derselben Zeit zu schnattern anfängt , wo man Dem , der uns erwartend im Hause steht , etwas zurufen will , da ist ' s auch nicht wohnlich und gemüthlich und es würde mir wenigstens stets unbehaglich vorkommen . « » Wozu sollte sich aber Mr. Rowson Vieh anschaffen , « warf Harper ein , » wenn er vielleicht schon in acht Tagen wieder auszieht . « » Ach was da , « erwiderte Bahrens . » Wenn ich nur drei Tage auf einem Flecke wohnte , müßte ich wenigstens ein paar Hühner oder Ferkel um mich herum haben , die das liebe Getreide aufläsen , was sonst verwüstet wird . Seht nur , wie ' s da drin im Hofe aussieht , der Mais liegt dicht gestreut am Boden ! ach , wenn das meine Alte sähe ! « » Wird jetzt schon anders werden . « lachte Roberts - » die Frau wird ihm den Kopf schon zurechtsetzen , und es ist nun auch ein möglicher Fall , daß nicht mehr alle Sonntage zweimal , und manchmal Mittwochs einmal gepredigt wird . Für die Bequemlichkeit der Pferde ist übrigens gesorgt , das muß wahr sein - Tröge genug . « » Was hast Du , Ellen ? « frug Marion , selbst beunruhigt , als die Freundin einen leisen , halb unterdrückten Schrei ausstieß - » was war da ? « » Oh nichts , « lächelte das Mädchen verlegen und warf dabei einen flüchtigen , aber immer noch scheuen Seitenblick nach dem Hause hinauf - » nichts - es war bloße Täuschung . Mir kam es aber auf einmal vor , als ob da oben , zwischen den beiden offenen Spalten , ein Auge hervorgeleuchtet hätte . « » Wo ? da oben ? « lachte Bahrens- » da würde sich wohl schwerlich ein Gast einquartirt haben . Wer hier im Hause wohnen wollte , fände beqemere Plätze - die Thür ist ja offen . « » Und was für eine Thür ! « sagte Harper , der die Pforte jetzt öffnete und das Haus zuerst betrat , » merkwürdig stark , als wenn er wunder wie große Reichthümer hier aufbewahrte . Nun - ziemlich ordentlich sieht ' s aus , « fuhr er dann fort , sich überall umschauend - » für eine Junggesellenwirthschaft nämlich , denn die Frauen möchten noch Manches daran auszusetzen haben . Das läßt sich aber nicht anders verlangen ; bei uns unten bleibt ebenfalls viel zu wünschen übrig . Als freilich Alapaha noch lebte , « seufzte er dann still vor sich hin , » da war es dort auch immer recht wohnlich und hübsch - und da - « » Es wird schon wieder so werden , Harper , « unterbrach ihn Bahrens freundlich - » vielleicht noch besser . - Brown muß heirathen , und dann braucht Ihr nachher nicht mehr über Junggesellenwirthschaft zu lamentiren ; dann haben die Junggesellen ausgewirthschaftet . « » Nun herein da , Ihr Mädchen ! « rief Roberts , der sich jetzt den beiden Männern angeschlossen hatte , » herein da mit Euch . « - Hier beginnt Euer Reich , und Marion mag gleich Besitz nehmen . » So - « fuhr er fort , als sie seinem Wunsche Folge geleistet , » so - das ist recht . - Nun kommt und wirthschaftet hier nach Herzenslust , und wir wollen indessen draußen ein Feuer anzünden und den eisernen Kessel darüber hängen . Eine Küche ist doch nicht beim Hause , wie ich sehe , und meine Alte , die gar nicht mehr lange bleiben kann , denn in solchen Sachen - « » Hei-ho , « rief Bahrens lachend - » er geht wieder durch . - Hier ist Schwamm ; wo aber machen wir das Feuer an ? Ein unbequemer Platz für Holz das - wenigstens fünfzig schritt weit zu tragen . Da wollen wir lieber erst ein paar Aeste herbeiholen - ist denn keine Axt auf der Farm ? Schöne Einrichtung das ! « » Dort in der Ecke lehnt eine , « sagte Harper . » Gut , dann bleibt Ihr nur indessen hier . « » Nein , ich will mit Holz tragen , « meinte Roberts , » Harper mag Feuer anmachen - dürres Laub und Reisig hat ja der Wind genug hergeschafft . « Die Männer gingen nun lachend und erzählend an ihre Beschäftigungen , und die Mädchen blieben allein im Hause zurück . Ihre Stellung aber veränderten sie nicht , und mit ineinander verschlungenen Händen sahen sie sich ernst und still in die Augen . Da endlich konnte Marion den inneren Gefühlen nicht länger gebieten , und sich an die Brust der Freundin werfend , machte ein lindernder Thränenstrom dem lange und arg bedrängten Herzen Luft . » Marion , was fehlt Dir ? « frug Ellen erschreckt , » was um Gottes willen hast Du ? - Dich quält irgend etwas Entsetzliches - ich habe es Dir lange angesehen - Du bist nicht glücklich . « » Nein , « schluchzte das arme Mädchen und umschlang nur fester die Freundin , die ihre Arme zu lösen suchte , um dem Auge der Weinenden zu begegnen . » Nein - Gott weiß es - ich bin nicht glücklich und - werde es nie werden . « » Aber was ist Dir ? Um des Heilandes willen ! so habe ich Dich noch nie gesehen - Du zitterst und bebst - Marion , was fehlt Dir ? « » Was mir fehlt ? « frug die Braut des Methodisten , sich wild und krampfhaft emporrichtend . - » was mir fehlt ? - Alles - Alles auf der weiten Welt - Vertrauen - Liebe - Hoffnung - ja selbst die Hoffnung fehlt mir , und jetzt - jetzt ist es zu spät - zu spät - ich kann nicht mehr zurück . « » Marion , Du ängstigst mich ! « flüsterte schüchtern die Freundin