wieder in unser Haus . Mein Gemahl und ich werden Euch gerne aufnehmen . Sein Wille ist der meinige . « » Ich danke Euch , edle Frau « , sagte Witiko . Darauf wendete er sich zu Bertha , und sprach : » Möge Bertha das Glück erfahren , das ihr die wünschen , die sie lieben . « » Möge Witiko erreichen , was er hofft « , entgegnete Bertha . » Er will darnach streben « , sagte Witiko , » Gott fügt das weitere . « Er reichte Bertha die Hand , und Bertha reichte ihm die Hand . » Ich werde Euch in Eure Stube geleiten « , sagte Heinrich . Witiko und Bertha lösten ihre Hände auseinander . Witiko neigte sich vor Wiulfhilt , vor Bertha , und auch vor den Dienstmannen . Diese alle gaben den Gruß zurück , und Witiko ging mit Heinrich gegen die Tür . Heinrich führte ihn in die Wohnung , die ihm zur Herberge bestimmt war . Dort verabschiedeten sie sich . Raimund und der Mann in dem braunen Gewande waren schon in den Stuben , und die drei Männer suchten nun die Ruhe der Nacht . Als der Morgen noch wenig dämmerte , verließ Witiko die Gemächer . Da war in dem Gange vor denselben Heinrich , und öffnete mit einem Schlüssel das Fallgitter , und zog es empor . Dann ging er fort . Witiko ging unter dem geöffneten Fallgitter hinaus . Er ging in den Stall . Raimund kam auch sogleich herunter , und die Pferde wurden mit der Beihilfe des Knechtes Hando besorgt . Da dieses geschehen war , aßen die drei Männer etwas von den Morgenspeisen , die in ihre Wohnung gebracht worden waren . Dann wurden die Pferde in den Hof geführt , und die Männer gingen zu ihnen . Da kam Wolf herzu , und brachte mehrere Stricke , welche Raimund an seinem Sattel befestigte . Darauf bestiegen die Männer ihre Pferde . Nun kam Heinrich zu ihnen , und geleitete sie bis zu dem Tore . Wolf öffnete die beiden Flügel des Tores , und nickte im Gruße gegen Witiko . Heinrich geleitete die Männer durch das Tor hinaus . Da sie außerhalb seines Hauses waren , reichte er Witiko die Hand auf das Pferd , und sagte : » Ich danke Euch für das Vertrauen , welches Ihr mir heute in der Nacht erwiesen habt . « » Lebt wohl « , sagte Witiko . » Lebt wohl « , sagte Heinrich . Die Männer setzten sich in Bewegung , und Heinrich ging durch das Tor in den Hof zurück . Witiko und seine Begleiter ritten an dem rauschenden Bache nieder zu dem tieferen Walde , und in dem Walde fort bis an die Mihel . Sie durchritten die Wasser der Mihel , und Witiko ritt mit ihnen an die Hütte des Köhlers Mathias . Der Köhler Mathias kam von dem rauchenden Meiler herzu , und sein Weib Margaretha kam mit den Kindern aus der Hütte . » Gib uns einen Trunk frischen Wassers , Mathias « , sagte Witiko . » Wollet Ihr denn nicht in das Haus gehen ? « fragte der Köhler . » Wir reiten sogleich wieder fort « , antwortete Witiko . » Ihr haltet Euch gar nicht auf ? « sagte Margaretha . » Ich komme schon wieder einmal « , entgegnete Witiko . » Ach , nach vielen Jahren « , sagte das Weib . Dann ging sie , und brachte in einem grünen Kruge frisches Waldwasser . Witiko trank aus dem Kruge , und auch seine Begleiter tranken . Dann reichte er von dem Pferde dem Köhler die Hand , und reichte sie auch seinem Weibe Margaretha . Hierauf ritten die Männer an dem Rauche der Meiler vorüber in der Richtung gegen Mittag weiter . Sie ritten unter den hohen und alten Tannen des breiten Berges empor . Sie ritten auf dem schmalen Pfade unter den tiefen Ästen einer hinter dem andern . Als sie zu dem roten Kreuze gekommen waren , taten sie ein Gebet , und ritten wieder weiter im Walde aufwärts . Nachdem noch eine halbe Stunde vergangen war , kamen sie auf der Höhe in die Waldlichtung hinaus , vor der Witiko zum ersten Male den Dreisesselwald gesehen hatte . Sie wendeten sich jetzt auch um , und sahen die Forste und die Höhen , und sahen den Rauch , der von Heinrichs Hause empor stieg . Darnach ritten sie wieder in einen neuen Wald auf einer Fläche sanft abwärts . Nach einer Stunde erquickten sie , wie sie es gewöhnlich taten , an einer Waldstelle die Pferde . Dann ritten sie wieder weiter . Gegen den Mittag kamen sie auf einen Platz , auf dem niedriges Buschwerk auf Rasen weit dahin ging . An der Grenze waren Bäume , davon viele durch Winde gestürzt waren . Da sie auf dem Platze ritten , kam ein Bolzen gegen Witikos Seite geflogen , und prallte von dem Leder ab . Witiko blicke auf den Mann im braunen Gewande . An dem braunen Gewande desselben hing auch ein Bolzen . Sofort auch schaute Witiko in der Richtung hin , woher die Bolzen gekommen sein mochten . Da waren zwei Männer in den Gebüschen , und ragten mit dem Oberkörper über sie empor . Der eine hatte einen roten Bart , der andere einen grauen . Sie hatten beschmutzte Ledergewänder . Witiko nahm die Lanze Raimunds , und ritt in die Büsche , und in ihnen , so schnell es sein Pferd vermochte , gegen die Männer . Da die Männer dieses sahen , ergriff der graubärtige die Flucht . Witiko rief gegen den andern : » Wenn du dich regst , und von dem Platze weichen willst , so werfe ich dir diese Lanze in den Leib , wenn du ruhig stehen bleibst , so schone ich deines Lebens . « Der Mann blieb stehen . Raimund kam nun