der Thür zukämpfte , so sahen sich diese doch bald von der Uebermacht bewältigt , die Cook endlich umschlangen und trotz seines wüthenden Sträubens mit schnell herbeigebrachten Stricken banden . » Die Pest über Euch ! « schrie der Farmer und suchte , freilich vergebens , seine Arme frei zu bekommen - » nennt Ihr das Gesetz , ehrliche Männer festzuhalten , damit Eure Schurken frei ausgehen ? Und Ihr da - vermaledeiter Dintenkleckser - Dayton oder Wharton , wie Ihr nun heißen mögt , Ihr sollt mir Rede stehen für dies - Hallo , Virginny - sind denn keine Männer mehr da ? « » Raum da ! « schrie in diesem Augenblick der baumlange Virginier und stürzte sich mit einigen rasch geworbenen Freunden auf ' s Neue zwischen die hinein , die Cook gefangen hielten . » Schützt das Gesetz , « tönte es ihm aber überall entgegen , und nur Widerstand fand er , wo er Hülfe erwartet . Es schien auch für kurze Zeit wirklich zu einem ernsten Kampfe zu kommen , die Mehrzahl befand sich jedoch zu stark auf Seiten der gesetzlichen Partei - die Uebrigen waren nicht im Stande , den Gefangenen zu befreien , und Dayton , der mit kaltem Lächeln dem tollen Wirniß zugeschaut hatte , gab jetzt ruhig den Befehl , den Gefangenen in die Jail hinüber zu schaffen . » Virginny ! « rief Cook , als er unten in der Thür stand und den Virginier sah , der sich noch immer vergebens bemühte , bis zu ihm hinzudringen - » wollt Ihr mir einen Gefallen thun ? « » Ruhe da , Sir ! « rief der Constabler - » kein Wort weiter , oder - « » Ay ay ! « rief der Lange hinüber . » Keine Verabredungen , Sir , - duldet keine Verabredungen Constabler ! « schrie jener Mr. Porrel und eilte rasch herbei - » Leute - bringt die Beiden auseinander . « » Warnt James Lively ! « schrie da der Farmer , so laut er schreien konnte , und sah sich im nächsten Augenblick von den Wächtern erfaßt und fortgerissen . » Ja , aber - wo find ' ich ihn ? « rief der Virginier zurück . » Fort da - weg mit dem Burschen - habt Acht auf Euch - damn you - schlagt ihn zu Boden , « tobte es indessen von allen Seiten , und während die Einen den Farmer mit sich auf die Straße zogen , verhinderten die Anderen den Virginier , ihm zu folgen , so daß , ehe er im Stande war , sich Bahn zu brechen , die Thür des County-Gefängnisses hinter dem jungen Mann in ' s Schloß fiel . Der Virginier schritt , da er sah , daß jeder weitere Versuch vergebens sein würde , die Straße hinunter , während sich die Uebrigen theils um das Haus der Wittwe schaarten , das der Constabler eben verschloß , theils auf dem Platze selber zusammentraten und das Geschehene mit einander besprachen . - Mit seinem Auftrag war er aber gar nicht zufrieden . » Hm , « brummte er vor sich hin und schob die Hände in die Taschen » jetzt soll ich Jimmy Lively warnen - da werd ' ich nach Livelys hinauslaufen können . - Zum Henker auch - ob man denn hier nicht irgendwo ein Pferd kriegen könnte . - He , Bob ! « rief er dann einen Bekannten an , der auf der andern Seite der Straße dem eben beschriebenen Schauplatz gerade zueilte - » wer borgt Einem wohl in der Stadt ein Pferd , wenn man keins hat ? « » Smart , « lautete die allerdings lakonische Antwort , und der Angeredete , der sich weiter gar nicht nach dem Frager umschaute , eilte rasch vorwärts . » Smart ? - so ? « murmelte der Virginier und sah dem Laufenden nach - » verdammte Eile - kommt auch noch zur rechten Zeit - Smart , muß einmal zu Smart gehen und hören , was er sagt . Daß der Henker übrigens das Reiten hole - bin noch in meinem Leben auf keinem so vierbeinigen Dinge gesessen , außer einmal , wo ' s mich aber schon abwarf , eh ' ich nur recht aufgestiegen war . « Und mit leise in den Bart gebrummten Flüchen schritt der Lange dem Union-Hotel zu , dort sein Glück zu versuchen . Fußnoten 1 Das Opossum , die amerikanische Beutelratte , stellt sich , wenn angegriffen oder auch nur berührt , augenblicklich todt und läßt Alles über sich ergehen ; es ist daher ein in den Backwoods sehr häufiges und allgemeines Sprüchwort für Jemanden , der sich verstellt , zu sagen : » Er spielt Opossum « . 2 Eine häufige Benennung dieser Fahrzeuge . 33. Squire Dayton beschließt , mit seinem Weibe aus Helena zu fliehen . Squire Dayton war , während sich das übrige Volk zerstreute , mit Porrel und einem Theil seiner Verbündeten zurückgeblieben , und stand , die Arme fest verschlungen , mitten auf dem breiten Platze , der Mrs. Breidelford ' s Haus von dem Gefängniß trennte . Er wußte recht gut , daß sich jetzt - vielleicht heute noch - nicht allein sein Schicksal , sondern auch das aller Uebrigen entscheiden mußte , und tollkühne Pläne waren es , die für den Augenblick sein Hirn durchkreuzten . Sollte er hier der Gefahr ausgesetzt bleiben , verrathen und vielleicht einmal überrascht und gefangen zu werden ? Sein Blick schweifte wild über die wogenden Menschenmassen hin - , oder sollte er sich - der Macht , die er jetzt um sich versammelt sah , vertrauend - im letzten entscheidenden Streich den Feinden entgegen werfen ? Noch war ihm Zeit gegeben , das , was er an Schätzen angehäuft , in Sicherheit zu bringen , der nächste Augenblick vernichtete vielleicht schon alle Hoffnungen und Pläne . - Porrel , der eben erst von Sinkville eingetroffene Verbündete ,