pflagen zu wicken und daraus zu weissagen und zukhünfftige Dinck erfharen und daraus die Edelen pflagen zu hohen Festen zu trinken ; auch große Urochßenhörner in silber gefaßt und Trommeten zum Kriege , schwerter und dolche und ander köstlich Zeug und Geräte , das hübsch und kunstreich von Arbeit und zu der Götzen geschmuck bescheret war ... Und der Götze Triglaff war von Golde und hatte drei Köpfe , davon er auch so genennet ist worden , denn triglafi auf wendisch heißen drei köpfe , damit sie haben bedeuten wollen , daß er ein Gott were über himmel , erde und helle . Den nahm Sant Otto mit sich wegk , und schickte ihn dem Papst Honorio zu einem triumpff und zu einer Anzeigung der Pommern Bekehrung . Thomas Kantzow , Pomerania oder Ursprunck , Altheit und Geschicht der Völcker und Lande Pommern , Cassuben , Wenden , Stettin , Rhügen ( ed . Kosegarten ) , p. 107 . 174 ... fatuitatis monstrum ubi sentiunt , omnes illi risibiles parcunt . Ekkeh . casus S. Gall . , c. 3. 175 ... nam cum quidam illorum ascia vibrata unum retinaculorum succideret , Heribaldus inter eos jam domestice versatus » Sine inquit , vir bone , quid vis vero , ut nos , postquam abieritis , bibamus ? « Ekkeh . 1. cit . 176 S. Ekkehards Erzählung bei Pertz , Mon . II , 104 . 177 Postquam vero mero incaluerant , horridissime diis suis omnes vociferabant ... 1. c. Das Lied mag sich auf Attilas Abenteuer mit der Prinzessin Honoria , Schwester des Kaiser Valentinian , beziehen , die aus Rache dafür , daß sie wegen unstandesgemäßer Neigung zu ihrem Kämmerer Eugenius ins Kloster gesteckt worden , den Barbarenmonarchen durch Übersendung eines Ringes anflehte , sie als seine Verlobte und Gattin heimzuführen . S. Gibbon , Geschichte des röm . Weltreichs , cap . 35. 178 ... et effusa laetitia saltant coram principibus . Ekkeh . IV , 1. cit . 179 Cambutta , scottica vox , baculum significans . Nach dem Tode des heiligen Columban wurde dem heiligen Gallus dessen Cambutta als Andenken überbracht . S. vita Sancti Galli bei Pertz , Mon . II , 14 , und J.v. Arx , Anmerkung . Man irrt wohl schwerlich , wenn man sich eine solche Cambutta weniger elegant denn keulenartig denkt , da schon vom gewöhnlichen Spazierstock der Zeitgenossen Karl des Großen eine wahrhaft schreckbare Beschreibung überliefert ist ... baculus de arbore malo , nodis paribus admirabilis , rigidus et terribilis ! Monachus San Gallensis I , 34 bei Pertz , Mon . II , 747 . 180 ... ubicunque autem hae reliquiae fuerint , illic pax et augmentum et lenitas aëris semper erit . Annales San Gallens . major bei Pertz , Mon . I , 71. 181 Offenbarung Johannis 20 , 7. Allgemein hielt man den Gog und Magog der Schrift in den Ungarn verkörpert und sah in ihnen die Vorläufer des Weltendes ; die Frage wurde ernsthafter theologischer Prüfung unterzogen . S. Gibbon , Geschichte des röm . Weltreichs , cap . 55 II. 182 Die Ehre des ersten Angriffs im deutschen Reichsheer galt für ein von alters her den Schwaben zustehendes Vorrecht . Nach dem Schwabenspiegel verleiht Karl der Große : swa man umbe des riches not striten solte , da sulen die swabe vor allen sprachen striten . Landrecht , § 32. - Eine Reihe anderer Stellen aus Geschichtschreibern und Dichtern desselben Inhalts s. bei Stälin , Wirtemberg . Geschichte I , 393 . 183 Waffen , Feindio ! der alte clamor ad arma , Alarm , Waffenschrei . S. Grimm , Rechtsaltertümer , p. 876 . Gleiche Sprachbildung - Verstärkung des Substantivs durch einen angehängten Ausruf - liegt den Hilferufen Mordio , Feurio ! usw. zugrund . 184 » Ich selbst « , sprach Attila vor Beginn der Schlacht in den Katalaunischen Feldern zu seinen Kriegern , » werde den ersten Wurfspieß schleudern , und der Elende , der sich weigert , das Beispiel seines Fürsten nachzuahmen , ist unvermeidlichem Tode verfallen ! « S. Gibbon , a.a.O. , cap . 35 ( 7 ) . 185 Noch im sechzehnten Jahrhundert bewahrten die deutschen Landsknechte die Sitte , sich rücklings Erde übers Haupt zu streuen , ehe sie ins Wogen des Treffens rückten . So der tapfere Georg von Frundsberg vor der Schlacht von Pavia . 186 Wir können uns nicht enthalten , den einfach großartigen Text des Notkerischen Liedes media vita mitzuteilen , so wie ihn J.v. Arx seinen Geschichten des Kantons St. Gallen I , p. 95 einverleibt hat . » Media vita in morte sumus , quem quaerimus adjutorem , nisi te domine , qui pro peccatis nostris juste irasceris . V. In te speraverunt patres nostri , speraverunt et liberasti eos . R. Sancte deus . V. Ad te clamaverunt patres nostri , clamaverunt et non sunt confusi . R. Sancte fortis . V. Ne despicias nos in tempore senectutis , cum defecerit virtus nostra , ne derelinquas nos . R. Sancte et misericors salvator , amarae morti ne tradas nos . « Es fand so großen Anklang im Gemüt frommer Streiter , daß eine Synode zu Köln sich gemüßigt sah anzuordnen , niemand solle ohne seines Bischofs Erlaubnis gegen irgendeinen Menschen das media vita singen . In das evangelische Kirchenlied ging es über durch Luthers Übersetzung : » Mitten wir im Leben sind von dem Tod umfangen etc. « 187 ... haud mora , bellum incipitur atque ex Christianorum parte sancta mirabilisque vox » kyrie « , ex eorum turpis et diabolica » hui , hui ! « frequenter auditur . Luitprand von Cremona de reb . imp . et regum lib . II , cap . 9. 188 Folchardi codex aureus ( Bibliothek zu St. Gallen ) , p. 39. 189 S. Bernhard Bader , Volkssagen aus dem Lande Baden , p. 34. 190 Den merkwürdigen Landhag , mit dem die Ungarn zu Karl des Großen