Geister ! warnt sie vor diesem Gefallenen ! - Ich hätte nun gerne alle Last des Lebens über mich genommen , um mein Unrecht gut zu machen . Nun war es mir nicht mehr um mich zu tun . Ich hätte nun keinen Dank begehrt , für die Tugend eines Halbgotts ! Ich wollte nun ganz werden , wie sie , um ihretwillen ! um ihr mit tausendfacher Freude zu vergüten , was ich ihr zu Leide getan ! Ich wollte mich überhaupt einmal herausarbeiten aus meiner Nichtigkeit . Ich sah mit Begeisterung hinaus auf mein künftig Leben . Es war mir , als hätte schon itzt ein heilig Feuer mich geläutert , und meine Schlacken weggetilgt auf ewig . O Diotima ! Diotima ! rief ich , wenn ich einst vor dir stehe , wie ein neuer Mensch , im Siegsgefühle , wenn es da ist , was ich einst als Knabe träumte - und es muß kommen , es muß , so wahr ein göttlich Wesen des Menschen Brust bewegt ! - wenn du dann in deiner reinen Freude mich begrüßest , und denkst , es hätte doch ein guter Funke geschlummert in dem ärmlichen Geschöpfe - dann will ich dir ganz bekennen , wie klein , wie arm ich war , und du wirst nicht zürnen , daß der Schmerz zum Manne mich schmiedete . Ich glaubte , nun endlich auf dem rechten Wege zu sein . Ich war es nicht . Indes brachte mich doch dieser neue Stoß wieder ins Leben . Ich war doch aus der trägen Resignation heraus , wo man nichts mehr will , und nichts mehr achtet , aus der Totenruhe , die bei allem Scheine von Weisheit , womit sie von den Feigen geprediget wird , gewiß das Nichtswürdigste ist , worein der Mensch geraten kann . Entschuldige sich keiner , ihn habe die Welt gemordet ! Er selbst ists , der sich mordete ! in jedem Falle ! - Nun erst fiel mir Diotimas Vater wieder ein . Ich schrieb ihm : Du hast meiner gedacht , edler Geist ! ich denke deiner , jetzt ,