, daß ihr der Amerikaner ... Ah Das , Herr ! Ja offen und ehrlich hat sie ' s ! sagte Heunisch lachend . Alles hat sie gestanden , das Geld hergezählt und mir übergeben , freilich in ihrer Art , accurat so , daß Einer , der sie nicht kennt , lieber nichts davon hätte wissen mögen ... Wie denn ? fragte Dankmar , mehr wegen Ackermann ' s und des Knaben , als wegen der Ursula gespannt . Wie ich hinüber kam in mein Haus , erzählte Heunisch , da begegnete mir schon an der Wiese der fremde stattliche Herr mit dem lieben Jungen . Allerliebstes Kind Das ! Nach seinem Geschäft , wenn es doch ein geheimes sein sollte , mochte ich ihn nicht fragen und er sagte selbst weiter nichts davon und grüßte blos . Da er denn aber doch in meinem Hause war , so blieb ich stehen und er fing an recht freundlich zu werden und meinte , daß ihm die Alte nicht gefalle . Ei , Herr , sagt ' ich , die hat schon Manchem nicht gefallen , kommen Sie aber nur wieder mit zurück ; es hat eben Jeder seine Art. Nein , nein , sagte er und der kleine Bursch schmiegte sich ihm ordentlich furchtsam an , sie hat den tauben Schmied da behalten , mit dem sie sich so wahnwitzig curios verständlich macht , daß Leute , die hören können , besser die Ohren zuhalten und davongehen . Hätte mein Junge Drüsen am Hals oder sonst ein Kinderübel , so käm ' ich schon wieder ; denn die Alte scheint mir zu den Wahrsagerinnen , Kartenlegerinnen , und ums gerade herauszusagen , zu den Hexen zu gehören ! Das war rundweg gesprochen , Heunisch ! Da ich mich dagegen im Grunde nicht sträuben konnte und es geschehen lassen muß , wenn man die Ursula so nimmt , wie sie sich eben gibt , so mußt ' ich ihn wol ziehen lassen . Nun aber hielt der Amerikaner mich selber auf und fragte die Kreuz und Quer , nach Feld , Wald und Wiese in Hohenberg und wollte Tausenderlei von unserer Ökonomie wissen . Endlich kam ich in mein Haus , wo ich denn richtig die Ursula mit der goldenen Bescherung antraf . Sie hatte all ihr Gold , es waren hundert doppelte Friedrichsdore , in der Schürze und rief mich gleich an : Schnappauf , Junge ! Schnappauf Junge ? wiederholte Dankmar . Das klingt ja ganz kindlich ! Ich mußte gleich die Mütze hinhalten und in die Mütze , die ich hinhielt , schüttete sie ' s mir , Alles baar und blank und tanzte dabei wie närrisch .... Tanzte ? Sie hielt ' s für Katzengold , sagte sie . Katzengold ? Heunisch , dann müßt Ihr ' s doch wol wiegen lassen . Wie so ? Sie kann ' s ja gleich verhext haben . Ach Spaß ! Ich sah schon , daß die Friedrichsdore echte Landsvaterwaare sind und über Nacht nicht wieder Kohlen werden . Nächsten Sonntag sollen die Zeck ' s bei uns zu Mittag speisen und da wollen sie denn zusammen abmachen , was sie mit dem vielen Gelde beginnen . Seht ! Seht ! sagte Dankmar , da werdet Ihr ja einen feierlichen Sonntag haben .... Ich mag nicht dabei sein ; antwortete der Jäger . Wo man vielleicht Wein trinkt ? Der Blinde verdirbt mir den Appetit .... Ihr söhnt Euch aus ... Mit einem Habgierigen nicht ! Ist Das so ein Währwolf ? Ein Blutsauger , was das Geld anlangt ... Der blinde Zeck ? Der Mensch ist heimlich , wie ich Ihnen schon gesagt habe .... Unheimlich ... Aber man könnte ihn in Ehren grünen und blühen lassen , was die Arbeit , den Fleiß und die gute Aufführung anlangt .... Und dennoch ? Seine Habgier ! Das ist die Plage ! Er scheint doch in leidlichen Umständen ... Für sich bedarf er nichts , aber sein Junge ... den liebt er , wie ein Affe seine Jungen ... Macht ihm Ehre ... Wol ! Das sag ' ich auch . Aber Alles in seinen gehörigen Grenzen .... Da habt Ihr Recht ! Wie quält er seine Schwester ! Seine Schwester ? Quälen ? Erkennt die Ursula einen Meister ? O Herr , Das ist nicht zu sagen ! Ich warf ihn schon oft zur Thür hinaus ! Was , glaub ' ich , nicht leicht ist . Er hat Arme ! Daß er nicht sehen kann , ist sein einziger Jammer ... aber am Zuschlagen hindert ' s ihn nicht . Er sucht wol , wo es etwas zu fischen gibt ? Für seinen Jungen , für den er sammelt , für den er spart und geizt ... denn es ist wol ein elender Mensch , der Sohn , wenn der Alte einmal ... Die Augen zuthut , kann man nicht sagen ... Kann man nicht sagen ... Aber doch sieht er mit den Händen , mit den Füßen , mit der Nase , mit den Ohren . Da ist in unserm Forsthause ein Schrank ... Sie hätten uns doch besuchen sollen ... Das nächste mal , Heunisch ! Den Schrank hab ' ich der Ursula gelassen , weil er ihr schon bei Marzahn gehörte . Da hat sie alle ihre Papiere drin und Geldsachen und Quacksalbereien und was weiß ich ... Ihr seid , bei Gott , nicht neugierig ! Nein , Herr ! Vertrauen und Accuratesse ! Das war immer mein Wort ! Ich lasse die Ursula in ihren Schrank legen , was sie will . Und wenn der Schlüssel auf dem Tisch läge .... Ihr nähmt ihn nicht ? Ich nähm ' ihn nicht .... Aber Zeck ? Der wäre nicht so rücksichtsvoll ? Auf den Schrank hat er ' s ! Den umschnüffelt er ! Da wittert er Gold und Silber und Erbschaften und Verschreibungen .... Alles für seinen Sohn ? Für den Jungen