ihn zu unterstützen , damit er sich irgendwo ehrenvoll niederlassen könne . - Hier sagte ich ihm nun , daß sein Vater und seine Mutter gefunden seien , und ihn auf der Burg erwarteten . Wir eilten dahin . - So wunderbar verbunden waren nie Menschen wie diese , aber ich fühlte , daß ich nicht zu ihnen gehörte . Mein Vater ging selbst nach Eichenwehen , um bei dem alten Edelmann die Tochter für Römer zu begehren , und sie ward ihm gegeben - . Römern aber übergab er seine Handlung , die dieser nach B. hinzog , damit Joduno näher bei ihrer Heimat sei - . Mir ward dieses Gut und ein beträchtliches Vermögen zuteil , und mit dem kleinen Eusebio an der Spitze zog nun der Zug nach Italien . An der Spitze flog Eusebio , hinter ihm Franzesko und Otilie , und hinter diesen mein Vater nebst dem alten Joseph , in ihrer Mitte aber Molly von Hodefield , so piramidalisch , wie die Störche fliegen - adieu - . « » Glückliche Reise , « sagte ich , » kommt um Gotteswillen nicht wieder - ! « » Nein , « sagte Godwi , » eine gute Partie ist davon gestorben . - Otilie lebt noch , sie hat sich Franzesko vermählt . « Nun sind wir mit dem verzweifelten zweiten Bande fertig - ich kniete mich vor meinen Freund , und bat ihn herzlich um Verzeihung . » Ich will es nicht wiedertun , « sagte ich . - » Eins noch habe ich vergessen , « hob er zu meinem Schrecken wieder an , » ich muß noch einiges erzählen , was ich auf meinem Gute fand . Ich reiste zurück frei und frank , und so gesund an Leib und Seele , wie ich es nimmer gehofft hatte . Da ich in dem Walde ankam , fand ich das neu angelegte Jägerhaus , und in ihm Kordelien : wie sie hierhin gekommen war , habe ich nie erfahren , sie rechtfertigte sich durch ein Legat von meinem Vater , das ihr hier freien Unterhalt bis zu ihrem Tode versicherte . - Auf dem Gute selbst brachte ich noch einige Zeit zu , und beschäftigte mich teils mit den Gemälden und Statuen , die seit meiner Abwesenheit entstanden waren , teils mit meinem Gemüte . Nachdem ich dann mit den Wiedertäufern meine Rechnungen abgeschlossen und das Gut völlig übernommen hatte , entschloß ich mich , an den Rhein zur Weinlese zu reisen . Nun sind wir eigentlich fertig . « - Hier nahm mich Godwi am Arme , wir gingen aus der Eremitage zurück , und fanden Habern schon beschäftigt , seine Rolle in Flamettens Lustspiel auswendig zu lernen . - Fragmentarische Fortsetzung dieses Romans während der letzten Krankheit des Verfassers , teils von ihm selbst , teils von seinem Freunde Georg , der Bediente Godwis , ist vorgestern gestorben . Als man ihn begrub , wo seine früher verstorbene Braut ruht , war es mir sehr traurig , ich konnte nur wünschen , auch da zu schlafen . - Warum man dieses wünschen kann , weiß kein Mensch . Meine Freunde sind wie Engel an meinem Lager , und sprechen mir freundlich Trost zu . Godwi hat mir heute manches von seiner Reise an den Rhein erzählt , was ich niedergeschrieben habe , so gut es meine Krankheit erlaubt . Godwi reiste mit frohem Mute nach dem Rhein , trank mit den fröhlichen Weinlesern , und küßte die schönen lustigen Mädchen , wenn er mit ihnen getanzt hatte . Es war ein herrliches Leben , eine einzelne Liebe war nicht möglich , der Mensch konnte sich nicht zum einzelnen Menschen neigen , es war alles wie in einer goldnen Zeit , man liebte alles und ward von allem geliebt . - Die Berge waren nicht zu hoch , und die Täler nicht zu tief , und der Rhein nicht zu breit , die Freude und Gesundheit ebnete und einigte alles zu einem mannichfaltigen Tummelplatze glücklicher Menschen . In einer Abtei , die er besuchte , fand er recht lustige Mönche , die ihn gern unter sich behalten hätten , denn er trank mit ihnen herzlich , und sang ihnen muntre italiänische Arien zur Orgel . Bald aber drängte sich ihm alles zusammen . Er ritt auf einem Streifzuge durch das freudige Land abends durch die Weinberge , rings schallten die Gesänge der zurückkehrenden Arbeiter , aus den Gärten brannten Feuerwerke in die Höhe , und jauchzende Stimmen tönten von allen Seiten . Alle Herzen waren erschlossen und hingegeben , aber er entbehrte doch einen Standpunkt , von dem er das alles hätte übersehen können . Er wünschte sich einen dunkeln vertraulichen Vorgrund zu dem freien hellen Gemälde , und eilte aus einem Zirkel in den andern . Wie konnte er ein solches Bedürfnis nur auch in andern voraussetzen unter diesen unbefangnen Menschen , die das Fest des fröhlichen Gottes versammelt hatte , sie lebten ja nur im Herbste , und waren zu dieser Freude aus dem ganzen Lande zusammen gezogen , und was wollte er dann , warum lachte und scherzte er , und ging dann finster weg , konnte er nicht genug haben , wo alle Überfluß fanden ? Das sind ganz öffentliche Fragen ; er aber sehnte sich nach Heimlichkeiten , er wünschte alle die Freude aus Liebchens Fenster zu sehen , und still vor sich hinzudenken : mein Herbst klingt nicht , und singt nicht , aber ich gebe ihn nicht um den eurigen . Er hätte zwar sehr leicht ein Liebchen finden können , aber er wollte kein sehr leichtes , und hätte er sich Mühe gegeben , er wäre auch zu gediegneren Verbindungen gelangt , aber er fürchtete die Dauer . Genießen wollte er , und wie gern war es ihm zu verzeihen , der so lange in traurigen Familien-Geschichten verstrickt war . Mit Bequemlichkeit wollte er genießen , das Leben oben auf dem Berge hatte ihn