sie die Augen aufgerissen haben . Herrgott , sie hätte ihn heute sehen sollen beim Limmer in Weichs , wie sich vier Leute die schönste Mühe mit ihm gaben und ihm wie einem jungen Hochzeiter um den Bart gingen . Bist doch nicht ganz und gar der alte Dadädl und Austragler , der für nichts mehr gut ist auf der Welt ! Muß doch noch was sein an dir , wann die Weibsbilder liebreich werden , daß sie dir gefallen ! Wer weiß , ob der Prückl Kaspar heute drüben in Arnbach der Ursula so schön getan hatte wie ihm die Kaltnerin , der die Augen glanzig wurden vor hoffnungsvoller Erwartung ! Jawohl , du Schneegans , das hättest du dir nicht einfallen lassen , daß der Vater die Zollbrechtin hinauswürfe und auf die Brautschau ginge und beim erstenmal ein Weibsbild an der Angel hätte ! - Die Vorstellung , wie er heute aber schon auch alle Mitmenschen , und seine Tochter am allermeisten , hinters Licht geführt hatte , machte den Schormayer immer noch fröhlicher , und er stolperte seelenvergnügt in seinen Hof . Der Hund schlug an . » Sei staad , Russel ! Kennst d ' mi net ? « Da schloff der Schnauzl in seine Hütte zurück , und der Bauer holte unter einem Steine den Schlüssel heraus und sperrte auf . Er tappte schwer in das Hausflötz und tastete etwas unsicher nach der Stubentüre . Jetzt knarrte oben im Gang ein Brett , und ein Licht blitzte auf . » Hö ! Urschula , bischt as du ? « » Na , i bin ' s. « » Ah , d ' Zenzi ! Bischt du no auf ? « » I bi scho g ' leg ' n , aba i bin aufg ' stanna , wia ' r i di g ' hört ho . « » Is na d ' Urschula no it dahoam ? « » Na . Sie is no it kemma . « Zenzi war bis zur Stiege vorgegangen , und da sah sie der Schormayer im Unterrock und Hemd oben stehen ; sie hielt ein Kerzenlicht , das sie mit der Hand gegen den Zug schützte , und der Schein fiel auf ihr Gesicht und die bloßen Schultern . Irgend etwas trieb den Schormayer dazu , daß er die Stufen hinauf ging und nun auf einmal neben der Dirne stand und sie an der Schulter faßte . » Herrgott , du bischt aba g ' stellt ! « » Jessas , dös wenn d ' Ursula wisset ! « » Was paß denn i auf de auf ? « » Du paßt scho auf ! Host d ' mi ja de ganz Zeit nimma o ' schaug ' n derfa ! « » A was ! Dös is grad a so g ' wen ! « » Laß ' s guat sei ! Hör auf ! « » Teufi no a nei ! Aba du bischt sauber g ' wachs ' n ! « » Hör auf , sag i ! « » Sei g ' scheit , Madl ! « Dem Schormayer ging der Atem schwer , und die heiße Gier stieg ihm zu Kopf , und er kam ins Ringen mit dem üppigen Frauenzimmer . Da losch das Licht aus . » Jessas na ! Jetz is d ' Kirz ' n aa no ausganga ! « » Was braucha denn mir a Liacht ? « » Geh abi in dei Stub ' n ! « » I mag it , und i bleib amal bei dir ! « » Na , dös derfst it ! « » Jo , sag i ! Herrgott , wo bischt denn ? « Die Zenzi war ihm entwischt , und er hörte sie auf dem Gange , und da schnappte eine Türklinke ins Schloß , und ein Riegel wurde vorgeschoben . Der Schormayer tappte im Dunkeln vorwärts . Er stieß mit dem Fuße an seinen Stock , den er hatte fallen lassen , und dann suchte er an der Wand , bis er die Magdkammer fand . Die Türe war verschlossen . » Zenzi , mach auf ! « Er horchte und hielt den Atem an , weil er vor seinem eigenen Schnaufen nichts hörte . Drinnen kicherte es . » Geh , Madl , sei g ' scheit und laß mi eini ! Es reut di g ' wiß it ! « Wieder war es still . » Du , paß auf ! Wann ' s d ' mi eini laßt , is dei Schad ' n net . « Da antwortete die Zenzi endlich . » Na , dös sell derf it sei ! « » Warum it ? Auf wen hamm denn mir aufz ' pass ' n ? « » Was tat ' n denn deine Leut ' sag ' n ? « » Dös is mir wurscht . Jetz ' mach amal auf ! « » Geh abi ! D ' Urschula ko all ' Aug ' nblick kemma ! « » Vo mir aus kimmt s ' , wann s ' mag . Und bals d ' jetzt net aufmachst , tritt i d ' Tür ei ! « » Jessas na ! Gib do an Ruah ! « » Himmisaggerament ! « Der Schormayer rannte wütend gegen die Türe . Da raschelte es in der Kammer , der Riegel wurde leise zurückgeschoben , und der Bauer fiel beinahe über die Schwelle der sich öffnenden Türe . » Du bischt aba wild ! « sagte Zenzi vorwurfsvoll . » Und jetzt gehst abi ! « » Jetz wer i geh ! - Freili ! « Mit festen Griffen hielt er die Dirne . » Loß do aus ! I muaß ja d ' Tür zuasperr ' n ! « Er hielt sie am Arme , indessen sie die Kammer verriegelte , und dann umfaßte er sie und drängte sie vor . » Na