wahrscheinlich schon gewarnt sind . Assowaum mag uns nach Johnson ' s Hause führen , und von dort brechen wir zusammen nach Roberts ' Wohnung auf , die wir noch früh am Morgen erreichen müssen . « » Das ist auf jeden Fall ein Irrthum , « sagte Mullins , » der Indianer ist ja auch nur ein Mensch , und - « » Wochenlang hat Assowaum den Fährten nachgespürt und sie gemessen und verglichen , « erwiderte finster der Wilde ; » so wahr jener Sturm die alten Bäume schüttelt - der blasse Mann ist ein Verräther . « » Was nützen die Worte ! « erwiderte Brown - » er ist beschuldigt und - « » Aber von wem ? « unterbrach ihn ärgerlich Mullins - » der Indianer , der ihm nie grün war , weil er Alapaha zum Christenthum bekehrte , klagt ihn an . - Sollen wir auf dessen Wort hin einen frommen , gottesfürchtigen Mann ergreifen und auf den Tod beleidigen ? Das geht auf keinen Fall . - Bringt erst Beweise , eher gebe ich meine Zustimmung zu solch rascher That nicht . « » Stellt ihn mir gegenüber , « sagte der Indianer , indem er sich aus seiner ruhenden Stellung stolz emporrichtete - » stellt ihn mir gegenüber , und wenn sein Auge an dem meinigen haften kann - dann hängt mich . Sind die Männer zufrieden ? « » Ja ! « sagte Husfield ernst . » Ich sehe nicht ein , warum wir auf das Zeugnis eines weißen Mannes mehr geben sollten , als auf das eines rothen . Ich selbst habe den Methodisten nie leiden können und würde mich gar nicht wundern , wenn jetzt ein Wolf unter dem Lammfell steckte . Er ist so gut wie jeder Andere nur ein Mensch , und daß er predigt , erwirbt ihm , in meinen Augen wenigstens , kein besonderes Verdienst . Reinigt er sich vor Gericht von der Beschuldigung , desto besser für ihn . Ich fürchte aber fast , der Indianer hat zu sichere Beweise , denn sein Auftreten ist nicht gerade wie das eines Mannes , der auf bloßen Verdacht hin handelt . Führt uns an , Brown - jeder Augenblick , den wir noch versäumen , ist nie wieder einzubringen . Führt uns an , und so möge Verdammniß und Strafe den Schuldigen treffen , wie wir jetzt unser gutes Recht sichern und bewahren wollen . « » Und was soll mit diesen Gefangenen geschehen ? « frug Cook , auf Atkins , Weston und Johnson deutend . » Am besten ist ' s , wir schaffen sie heute Nacht noch fort , « sagte Brown - » das ganze Hans ist voller Frauen , Mrs. Atkins hat also Hülfe und Unterstützung . Wo aber hin mit ihnen ? « » Zu mir , « sagte Wilson - » Curneales wird sich , deß bin ich überzeugt , nicht weigern , die Regulatoren mit ihren Gefangenen aufzunehmen und wir brauchen dann nur für sichere Wacht zu sorgen . « » Die will ich halten ! « rief Curtis , » ich werde Wohl noch Kameraden dazu finden , und daß sie nicht entkommen sollen , dafür bürgt meine Büchse . Aber dann brecht auch auf - es kann nicht mehr so weit bis zum Morgen sein , und ist Cotton wirklich gewarnt , so möcht ' es eine schwierige Aufgabe werden , ihn einzufangen . Der ist mit allen Hunden gehetzt . Jetzt also vor allen Dingen eine Abtheilung mit den Gefangenen fort und die andere auf die Suche . « Schnell und geräuschlos wurden nun die hierzu nöthigen Schritte gethan , um die Frauen nicht unnützer Weise noch mehr zu beunruhigen . Die drei Gefangenen sahen sich in der nächsten Viertelstunde , von sechs schwerbewaffneten Männern geleitet , auf dem Wege nach ihrem einstweiligen Gefängniß . Pelter und Hostler blieben als Wachen in Atkins ' Hause zurück , und die Uebrigen , von Assowaum geführt , brachen nach der einsamen Hütte der Verbündeten auf , um dort noch wo möglich den schon so lange Gesuchten zu erfassen , oder doch neue Beweise der Schuld aller bis jetzt Eingebrachten und Gefangenen zu erhalten . Mitternacht lagerte über den Wäldern . Noch rauschten und brausten die mächtigen Wipfel und schüttelten sich die kalten Schauer aus den grünen , wehenden Locken ; noch zuckten am fernen östlichen Horizont matte Blitze , und leise - leise grollte und murmelte der ferne Donner hinterher . Da huschte schnell und vorsichtig eine dunkle Gestalt über die Fenz , welche Johnson ' s niedere Hütte umschloß . Es war Cotton - er glitt durch die offene Thür in den innern Raum der Hütte , raffte dort , was er an Waffen und Kleidern besaß , zusammen , barg mehrere andere Sachen , die er dem Auge der Feinde wahrscheinlich zu entziehen wünschte , in einen hohlen Baum unfern der Hütte , schleppte dann das im Kamin durch ihn schnell wieder angefachte Feuer in eine Ecke der Stube unter das Bett , warf einen flüchtigen , Abschied nehmenden Blick auf den Raum , der ihm so lange Schutz gegen seine Verfolger gewährt hatte , murmelte noch einen bittern Fluch zwischen den dünnen , bleichen Lippen hindurch und verschwand dann , schnell und geräuschlos , wie er gekommen , im dichten , undurchdringlichen Schatten des Waldes . 32. Die Kreuzeiche . Die Kreuzeiche war ein bei den Jägern des Fourche la fave allgemein gekannter Platz . Sie stand unfern vom Ufer eines kleinen Sees , am Rande einer der vielen Slews oder Sumpfbäche , die die Niederung durchkreuzen , und nahe bei einem dichten Rohrbruch , der im vorigen Jahre durch die Nachlässigkeit einiger Jäger entzündet worden . Nur verdorrtes und halbverbranntes Schilf umgab jetzt noch den Platz , zwischen dem das junge , maigrüne Rohr kaum erst wieder an einzelnen und sehr zerstreut liegenden Stellen anfing sich Bahn zu brechen . Ein gewaltiger