vermöge ich das andere . « Dimut wendete sich , ihre Mädchen umringten sie , und sie gingen aus dem Saale . » Und nun , hohe Herren « , sagte der Herzog , » gehabt euch wohl als Krieger und nach dem Kriege . Als Freunde kommen wir heute am Abende noch in der Hofburg zusammen , vielleicht führt bald den einen oder den andern sein Wille auf den Heimweg . Möget ihr dort alles gut finden , und bringet meinen Gruß euern Angehörigen und denen , die im Lande um euch wohnen . « Nach diesen Worten riefen die Männer dem Herzoge ein Lebewohl zu , er dankte entblößten Hauptes , und sie verließen den Saal . In dem Lager auf dem großen Verkaufsplatze zwischen dem rechten Burgflecken und dem Wysehrad wurde an dem Tage auch eine große Bewegung . Männer aus den Hofherren des Herzoges waren bei den verschiedenen Abteilungen , die Führer kamen aus der Hofburg zu ihren Kriegern , und man verteilte die Gaben und Geschenke des Herzoges an jeden Mann , der in dem Lager war . So geschah es auch bei den Männern aus Budissin , welche in der Nähe des Dorfes Buben ihren Platz hatten . Sie empfingen Lohn , daß sie gekommen , und zu dem Streite bereitwillig gewesen waren . Und so geschah es auch bei den Verteidigern der Stadt Prag . Diepold war bei ihnen , und alle Führer waren bei ihnen , welche den Kampf mit ihnen geteilt hatten . Sie erhielten reiche Geschenke , und die , welche verwundet worden waren , empfingen noch besondere Gaben . Vor dieser Frist wurde Witiko zu dem Herzoge gerufen . Der Herzog gab ihm die Führerschaft über die Waldleute zurück , und sagte , er möge zu den Seinigen eilen , um bei der Verteilung der Gaben zu sein , welche sie für ihre Taten erhalten sollen . Witiko dankte , und ritt zu den Männern des Waldes . Da waren schon Hofherren , da war Rowno , Hermann , Wyhon , Diet , Wolf , Wernhard , und alle , die zu führen gehabt hatten . Und die Gaben wurden verteilt . Als Witiko erschien , begann auch die Verteilung bei den Seinigen . Sie war reichlich , und der Kammerschreiber gab ihm auch Geld für diejenigen , die vom Wysoka heim gegangen waren , und für die Angehörigen der Toten . Es war viel Freude und Frohlocken , und sie zeigten sich wechselweise , was sie bekommen hatten . Der Herzog und die Herzogin ritten in schönen Gewändern mit einem Gefolge , das in prunkenden Kleidern war , zu allen Abteilungen , an welche die Gaben gereicht wurden . Am Abende dieses Tages waren Festmahle in allen Lagern , es waren Feste in den beiden Burgflecken von Prag , und in dem Burgflecken des Wysehrad , und es war ein Festmahl in der Hofburg des Herzogs . Witiko ritt zu dem Festmahle des Herzogs , und wurde von vielen seiner Leute bis zu dem Tore begleitet . Nach dem Mahle wurde er in das Priesterhaus geführt , in welchem ihm wieder seine Wohnung bereitet worden war , weil man die Lager zu verlassen begann . Am Morgen des folgenden Tages ging er zu den Seinigen , um sie zu begrüßen , und Anordnungen zu treffen . Sie standen oder saßen im Sonnenglanze an den Hütten oder Schirmen , die sie auf ihrem Platze errichtet hatten , herum , und sprachen von verschiedenen Dingen . Sie sprachen von dem , was geschehen war , von ihren Geschenken , und zeigten sich dieselben neuerdings wieder , und mancher zählte sein Geld aus einer Hand in die andere . Der Schmied von Plan hatte ein sehr großes und starkes und altes Waffenhemd erhalten , und hatte es über seinen groben Rock angetan . David der Zimmerer , welcher auf dem Berge Wysoka verwundet worden war , trug alle Geräte des Zimmerwerkes herbei , welche klarer und spiegelnder waren , als er je gesehen hatte . Veit Gregor zeigte ein Becken aus Silber , in welches er das heilige Wasser , wenn es im nächsten Frühlinge geweiht sein würde , zu gießen gesonnen sei . Tom Johannes , der Fiedler , saß auf Holzblöcken , welche zum Verbrennen hergerichtet waren . Er hatte eine Geige in der Hand , und betrachtete sie . » Da hast du ja wieder eine Fiedel « , sagte Witiko . » Ich habe niemals etwas so Schönes gesehen « , antwortete Tom Johannes , » und wenn ich daran kneipe , so klingt sie , wie gar keine geklungen hat . Ich werde jemanden in Plan unterrichten , daß er sie streichen lerne , damit wir auch hören , wie sie singt . « » Du wirst sie schon selber streichen , daß sie singt « , sagte Witiko . » Ach , Witiko « , sprach der Fiedler , » du bist doch ein Tor . « » Wir werden sehen , ob ich ein Tor bin « , sagte Witiko . Er zeigte nun auch manches von dem , was er von dem Herzoge erhalten hatte , und es wurden die Pferde herbei geführt , daß die Waldleute sie sähen . Sie waren ganz gleich lichtbraun , und mit Silber gezäumt . Raimund führte sie hierauf wieder in das Priesterhaus . Jeder der Knaben Osels ritt auf einem weißen Pferdchen herum , das er von dem Herzoge erhalten hatte . Witiko hieß nun die Seinen sich zum Abzuge in die Heimat rüsten , und sagte , daß er sie bis zu ihren Häusern führen werde . In dem Lager auf dem großen Marktplatze wurden die Gezelte abgebrochen , und die Krieger bereiteten sich zum Fortziehen . Die Männer von Budissin gingen in der Richtung nach ihrer Heimat davon , und die Lechen ordneten die Ihrigen zum Heimwege , nur diejenigen , welche mit dem Herzoge zu der Hochzeit Heinrichs , des Markrafen von Österreich