dem Schwarzwalde . Der Geistliche hat ihr von einer kleinen Villa in einem der Thäler erzählt . Vielleicht läßt sie sich dort nieder . Sie ist dem geliebten Knaben nahe , auch Emma geht nicht nach Italien . So wären denn beide überall zu einer Nachbarschaft bestimmt , die Ihnen am Ende unentbehrlich werden kann . Wir , liebster Freund ! bleiben in der ausgestorbenen Gegend allein zurück , doch wollen wir nur nicht allein fühlen . Antwort Tavanelli geht mit diesen Zeilen zu Ihnen . Er wird Ihnen sagen , daß auch er nach dem Tode der alten Martha , welcher er seine Pflege widmete , Georg und dem Geistlichen folgt . Sophie ! man wird gelassener , wenn man bedenkt , wie viel geschehen muß , ehe etwas Bleibendes erwächst . Sie sagen es , und ich muß es wiederholen . Auch wir werden lernen , Frieden in uns zu machen . Die Gräfin an Agathe Laß Deine romanhafte Nachbarsgeschichten , Deine kleine , coquettirende Eifersucht , laß Elisen , laß dem redlichen Curd , der alles in der Welt , nur nicht sentimental ist , Ruhe , und denke an etwas Ernsthaftes . Leontin hat uns die Erbschaft der Tante cedirt . Dies giebt Dir ein Gewicht , was Dein Mann respektiren muß , mir ein Recht mitzusprechen , und Deiner Schwester die Wahl unter ihren Bewerbern . Was geht uns alles Uebrige an ! Hier endet nun ein Briefwechsel , dem noch Manches zu ergänzen übrig bleibt . Gleichwohl findet sich nichts , als die Nachricht , daß Heinrich , Hugo ' s Freund , nach mehreren Jahren eine Reise in die Gegend von Wehrheim unternahm . Er besuchte das öde Schloß und die Ufer des verhängnißvollen Stroms . Bei dem Wehr fand er einen Stein aufgerichtet , mit Hugo ' s Namen und dem Tag seines Verschwindens . Die Frau des Zimmermanns begleitete Heinrich dahin . Sie erwähnte der schwarzen Hand , die sich warnend auf dem Gerüste gezeigt hatte . Die Leute im Dorfe dachten seitdem oft daran . Alle liebten den armen Herrn , wie sie Hugo nannten . Fast um dieselbe Zeit schrieb Elise zwei kurze Zeilen an Sophie , die letzten , die sich von ihrer Hand vorfinden : » Kann ich auch nicht denken , wie Andere es wollen , so lerne ich doch mit Andern leben , Manches errathen , schweigen und warten , bis es heller und heller wird . «