auf die Vorstellungen des Schwäbischen Bundes . 15 Ein gedrucktes Schreiben » des Bundes zu Schwaben an gemeine Landschaft zu Württemberg « dieses Inhaltes vom 24. Mart . 1519 findet sich in der Beilage Nr. 12 bei Sattler . 16 Sie zogen den 17. März ab . Der Herzog reiste sogleich nach Kirchheim um sie aufzuhalten , allein hier kam eine zweite Ordre unter Bedrohung des Verlustes ihrer Güter und der Leib- und Lebensstrafe nach Haus zu eilen . Sattler II. § . 6. Tethinger pag . 66. Interim cum Helvetiorum primoribus agunt foederati , missis in urbes eorum legatis , ne Ducis Huldrichi negotio belloque se nunc immisceant suos abscedere jubeant . 17 Sattler § . 6. Ausführlich führt diese Rede an : Tethinger comment . de reb . Würtemb . p. 66. 18 Diese Ergebenheit und Treue der Württemberger beschreibt am angeführten Ort Tethinger . Als einen sehr wichtigen Grund gegen die Angriffe Huttens führt sie auch Nicolaus Barbatus in seiner zu Marburg gehaltenen Rede auf . Vergl . Schradius II. 386 . Wir machen auf diesen Umstand besonders aufmerksam , weil man gewöhnlich annimmt , es sei den Württembergern recht gewesen , daß man Ulerich verjagte ; Tethingers Worte sind : » Als dies die Württemberger hörten , beklagten sie ihr Schicksal heftig , das ihnen nicht vergönne zu fechten . - Magno fremitu fortunam suam questi . « - Noch merkwürdiger sind die Worte Nicolai Barbati ; er sucht die Beschuldigungen Ulerichs von Hutten zu widerlegen : » Welcher Tyrann war den Seinigen wert ? Ulerich lieben die Seinigen . Welcher Tyrann wird , wenn er verjagt ist , von seinen Untergebenen zurückgewünscht ? Mit Bitten und Gebet wünschen sich seine Untergebenen den Herzog zurück und bitten die Götter , sie möchten ihnen den Herrn zurückgeben usw. « 19 Ulerich beklagt sich mehreremal über die Nachstellungen seiner Feinde . Im Jahr I534 soll ein für ihn von Dieterich Spät gedungener Meuchelmörder gefangen worden sein . Sattler , Gesch . d. Herzoge , 3 , Seite 47. Im Jahr I536 wurde im Amt Dornstätten ein Zigeuner verhaftet , welcher aussagte , von Herzog Wilhelm in Bayern für Ermordung des Herzogs drei Gulden bekommen zu haben . C. Pfaff , Geschichte I. 288 . Ein Beweis , daß solche Versuche vorkamen . 20 Diese Sage erzählt G. Schwab , der treue , freundliche Wegweiser über die Schwäbische Alb . Er hat sie in einer Romanze : » Der Bau des Reißensteins « der Nachwelt aufbehalten . 21 Ausführlicher beschreibt diese Operationen des Bundes Sattler in seiner Gesch . d. Herz . v. W. II. § . 6 usw. Man vergleiche hierüber auch die Geschichte des Herrn von Frondsberg . 2. Buch und Friedrich Stumphardt von Cannstatt , Chronik der gewaltsamen Verjagung des Herzogs Ulerich . 1534. und Spener , Histor . Germ . univers . L. III. C. 4. 23. 22 Dieser Verrat von Teck fand wirklich also statt . Vergl . z.B. Sattler II. § . 7. 23 Lebensbeschreibung Götzens von Berlichingen . ( von ihm selbst geschrieben ) , edit . Pistorius . Nürnberg . 1731 . 24 Sattler II. § . 9. Hierüber ist vorzüglich zu vergleichen Fried . Stumphardt , Chron . § . III. Die Geschichte der Herren v. Frondsberg . Frankfurt a. M. 2. Buch , und Tethinger , Commentarius de Würt . reb . gest . Lib . II. 25 Bei dieser Belagerung wurde Georg von Frondsberg das Barett vom Kopf geschossen . So erzählen Sattler , Stumphardt , Tethinger u.a. 26 Diese Griechen sind eine sonderbare Erscheinung bei der Belagerung von Tübingen : man hieß sie Stratioten ; ihr Hauptmann war Georg Samaras aus Corona in Albanien . Er ist in der Stiftskirche in Tübingen begraben . Ausführlich beschreibt sie Tethinger , Comment . de Würt . gest . 931 . Crusius nennt sie vorzüglich berühmt im Lanzenschwingen . kontario poroysin 27 Man vergleiche über diesen Volkswitz des Freiherrn von Aretin Beiträge zur Geschichte und Literatur 1805 . 5. Stück , Seite 438 . 28 In der Chronik des Georg Stumphardt über die gewaltsame Verjagung des Herzogs Ulerich , findet sich als eigener Artikel ein : » gereimter Spruch also lautend « , wo in einer großen Menge Knittelversen das Unglück des Herzogs und des Landes beschrieben ist . Aus diesem Gedicht sind jene Verse im Text entlehnt . 29 Drei Hirschgeweihe , wovon die zwei obersten vier , das untere aber drei Eulen hat , sind das alte Wappen von Württemberg . 30 Diese merkwürdige Höhle haben wir nach der Natur zu zeichnen versucht . Es bleibt noch übrig hier einige Notizen über ihre inneren Verhältnisse zu geben . Die Vorhöhle beträgt etwas über 150 Fuß im Umfange , von hier aus laufen zwei Gänge nach verschiedenen Richtungen , die aber nach einer Länge von beinahe 200 Fuß , wieder zusammentreffen . Auf diesen Wegen trifft man zwei Felsensäle , den einen von 100 , den andern von 82 Fuß Länge . Wo diese Gänge sich vereinigen , bilden sie wieder eine Grotte ; von hier aus rechts gegen Norden , mehr in der Höhe , liegt wieder eine kleinere Kammer , es ist die , in welche wir den Leser zu dem vertriebenen Mann geführt haben . Die weiteste Entfernung vom Eingang der Höhle bis zu ihrem Ende , beträgt 577 Fuß . Man vergleiche hierüber die so interessante als getreue Beschreibung der Schwäb . Alb von G. Schwab . ( Metzler . Buchhdlg . 1823 ) 31 Crusius beschreibt in seiner Chronik das Schlößchen Lichtenstein , wie wir es hier nacherzählen . Er sah es zu Ende des sechzehnten Jahrhunderts , also etwa siebzig Jahre nach dem Jahr 1519 . Dort findet sich auch die hieher gehörige Stelle : » Im oberen Stockwerk ist ein überaus schöner Saal , ringsum mit Fenstern , aus welchen man bis an den Asperg sehen kann : darin hat der vertriebene Fürst Ulerich , v. Württemberg öfter gewohnt , der des