der Bäuerin die Hand , und die schlotterte wie ein Mädchen , wenn es die Hand zum erstenmal einem Jungen geben soll . In Hans wachte offenbar der alte Schalk auf und hatte seinen Spaß an diesem Schreck und Schlottern . Uli machte den Vermittler , stellte Hagelhans als den neuen Glunggenbauer vor und sagte , sie kämen , um mit Johannes über die Sache zu reden . Die Bodenbäuerin wurde ganz bleich , als sie das hörte . Nun , auf das Geld habe ich so stark nicht gerechnet , dachte sie , das ist verloren und ich will nichts dazu sagen ; aber die armen Leutchen dauern mich , die sucht doch unser Herrgott einmal um das andere wohl stark heim . Erst das Hagelwetter , jetzt noch Hagelhans als neuer Bauer , der schindet sie lebendig . Auch Johannes konnte sich ähnlicher Gedanken nicht erwehren , vergaß jedoch die Pflichten der Gastfreundschaft nicht , hieß sich setzen und essen . Besondern Platz zu machen am Tische für die Gäste brauchte er nicht , denn kaum war die Tür frei , so war der ganze Haufe verschwunden , an das Essen dachte Keiner mehr . Sie hatten manchmal vom Hagelhans im Blitzloch reden hören als wie von einem greulichen Kobold und manchmal gewünscht , wenn sie ihn doch einmal sehen könnten , aber nur von weitem . Jetzt hatten sie ihn gesehen , nur zu nahe . Hagelhans hatte die alte Sünde nie ablegen können , sich den Leuten als den zu geben , für welchen sie ihn nahmen , wendete oft größere Mühe an , sein Gutmeinen zu verbergen , als Heuchler anwenden , gutmeinend zu scheinen . Merkwürdig war , wenn er gegen diese Sünde kämpfte , wie bald das Gutmeinen hervorbrach und dann wieder desto greller die Bosheit , wie wenn am gewitterhaften Himmel bald die Sonne scheint , bald die Blitze zucken durchs schwarze Gewölke . Er habe die Glungge nicht gerne in fremden Händen gesehen , und da er niemand hätte auf der Welt , der nach ihm frage , so habe er auch niemanden zu fragen , wenn es ihn gelüste , einige Kreuzer mehr oder weniger wegzuwerfen , bemerkte er dem Bodenbauer . Er würde gerne noch einige Handvoll nachwerfen , wenn er wüßte , was jetzt die alte Glunggenbäuerin im Himmel dazu sage und was sie für ein Gesicht mache , daß Hagelhans Glunggenbauer geworden ! Nun könne er nicht alsbald aus dem Blitzloch fort , sondern müsse einen Pächter haben auf der Glungge . Man sei halt geschlagen mit solchen , aber der , welchen er gefunden , scheine ihm von den weniger schlechten zu sein , und noch dazu sei er Götti von einem Kinde des Pächters und solle sogar dessen Vetter sein ; da müsse man begreiflich ein Einsehen tun , auf die Gasse begehre er die Leute nicht zu bringen . » Uli ist dir schuldig und du warst sein Bürge . Nun wirst du nicht ferner Lust haben , die Finger in die Tinte zu stoßen ; ich habe aber auch nicht Lust , einen Pächter anzustellen , den mir einer , sobald es ihm beliebt , auspfänden und bloß machen kann ; ich mache dies lieber selbst , wenn es sein muß . Du hast den vorigen Akkord machen helfen , und jetzt mußt auch unsern machen helfen . Uli , der Vetter , hat das Zutrauen zu dir , weil der vorige so gut gewesen , und ich habe nichts dawider . Er soll nicht meinen , daß ich ihn übernehmen will . Aber vergessen muß man jedenfalls nicht , daß der Hof mich sechzigtausend Gulden kostet , nicht gerechnet , was ich verbauen muß ; daneben mag ich es den Leuten gönnen , daß sie wieder aufkommen . « Du alter Schelm , dachte Johannes , bist immer der gleiche Unflat , aber diesmal fängst du uns nicht ; ehe wir eintreten , muß ich mit Uli reden . Die Bodenbäuerin hatte sich erholt , erfüllte ihre Pflicht als Wirtin wieder , und als man mit Essen fertig war , unterhielt sie sich mit Uli . Da sagte der Bodenbauer zu Uli : » Komm doch geschwind mit mir in den Stall , während es noch Tag ist ; möchte dir ein Füllen zeigen und fragen , was du meinest , ob ich es fällen oder zum Hengst geraten lassen soll . « » Weißt was , « sagte Hagelhans , » schick die Frau mit Uli hinaus , er ist hübscher als ich und lieber geht sie mit ihm in den Stall , als daß sie bei mir in der Stube bleibt . Hätte übrigens auch noch ein Wort mit dir zu reden . « Die Bodenbäuerin kriegte einen Kopf so rot wie ein Kupferkessel , aber eine Antwort wollte ihr nicht kommen . Draußen erst brach es ihr los im Halse , und hageldick flogen ihr die Schimpfwörter aus dem Munde , daß die Kinder sagten : » Mutter , Mutter , um Gottes willen , was hast du ? So tatest du nie , mache die Haken auf am Göller , du erstickst ja ! Herr Jeses , Herr Jeses , was hast ? « » Das Ungeheuer , der Unflat , der Utüfel , was er ist ! Daß doch einen Solchen Gottes Erdboden trägt ! Ich habe von dem schon gehört , als ich ein junges Mädchen war , aber gesehen habe ich ihn nicht . Da war nichts Schlechtes , was man ihm nicht nachredete , der Schlechteste war er , der je in einer Menschenhaut über die Erde lief . Den schönsten Mädchen lief er immer nach , und wenn sie nichts von ihm wollten , verfolgte er sie schrecklich , sie waren ihres Lebens nicht sicher vor ihm . So machte er es der Glunggenbäuerin , noch viel schlechter soll er es deiner Frauen Mutter gemacht haben . Man erzählte Sachen , ich darf