und bräuchlich . Da kam Johannes dahergefahren wie aus einer Kanone und blies Tabakswolken von sich , daß man von weitem hätte glauben können , sein Charabanc sei eine Höllenmaschine oder ein kleiner feuerspeiender Berg und blase Rauch von sich . Er hatte auch vernommen , der Schwager sei zum Teufel und zwar mit hunderttausend Gulden vom Vater . Man kann denken , wie der schnaubte und tobte . Joggeli wollte nichts von allem wissen , und das kam Elisi wohl . Johannes hätte es zwar nicht gefressen , aber doch halb zerrissen im ersten Zorn . Joggeli wollte auch nicht glauben , daß der Tochtermann fort sei , er werde nur dem Geheul ein wenig aus dem Wege gegangen sein ; auch er hätte Lust , zu gehen , so sei es ihm erleidet , und doch hätte er es noch nicht so lange gehört . Er wollte lieber , man ließe ihn endlich ruhig und plagte ihn nicht bis auf den letzten Tag . Geplagt zu werden , werde ihm beschieden sein . Viele Jahre hätte ihn die Frau geplagt , es sei nie recht gewesen , was er gemacht , zu guter Letzt plagten ihn nun die Kinder und seien ihm immerfort vor der Türe . So kifelte Joggeli , während die Kinder heulten und tobten . Der Alte sei ein Kind , brüllte Johannes den Uli an , man könne kein vernünftig Wort mehr aus ihm herausbringen . Sie hätten besser zu ihm sehen sollen oder Bescheid machen , als sie gesehen , wie er sei , und den Schelm nicht zu ihm lassen . Wenn etwas geschehen sei , so mache er sie dafür verantwortlich . Jetzt wolle er der Sache nachfahren , bis er wisse , woran er sei , das werde nicht so schwer zu erfahren sein . Und hätte er es mal , dann schone er niemand . Da solle er machen , was er könne , sagte Uli ; an Joggeli hätten sie nichts Besonderes bemerkt , ihn auch nicht zu hüten gehabt . Sie , die nächsten Verwandten , seien gekommen und gegangen , wann es ihnen gefallen ; ihm und seiner Frau wäre es übel angestanden , wenn sie ihnen hätten den Zugang verwehren wollen . Er hätte es ihm doch befohlen , sagte Johannes . » Selb hast , « sagte Uli , » aber ich und die Frau dir wiederum gesagt , daß wir mit der Sache nichts zu tun haben wollen und können . « Johannes ging ab , ganze Mäuler voll Lumpen und Schelmenpack , dem er es eintreiben wolle , vor sich herstoßend . Es war Johannes allerdings nicht wohl bei der Sache , und er hatte Ursache dazu ; was der Bock an sich selbsten weiß , trauet er der Geiß . Er ließ anspannen und fuhr dem Gerücht nach . Das ist ein Ding , welches oft weit schwerer ist als das Verfolgen eines flüchtigen Hirsches durch amerikanischen Urwald . Diesmal war es Johannes viel leichter , denn das Gerücht war nicht bloß ein leises Gemurmel , sondern ein lautes Geschrei , und nicht Johannes allein , sondern gar Viele jagten ihm nach und suchten den wahren Grund . So vernahm man bald , daß der Bursche wirklich einen nicht sehr alten Paß habe , den man ihm ohne Bedenken gegeben , da er immer mit einem versehen gewesen sei , angeblich wegen Handelsgeschäften , den er regelmäßig , wenn er nach dem Gesetze ausgelaufen gewesen , mit einem neuen vertauscht habe . Man vernahm , wo er Geld aufgenommen haben solle . Johannes fuhr darauf los , dort fand er den wahren Grund und ein Papier mit seines Vaters Unterschrift , auf welchem dem Schwager fünfzehntausend Taler zugeschrieben stunden . Dem Johannes verging eine ganze Weile das Fluchen , selbst die Pfeife löschte aus . Als er wieder Atem hatte , ging es freilich wieder los , und das Versäumte hatte er bald reichlich eingeholt . Erst ging es über den Schwager los , dann über den Vater und endlich über den Herrn Handelsmann oder Banquier oder wie man ihm sage , der auf das Papier hin das Geld gegeben hätte . Dem sagte er alle Schande , drohte ihm mit Galgen und Rad , und als dies nichts half , wollte er ihn prügeln . Der aber war nicht dumm , hatte zu rechter Zeit für Hülfe gesorgt , und Johannes mußte abmarschieren , tat es aber nur unter Donner und Blitz und mit dem Drohen , wann er wieder komme , so bringe er dann Leute mit Handschellen und Stricken . Nun kam er auf die Glungge wieder gefahren , wie eine gejagte Seekuh durch den Schilf fährt . Der Vater wollte nichts unterschrieben haben , wenigstens nichts solches . Ein paarmal hätte der Tochtermann ihm Päcklein von der Post gebracht , und da hätte er die Quittung unterschrieben , sonst wisse er von nichts . Wahrscheinlich hatte ihm einmal der Spitzbube das Papier als Postschein untergeschoben , nach , dem er ihn früher einige Postscheine über Päcklein , welche durch seine Vermittelung Joggeli zukamen , unterschreiben lassen . Wenigstens hatte die Schrift Ähnlichkeit mit einem solchen Postschein , und Joggeli hatte schwache Augen , einen schwachen Sinn und war sein Lebtag kein Held im Geschriebenen gewesen . Wahrscheinlich stak der sogenannte Banquier mit dem Spitzbub unter einer Decke , sonst hätte er wohl bei Joggeli selbst über den Wert des Papiers sich näher erkundigt , ehe er Geld darauf gab . Aber bei solchen Händeln ist was zu profitieren und weit mehr als bei ehrlichen ; wieviel in seine Tasche floß , vernahm man nicht , auch würde es kaum in seinen Büchern zu finden gewesen sein . Was das nun für einen fürchterlichen Spektakel auf der Glungge gab , kann man sich denken . Vreneli mußte Elisi ins Haus nehmen , um es vor Johannes und der Trinette , welche nachgefahren kam , zu sichern . Nun