, nach Frankfurt zu gehen gesonnen waren , richteten ihre Kostbarkeiten zu dem Zuge . Die Führer gingen gegenseitig zu einander , um Abschied zu nehmen . Sie reichten sich mannigfaltige Geschenke . Witiko ging zu den älteren , und dann zu seinen jungen Freunden . Er brachte manchem etwas mit , und empfing von manchem etwas . Bolemil gab ihm den wohlgegliederten Waffenrock , den Dalimil auf dem Wysoka getragen hatte , daß er ihn als Erinnerung an jenen Tage bewahre , an welchem er die Lücke des Verrates ausgefüllt hat , und dadurch sein Kampfnachbar geworden ist . Lubomir gab ihm ein Schwert mit einem Silbergürtel . An alle Stellen , auf denen Männer waren , die fortziehen wollten , wurden Nahrungsmittel gebracht , daß sie sich für ihren Weg versehen konnten . Der Herzog ordnete noch manches , setzte Diepold zu seinem Stellvertreter ein , und ging mit der Herzogin und mit einem großen Geleite auf seinen Zug zur Hochzeit seines Schwagers Heinrich . Witiko verkaufte noch das lahme Pferd , welches Raimund während der Belagerung Prags gepflegt hatte , und kaufte für den Knecht Jakob ein anderes . Dann begannen die Männer des Waldes gegen den Mittag des Landes zu ziehen . Rowno zog mit den Seinen zuerst davon . Dimut ritt auf ihrem Pferde neben ihm . Das weiße Pferd wurde von einem Manne Rownos geführt . Dann ging Hermann von Attes , dann Wyhon von Prachatic . Die Leute Witikos richteten auch ihr Letztes zu ihrem Heimzuge . Sie bargen oder nähten gar ihr Hauptgeld in ihre Gewänder , sie füllten ihre Säcke mit Nahrung und anderen Dingen , und hängten daran noch allerlei seltsame Sachen aus der Lagerbeute oder Werkzeuge . Sie kauften Honigbrote und Brote aus Weizenmehl , geflochtene und gebackene Kränzlein für die Kinder , dann Hausgeschirre , besonders gar schöne runde gedrechselte Holzkrüge und anderes Geräte , wohl auch Stoffe zu Schleifen und Latzen . Und dann gingen sie an der Burg Wysehrad vorüber in der Richtung gegen ihren Wald dahin . Witiko führte sie auf dem Wege , den er eingeschlagen hatte , da er von Wladislaw fort gegangen war , als derselbe den Herzogstuhl bestiegen hatte . Er ritt in seinem Ledergewande auf seinem grauen Pferde , und jedes der braunen Pferde wurde von einem Knechte geführt . Saumpferde trugen alles größere Gepäcke . Gegen den Abend des sechsten Tages kamen sie an der Rückseite des Kreuzberges von Plan an . Die Leute hatten auf ihre Zurückkunft gewartet , und von dem Berge gegen den Wald ausgeschaut . Jetzt liefen sie ihnen entgegen . Die Männer aber , die von dem Kriege kamen , hielten vor dem Berge an , setzten sich in das Gras , zogen ihre Stiefel aus , hingen dieselben auf ihre Schäfte oder Stäbe oder Schwerter , und zogen barfüßig in die Kirche . Witiko ritt aber als Führer in seiner Bekleidung vor ihnen , und gab das Pferd vor der Kirche zum Halten . In der Kirche harrte der Pfarrer auf die Männer , segnete sie beim Eingange , sprach dann vor dem Altare ein Dankgebet . Dann wendete er sich um , und hielt eine Festrede . Er ermahnte die Männer , sie sollen Gott preisen , der sie erhalten hat , sollen der Toten gedenken , und sollen durch den erlangten Reichtum nicht übermütig und leichtfertig werden . Beim Ausgange segnete er sie wieder . Außerhalb der Kirche begannen nun die Männer erst über alles zu sprechen . Die Ihrigen und andere umringten sie , und Freuden und Reden wurden getauscht . Die Männer drängten sich dann zu Witiko , verabschiedeten sich , und zerstreuten sich in ihre Wohnungen . Witiko ritt in das steinerne Haus . Er verteilte an diesem Tage noch das Geld , welches ihm der Kammerschreiber für die Streiter auf dem Wysoka und die Angehörigen der Toten mitgegeben hatte , er tröstete die Mutter Norberts und Wolfgangs , und besuchte den Pfarrer . Am nächsten Morgen ging er auf den Kreuzberg , und sah auf den Wald des schwarzen Sees und auf den Wald des heiligen Thomas . 2 In einfachen Gewändern . Witiko blieb eine Woche in dem steinernen Hause und bei den Männern von Plan . Dann ritt er in das Kloster an der Sazawa zu Silvester . Er fand ihn in dem Garten mit Gemüsepflege beschäftigt . Als der Greis den Jüngling erblickte , sagte er : » Kömmst du zu mir , Witiko ? « » Ich bin zu Euch gekommen « , antwortete Witiko . » So sei gegrüßt , und folge mir in meine Stube « , sagte Silvester . » Ich folge Euch « , sagte Witiko . Silvester streifte noch einige Erde , die an seinem Gewande klebte , ab , und schlug den Weg gegen die Mauern des Gebäudes ein . Witiko ging hinter ihm her . Das Gemach Silvesters erreichte man durch einen Gang , welcher von den Beeten des Gartens gerade in das Gebäude führte . Die zwei Männer kamen zuerst in eine kleine Vorhalle mit steinernem Fußboden , in welcher sich nichts befand als ein Wasserbecken von dunkelrotem Marmor , in das ein feiner Strahl aus einer Röhre in der Mauer nieder floß . Aus der Vorhalle traten sie in die Zelle . Sie war nicht groß . In ihr stand das hohe Kreuzbild des Heilandes , welches Witiko , da er in der Sendung Sobeslaws in Prag war , in dem Bischofhause neben der Tür gesehen hatte , durch welche die Bischöfe Silvester und Zdik heraus getreten waren . Sonst standen einfache Geräte da , und die zwei Fenster sahen auf die Bäume und Gesträuche des Gartens hinaus . » Setze dich auf eines dieser Gesiedel « , sagte Silvester . Witiko tat es . Dann setzte sich Silvester auf ein anderes , und sprach : » Ich sage dir noch einmal einen Gruß in dem Herrn , daß du zu mir gekommen bist