Pfarre zu Langen und das ganze Dorf ; 8 ) das ganze Dorf Malchow ; 9 ) die Pfarre zu Metzelthin ; 10 ) die Pfarre zu Sieversdorf 11 ) die Pfarre zu Cantow . Rittersitze : 1 ) das schöne Gebäude des von Klitzing zu Walsleben , wo doch der General Gallas selbst das Hauptquartier gehabt , abgebrannt ; 2 ) der Rittersitz zu Dabergotz , des von der Gröben , abgebrannt ; 3 ) der Rittersitz zu Krentzlin , des von Leesten , abgebrannt ; 4 ) zu Werder , dessen von Fratz ; 5 ) zu Buskow , dessen von Zieten ; 6 ) zu Wustrau , dessen von Zieten ; 7 ) zu Langen , dessen von Zieten ; 8 ) zu Walchow , dessen von Wuthenow ; 9 ) zu Manker , dessen von Schütten ; 10 ) zu Vichel , dessen von Pfuel ; 11 ) zu Nakel , dessen von Lüderitz ; 12 ) zu Segeletz , dessen von Wuthenow ; 13 ) zu Wildberg , dessen von Woldeck , und noch viele mehr in der Nachbarschaft ; ja man hat kein Dorf nennen können , da es nicht gebrannt , wo nicht ganz , so doch halb , und was noch nicht abgebrannt , das ist niedergerissen und doch verbrannt worden . Der Vorrath an Gersten ist alle vom Felde von den Soldaten weggerafft und ausgedreschet worden , so daß der Landmann nichts davon gekriegt . Der Roggen ist nicht wieder besäet worden , weshalb die Leute sich an das Kraut haben halten müssen , was Krankheit und Tod verursacht hat . Die Obstbäume sind ganz abgehauen worden , welches die armen Leute sehr beklagt haben ; ebenso auch die Weiden . Die Kirche ist sehr verwüstet worden . Da man fünf oder sechs Feuerstellen in ihr gehabt hat , ist kein Stuhl festgeblieben und kein Fenster . Der Kirchboden ist ganz herausgerissen worden und der Seiger ( die Uhr ) ist auch ganz zu nichte gemacht . Die Wellenwand um den Kirchhof ganz weggebrannt , die Scheune abgebrochen ; Summa es kann nicht beschrieben werden , wie kläglich es im Dorfe Gottberg ausgesehen hat in diesem 1638 ten Jahr . Es stand auch ein klein Eichhölzchen vor diesem Dorf , das auch ganz abgehauen . Die großen Eichenbäume theils abgehauen , theils ganz abgekröpfet , so daß kein Zweig daran geblieben . In diesem Jahr ist das Volk armuthhalber aus dem Lande gelaufen , nach Hamburg und Lübeck , allwo sie geblieben , sonderlich das junge Volk . Und weil die Pest in diesem Jahre sehr grassiret , und die Leute wegen beständiger Kriegsgefahr in den Dörfern nicht haben bleiben können , so ist der eine hier und der andere dorthin geflogen und ist der eine hier und der andere dort gestorben . Man kann ausrechnen , daß aus diesem Dorfe Gottberg , außer 26 Personen , die hier am Orte starben , 5 in Wusterhausen und 31 in Ruppin verstorben sind . « So die Aufzeichnungen in den beiden Kirchenbüchern , die , in ihrer ungeschmückten Wiedergabe von Fakten und Zahlen , eines Eindrucks nicht verfehlen . Es ist danach glaubhaft , daß , wie Bratring erzählt , » das Land Ruppin während des Dreißigjährigen Krieges mehr gelitten habe , als irgendein anderer Teil der Mark « . Kränzlin Kränzlin Darum still Füg ' ich mich , wie Gott es will . Und soll ich den Tod erleiden , Stirbt ein braver Reitersmann . Altes , eine halbe Meile von Neu-Ruppin gelegenes Rittergut , jetzt im Besitze der Familien Scherz und Zieten . Wie beinah alle Güter im Ruppinschen , bestand auch Kränzlin aus einer ganzen Anzahl von Rittersitzen , und in den Jahrzehnten , die dem Dreißigjährigen Kriege vorausgingen , waren hier vier Familien ansässig : die von Leeste , von der Gröben , von Gühlen und von Fratz . Die letzteren kann man als die recht eigentliche Kränzliner Familie bezeichnen . Schon 1327 werden die von Fratz genannt und sie sind es , an die die alte Sage vom » Räuberberg bei Kränzlin « anknüpft , die zunächst Feldmann in seinen schriftlichen Aufzeichnungen und nach ihm W. Schwartz in seinen Märkischen Sagen erzählt . Danach lag eine kurze Strecke vor dem Dorfe , rechts vom Ruppiner Weg , eine Burg , von der übrigens noch zu Anfang dieses Jahrhunderts Wall und Graben erkennbar waren . Hier hausten in der Quitzowzeit , und auch vorher und nachher , die von Fratz . Von der Burg aus ging eine Leitung nach der Brücke des nahen Kränzliner Damms hinüber , und zwar ein Draht , der jedesmal , wenn ein Wagen über die Brücke fuhr , eine Alarmglocke innerhalb der Burg in Bewegung setzte . Sowie diese Glocke anschlug , warf sich alles zu Pferde und griff die Reisenden an . Auf die Klagen , die seitens der so Beraubten bei dem regierenden Grafen ( der , wie wir wissen , in Alten-Ruppin residierte ) anhängig gemacht wurden , drohte dieser dem Fratz , » er werd ihm die Burg anzünden , wenn er das Unwesen weiter treibe « . Der Kränzliner Burgherr schlug aber die Warnung in den Wind , mochte auch wohl glauben , ein » Steinchen im Brette « zu haben . Er irrte jedoch . Eines Tages , als der Fratz in Ruppin war , schickte der Graf seine Leute hinaus , die die Kränzliner Burg ersteigen und brechen mußten . Nach einer andern Lesart hätte der Graf , verräterischerweise , den Fratz zu Gaste geladen und ihm schließlich , vom Turme des Alt-Ruppiner Schlosses aus , seine derweilen in Brand gesteckte Burg gezeigt . Diese zweite Lesart ist aber neueren Datums und wahrscheinlich erst entstanden , nachdem an der alten Burgstelle Holzkohlen und abgebrannte Balken entdeckt worden waren . Die Familie Fratz besaß Anteile von Kränzlin bis ins 17. Jahrhundert hinein . Um diese Zeit waren es fromme Leute , die zu ihrem Doktor Luther hielten