, aber ich könnt ' s zufrieden sein . Dann müßt ' s der Alte trotz ' m Sternsteinhof billiger geben , und um den nähm ich auch ' n blinden Toni . « » Pfui , wie du auch nur so grauslich daherreden magst , wo du doch schon für dein Teil ein Bubn hast , auf den d ' stolz sein kannst ! Der Toni vom Sternsteinhof , wie reich er is , stellt sein Tag nix vor als ein Bauern , gegn den is wohl der Kleebinder Muckerl ein ganz anderer . Dazu is der hochmütige Sternsteinler - wann d ' dir ihn je von der Näh betracht hast , mußt mir recht geben - weitaus nit der Schönste und Stärkste , und er kann doch wahrlich nit , wie der Muckerl , was ihm an Kräftigkeit und Hübschheit fehlt , ausgleichen durch sein Künstlichkeit und sein Bravheit und sein Gutheit . « » Schau , was du alls über ihn weißt « , lachte Helen , » schier werd ich mit dir eifern müssen , es hat völlig ' n Anschein , als ob d ' in mein Muckerl verliebt wärst . « Sepherl wandte ihr errötendes Gesicht ab . » Geh zu , sei nit törig . « » Brauchst ja nit rot z ' werden , wenn es nit wahr is « , neckte Helene . Es machte ihr Spaß , da sie sich den unbestreitbaren Besitz des Burschen von Sepherl geneidet dachte , diese durch lose Reden zu ärgern . Sie schlug ihr derb auf die Achsel . » Na , trutz nit ! Wann dir gar so um ihn is , kannst ihn ja habn . Gib mir ein gut Wort , so laß ich ' n dir . « » Hast du auch nur ein Laut von mir ghört , der dir das Recht gibt , ein solche Red wider mich z ' führn ? « zürnte Sepherl . » Daß der Muckerl kein andere will wie dich und , selbst wenn er eine möchten tat , mich schon af d ' allerletzt , das weißt , und weil du ' s weißt , so laß dir auch sagen , daß dich solch unbsinnt Schwätzen nur selber verunehrt und ich mich für dein Gspött noch allweil z ' gut halt ! « » Bist du aber empfindlich « , sagte Helene , über die Achsel nach ihr blickend . » Wann der Bub mein is , so werd ich mir doch über das Meine ein Spaß erlauben dürfen ? Und sag ich scherzweis , ich tät dir ' n gönnen , so darf das doch dich nit beleidigen , die ' n für so ein Ausbund halt ! Das im Gspaß , im Ernst aber - is er , wie er is , ich bin auch , wie ich bin - , vermöcht ihn ein andere nur an klein Finger z ' fassen , kannst mir glauben , daß ich ' n ihr schon nit mehr streitig machet . « Ja , so durfte die Zinshofer Helen wohl reden . Sepherl nickte zustimmend . » Wär auch ein Einfall , sich mit dir z ' messen , der Muckerl tät dazu nur lachen . Aber schau , da is er und steht noch allweil geduldsam auf der Brucken . « Er stand wirklich noch da . Viel Wasser war , während er hier wartete , den Bach hinabgeflossen , und er fragte sich , wieviel wohl noch da unter der Brücke werde hinweglaufen müssen , bis sich schicken wird , was er wünscht und hofft ? Er stand , daß der Bach gegen ihn floß , sah nur das währende Zudrängen und Herankommen und achtete nicht auf das gischende , wallende , rastlose Gerinne , das hinter seinem Rücken , was es gebracht hatte , Scheit oder Halm , auch mit sich fortführte . Früh am nächsten Morgen fand sich Helene auf dem Sternsteinhof ein . » Je , was machst du da ? « fragte die alte Schaffnerin , als sie ihrer ansichtig wurde . » Denk « , sagte die Dirne , indem sie nach ihrem rechten Ohrläppchen wies , » ein Ohrring is mir verlorengegangen . Hab ich ihn nit da heroben bei euch verstreut ? « » Hab nix gsehn . « » Sollt er dir gleichwohl unterkommen - « » Will schon darauf achten . « Über den Hof kam ein untersetzter , stämmiger Bursch auf die beiden zugeschritten . » Da kommt unser Bauerssohn « , flüsterte die Alte , die Dirne mit dem Ellbogen anstoßend . Helene betrachtete den Herantretenden . Er hatte krauses , schwarzes Haar , eine gerade , ziemlich fleischige Nase und braune , hell leuchtende Augen . Sie erwartete nach dem , was Sepherl über ihn gesagt hatte , keinen Gruß , aber sie grüßte auch nicht . » Wen hast denn da bei dir , Kathel ? « fragte er . » ' s is die Zinshoferische von da unten « , sagte die Alte mit einer beiläufigen Handbewegung nach dem Fuße des Hügels , welche dartun sollte , wie wenig für hier oben das da unten zu bedeuten habe . » Die Matzner-Sepherl hat s ' gestern mit heraufgebracht , und da hab ich ihr große Augen machen gelehrt . Über lauter Aufschaun hat s ' gar ein Ohrring verloren , ohne daß sie es gemerkt hätte . Gelt ja , du ? « Sie legte ihre knöchernen Finger auf die runde Schulter der Dirne . » Wahr ist ' s « , sagte Helene , » schön habt ihr ' s da heroben . « Sie sagte das aber in einem Tone gleichmütiger Anerkennung , wie wenn sie gestern gerade nicht gar zu Ungewöhnliches gesehen hätte und als ob sie etwa mehr absonderlichkeitshalber als aus sonst irgendeinem Grunde in der armseligsten Hütte da unten wohne . » Na , wenn dir ' s gefallen hat « ,