauch . Do mag kein Schiff herab kommen , anderst es zerfiel zu stucken . Es mögen auch keine Fisch die Höhe dieses Felsen übersteigen , wann sie schon so lange krumme zeen hätten , wie das Mörthier Rosmarus oder Mors genannt . Sebastian Münster . Cosmographey . 1574 . S. 551 . 195 Sahspach , Hadewigae beneficii villa . S. Ekkeh . IV , casus S. Galli , c. 10. bei Pertz , Mon . II , 135 . 196 Verfluchungen gegen etwaige Widersacher gehörten bei allen auf Vergabungen , Eigentumsübertragungen , Stiftungen etc. bezüglichen Urkunden zum Kanzleistil . Man war in den verschiedenen Formen von erfindungsreicher Mannigfaltigkeit . » Es fühle der Leib in den Jahren ihres Lebens den Vorschmack der unendlichen Höllenpein , wie Heliodor , welchen die Engel gestäupt , wie Antiochus , welchen die Würmer gefressen « , heißt es z.B. im Stiftungsbrief des Klosters Peterlingen . » Wer mit böswilligem Gemüt diese Schrift liest « , wird anderswo gewünscht , » möge zur Stelle erblinden ! « S. Joh . v. Müller , Geschichte der Schweiz I , 253 . Eine Zeit , die sich so umfangreich aufs Segnen verstand , mußte notwendig auch im Fluchen Erkleckliches leisten . 197 ... et multi illorum comprehensi sunt cum rege eorum nomine Pulszi et suspensi sunt in patibulis . Annales S. Galenses major . ad . ann . 955 bei Pertz , Mon . I , 79. 198 Qui dubitans minime , huic illam nubere posse . Ruodlieb fr . XVI , v. 15. 199 Mich macht ein kleines Hälmchen froh , Es sagt , mir solle Gnade kommen ; Ich maß dasselbe kleine Stroh , Wie ich ' s bei Kindern wahrgenommen . Nun höret all und merkt , ob sie es tu ' : Sie tut , tut ' s nicht , sie tut , tut ' s nicht , sie tut ! Wie oft ich maß , stets war das Ende gut . Herr Walter von der Vogelweide ( übersetzt bei Simrock , Altdeutsches Lesebuch 1854 , p. 208 ) . 200 ... corda hominum quos capiunt particulatim dividentes veluti pro remedio devorant . Regino Chronicon ad ann 889 bei Pertz , Mon . I , 600 . 201 ... Der ist sâlic der dri behûttet sîne gewate daz er nihet naccetne gange usw. Predigt , mitgeteilt von J.v. Arx aus einem Pergamentblatt des XI. Jahrhunderts und verbessert herausgegeben bei Hattemer , Denkmale etc. I , 326 . 202 S. Grimm , Rechtsaltertümer , p. 723 , s.v. Dachabdeckung . 203 Ungar baptizatus uxorem duxit , filios genuit . Ekkeh IV , casus S. Galli , c. 3. 204 Rüdiger Manesses Sammlung I , 87. 205 S. Grimm , Rechtsaltertümer , p. 726 , s.v. Prellen . 206 S. lex Ripuariorum , cap . 57. Der auf solche Weise Freigelassene hieß homo denariatus . 207 S. Ekkeh IV , casus S. Galli , cap . 10 bei Pertz , Mon . II , 135 . 208 Wiewohl wir nicht hoffen , daß einer der Leser sich versucht fühle , Gunzos pomphaftes Werk nachzuschlagen , sei doch der Ort angegeben , wo es zu finden . Es steht in der gelehrten Benediktiner Martène et Durand collectio veterum scriptor . et monumentor , Tom . I , 294 als Epistola Gunzonis ad Augienses fratres ; - ein geschichtlicher Beweis , daß auch vor Ehren-Götze und allen , die heutigentages auf den Pfaden gelehrter Injurie selbstgefällig lächelnd einherschreiten , tapfere Männer gelebt haben . Ähnliche Leistungen hat wohl Baronius im Auge gehabt , da er das zehnte Jahrhundert ein » bleiernes « nannte . Ein sachkundiges Urteil charakterisiert den Stil einiger Zeit- und Gesinnungsgenossen von Gunzo als ein Latein , » dessen Grundfarbe durch die gehäuften klassischen Floskeln und Schnörkel nicht verdeckt wird und in welchem sie nur fremde Gedanken zu wiederholen wissen , wenn es ihnen überhaupt um Gedanken zu tun ist . « S. Vogel , Ratherinus von Verona I , 161 . 209 Regula S. Benedicti , cap . 43 : de his qui ad mensam tarde occurunt . 210 Schon die Lebensbeschreibung des heiligen Gallus ( lib . II. cap . 34 bei Pertz , Mon . II. 29 ) erwähnt die Sitte , daß unvorsätzliche Mörder mit schweren Ketten , die oft aus dem eigenen Mordschwert geschmiedet wurden , oder