ihr verehret mich und ich euch , und ihr - - - ihr habt - - - habt meine Religion - - - Religion - - ich habe eure - - - und ich - - - ich verehre - - - verehre mich nicht ! « » Dazu hast du auch ganz und gar keine Veranlassung ! « lachte ich , denn im Arabischen war die von ihm angerichtete heillose Verwirrung noch viel lächerlicher als in der deutschen Uebersetzung , welche ich hier gebe . » Du kannst die Sure nicht richtig sagen und bist also betrunken ! « » Be - - be - - be - - « stammelte er . » O Hazret - - - der Raki - - Raki - - und hei - - heißes Zucker - - - Zuckerwasser - - - wasser ! « » Und nun du betrunken bist , weißt du nicht , was ich bin ! « warf ich ihm vor . » Was - - was - - - o , ich weiß - - - weiß sehr gut ! Hazret bist - - - bist Sill - - - Sill - - - hoher Sill - - - sehr , sehr hoher Sill ! « » Das ist dein Glück , daß du wenigstens das noch siehst . Weißt du aber auch , daß du hier diesem Sill « - ich deutete bei diesen Worten auf Halef - » den Brief gegeben hast , welchen Ghulam bekommen soll ? « » Brief - - ? Nein - - nein - - - nicht gegeben ; habe noch ! « » Weißt du , von wem er ist , dieser Brief ? « » Von - - von Esara el - - - el Awar23 , der ihn geschrieben und - - - und mir - - - mir gegeben hat . « » Wo ist Esara jetzt ? « » Nach Kor - - - Korna , wo - - - wo er wohnt . « » Und weißt du wirklich ganz gewiß , für wen der Brief bestimmt ist ? « » Für - - für Ghulam el - - el Multasim24 . « » Und wo Ghulam sich jetzt befindet ? « » In - - in - - Straße nach - - ah - - ah ! « Da war es mit seiner Beherrschung zu Ende . Er fiel um , schloß die Augen und lag nun wieder so betäubt wie vorher . » Es ist aus , Sihdi , « sagte Halef . » Du wirst nun nichts mehr von ihm erfahren , denn er hat - - - « » Still ! « unterbrach ich ihn . » Komm wieder mit hinunter ! « Wir stiegen die Leiter hinab und kehrten zu Lindsay zurück , welcher sich erkundigte , ob wir noch etwas erfahren hätten . Halef antwortete : » Ich hätte es nicht für möglich gehalten , daß aus dem Betrunkenen noch etwas herauszubringen sei ; dem Effendi ist es aber doch geglückt . Freilich , ich hätte mir die Fragen nicht getraut , die er ausgesprochen hat . « » Warum nicht ? « erkundigte ich mich . » Weil ich sie für unvorsichtig gehalten hätte . Der Kahwedschi mußte doch hören , daß du nichts wußtest , und daraus schließen , daß du dich zwar für einen Sill ausgiebst , aber keiner bist . « » Er mußte das hören ? Mußte er das wirklich ? « » Ja . « » Er hat es aber nicht gehört . Und noch viel weniger hat er einen Schluß gezogen ; sein Zustand war ja ein solcher , daß er gar nicht folgerichtig denken konnte . Er erkannte nicht einmal seinen Gast in mir ! « » Das weißt du jetzt , wußtest es aber nicht vorher ! « » Sei gnädig gegen mich , lieber Halef ! Ich gönne dir es zwar ganz gern , mir auch einmal einen Fehler , eine Unvorsichtigkeit nachweisen zu können , aber dieses Mal befindest du dich im Irrtume . Schon ehe ich den Betrunkenen zu Worte brachte , sah ich es ihm an , wie weit ich gehen könne . Sodann sprach ich im Tone eines Vorgesetzten , der hören will , wie weit der Untergebene unterrichtet und ob er bei Besinnung ist . Meine Fragen hätten den Kahwedschi , selbst wenn er weniger betrunken gewesen wäre , gewiß nicht auf den Gedanken gebracht , daß ich nicht zu den Sillan gehöre . Er hatte ja schon vollständig vergessen , dir den Brief gegeben zu haben . Grad so wird er , wenn er aus seiner jetzigen Betäubung erwacht , gar nicht mehr wissen , daß ich bei ihm gewesen bin und mit ihm gesprochen habe . Ich werde meinen Ring , zufrieden mit dem Resultate , jetzt wieder in die Tasche stecken . « » Bist du wirklich zufrieden ? « » Ja . « » Ich aber hätte doch noch sehr gern gehört , wo Ghulam zu finden ist . Es ist schade , daß er grad dabei wieder in den bewußtlosen Mangel an Besinnung zurückkehrte , aus welchem du ihn vorher zum mangelhaften Hersagen der Sure der Ungläubigen aufgeweckt hattest ! « » Ich verlange nicht mehr , als er geben konnte . Wir haben den Namen und den Wohnort des Absenders erfahren und wissen sogar , daß er einäugig ist , was uns unter Umständen von Vorteil sein kann . Und wir wissen nun , daß Ghulam bloß ein Name und keine Standesbezeichnung ist . Der Mann heißt Ghulam el Multasim . Multasim bedeutet Pächter im allgemeinen und auch einen Staatsgutspächter im besonderen . Da in Persien die Zölle verpachtet sind , so ist dieser Ghulam wahrscheinlich ein Zollpächter . « » Ja , Sihdi , wenn du aus seiner verworrenen Rede so bestimmte Schlüsse ziehst , so können wir , falls diese richtig sind , allerdings zufrieden