die Wunde preßte . Ein kräftiger Schwung - und hinunter flog der Körper über die Klippen und Beide hörten seinen Fall in ' s Wasser . Sta Lucia schwang das verhängnißvolle Papier hoch in der Hand . » Hundert Ghazi ' s gewonnen , Kamerad , außer diesem Beutel und dem Pferd ! Bei allen Teufeln , das war keine schlechte Morgenarbeit . Fort nach Stambul ! « - - - - - - - Am 23. October wurde gegen russische Kriegsfahrzeuge , welche die Donau hinauffuhren , von der türkischen Festung Isakscha unterhalb der Pruthmündung das erste Feuer eröffnet . Die Russen erzwangen mit starkem Verlust die Passage . Am 25. ging auf Befehl des Sirdars ein türkisches Corps bei Widdin über die Donau und setzte sich in Kalafat fest . Zu spät traf der Ferman des Padischah am 27. im Hauptquartier ein : der Krieg hatte begonnen ! ( Schluß des ersten Theils . ) Fußnoten 1 Die schönste Moschee Constantinopels , im äußern Anblick selbst großartiger und symmetrischer als die Sophia , 1550-56 von dem Baumeister Sinan erbaut . 2 Zum Verkauf auf dem Sclavenmarkt kommen jetzt nur noch , und auch diese nicht öffentlich , die schwarzen Sclavinnen . Der Preis für dieselben wechselt von 1000-6000 Piastern ( 10-60 Napoleond ' ors ) . Die weißen Sclavinnen , die von den Sclavenhändlern in Circassien und Georgien oft noch als Kinder von den Eltern gekauft werden , haben gewöhnlich schon ihre Bestimmung , ehe sie Constantinopel erreichen , und werden je nach ihrer Schönheit um ihren buhlerischen Talenten oft mit 100,000-120,000 Piastern ( 1000-1200 Napoleond ' ors ) bezahlt . Sie werden immer noch in großer Zahl nach Constantinopel gebracht , und da Rußland im Jahre 1842 diesen Menschenhandel aus jenen Ländern verbot und die türkischen Schiffe streng controllirte , wurde der Transport von Trapezunt aus gewöhnlich durch englische Dampfer vermittelt . England verfolgt bekanntlich aus anderen Meeren den Sclavenhandel . 3 Z.B. Chosrew Pascha . Selbst Mehemed Ali Pascha , der Schwager des Sultans , war ein circassischer Sclave . 4 Der Theil des Hauses , in dem die Frauen wohnen ; Selamlik : die Wohnung der Männer . 5 Diesen Namen führen die nachbeschriebenen größeren Zimmer in den türkischen Wohnungen . 6 Alem Penah , einer der Titel des Großherrn . 7 Schande , Schande ! 8 Moskow , ein Moskowite , Russe . 9 Den 24. October . 10 Zil Allah . Titel des Sultans . 11 Das Oberhaupt der weißen Verschnittenen und der Major Domo des Palastes . 12 Die Welt . 13 Türkischer Courier . 14 Was giebt es ? 15 Der Titel Effendi wird selbst Frauen gegeben . 16 Der Secretair des Sultans . 17 Der oberste Geistliche und Richter . 18 Titel des Großveziers . Mustapha gehörte zur Friedenspartei . 19 Tänzerinnen . 20 Sibirien , woher die schönsten Amethyste kommen . 21 Gesandter . 22 Pagen des Sultans . 23 Der Zweite unter den schwarzen Verschnittenen . Kislar-Aga , das Haupt derselben , einer der einflußreichsten Posten . 24 Er ist am 23. April 1823 geboren . 25 Diese werden im Orient jetzt trotz des theuren Preises sehr viel getragen . 26 Der türkische Gruß . 27 2. Juli 1839 . 28 Ihr seid willkommen . 29 Mährchenerzählerin . 30 Die Ceremonieen der Ueberreichung , des Kaffee ' s in den vornehmen Häusern auch bei den Besuchen sind so charakteristisch , daß eine kurze Beschreibung nicht uninteressant sein wird . Nach dem Befehl » Cave Smarla « erscheint der Kafidschi - der Kaffeebereiter - im Untertheil des Zimmers , an der Stufe , auf beiden flachen Händen in der Höhe der Brust ein schmales Präsentirblech haltend , worauf die von einer reichen Decke ganz verhüllten kleinen Kaffeekannen und Tassen stehen . Sofort drängen sich die Diener um ihn , die verhüllende Decke wird abgenommen und dem Kafidschi über Kopf und Schulter gelegt . Wenn jeder Diener - für jeden Gast ein besonderer - mit seinen Tassen in Ordnung ist , drehen sie sich zugleich um und gehen langsamen Schrittes auf die verschiedenen Gäste zu . Die kleinen , kaum wie ein halbes Ei großen Tassen ( Flindschan ) stehen in silbernen Untertassen ( Zarf ) von derselben Form , wie die Obertassen , nur am Boden etwas weiter ; sie bestehen aus durchbrochener Silberarbeit oder Filigrän , auch aus Gold mit Edelsteinen oder aus seinem Porzellan . Die Diener tragen sie zwischen den Fingerspitzen und dem Daumen mit leicht gebogenem Arme vor sich her . Sind sie nahe an die Gäste hingetreten , so machen sie eine Sekunde Halt , strecken die Arme aus und bringen die Tassen mit einer Art leichten Schwunges in die Mundnähe der Gäste , welche so dieselben hinnehmen können , ohne Gefahr zu laufen , den Inhalt zu vergießen oder die Hand des Domestiken zu berühren . So klein und zerbrechlich auch diese Tassen zu sein scheinen , werden sie doch niemals verschüttet oder zerbrochen . Die Diener gleiten mit so leisen aalgleichen Bewegungen dahin , daß man beim Kaffeepräsentiren , ob gleich lange Pfeifen und die gewundenen Röhren der Nargileh ' s den Boden bedecken , niemals einen Unfall sieht ; und dennoch ist die Schwierigkeit noch durch das Rückwärtsgehen vermehrt , weil die Diener den Gästen immer das Antlitz zukehren müssen . Dem Sultan wird Alles knieend dargeboten . Wenn Her Kaffee überreicht ist , ziehen sich die Diener nach dem untern Theil des Gemachs zurück , wo sie mit gekreuzten Armen stehen bleiben und jeder die Tasse , die er präsentirt hat , beobachtet , bis er sie wieder zurücknehmen kann . Alsdann hält , damit nicht die Finger des Dieners berührt werden , der Gast die Tasse in der Unterschaale vor sich , der Diener hält eine offene Hand darunter , legt dann die andere aus den Rand der Tasse , der Gast läßt los und der Diener zieht sich rückwärts zurück . 31 Schande ! Schande ! 32 Titel