. Unter den Weiden schritt er mit ihm dem Ausgang zu . Er wußte , daß diesem Menschen nicht zu helfen war . Irgend einmal war ihm wohl bestimmt , von einer Turmspitze , auf die er in Spiralen hinaufgeringelt war , hinabzustürzen ins Leere ; und das würde sein Ende sein . Georg aber war es gut und frei zumut . Er faßte den Entschluß , die drei Tage , die jetzt ihm gehörten , so vernünftig als möglich auszunutzen . Das beste war wohl , irgendwo in einer schönen , stillen Landschaft allein zu sein , auszuruhen und sich zur neuen Arbeit zu sammeln . Das Manuskript der Violinsonate hatte er mit nach Wien genommen . Die vor allem dachte er zu vollenden . Sie durchschritten das Tor und standen auf der Straße . Georg wandte sich um , aber die Friedhofsmauer hielt seinen Blick auf . Erst nach ein paar Schritten hatte er den Ausblick nach dem Talgrund wieder frei . Doch konnte er nur mehr ahnen , wo das kleine Haus mit dem grauen Giebel lag ; sichtbar war es von hier aus nicht mehr . Über die rötlich-gelben Hügel , die die Landschaft abschlossen , sank der Himmel in mattem Herbstschein . In Georgs Seele war ein mildes Abschiednehmen von mancherlei Glück und Leid , die er in dem Tal , das er nun für lange verließ , gleichsam verhallen hörte ; und zugleich ein Grüßen unbekannter Tage , die aus der Weite der Welt seiner Jugend entgegenklangen .