zugestehen muß , wenn sie ihm helfen . Im Monate April kamen ihre Krieger nach Böhmen . Ich habe in der Schlacht auf dem Wysoka die Entscheidung nicht erreichen können , weil Verräter in meinem Heere waren . Meine treuen Männer stehen nun um den Fürstenstuhl in Prag gegen die Belagerer . Was ein großes Heer , das schnell das Ende bringt , an Geld und Gut auch erheischt , das können die Länder Böhmen und Mähren leichter tragen als einen langen Krieg , der Menschen hinrafft und die Ordnung umstürzt . Und so rufe ich um Beistand , wie ich wieder einmal Beistand gebe , wenn man ruft . « Als der Herzog seine Worte geendet hatte , sprach Markolf , der Erzbischof von Mainz : » Weil der Stab des heiligen Erzstiftes Mainz in den christlichen Dingen über die Länder Böhmen und Mähren waltet , so achte ich es erlaubt , daß ich der erste nach dem erlauchten Herzoge in der Sache dieser Länder die Rede ergreife , und sage : Damit in dem Lande Böhmen im Gebüsche des Heidentumes der göttliche Glaube empor wachse , und damit es aufhöre , daß sie mehrere Weiber nehmen , und Sippen heiraten , das Eheband auflösen , heilige Haine , Bäume und Vögel haben , zu den Diasen und Wilen beten und Götzenopfer bringen , heidnische Dinge auf abgelegenen Gräbern üben , und Wahrsager , Zeichendeuter und Zauberer in dem Lande haben , damit gefestigte Pfarrstellen , wie oft geboten , errichtet werden , daß sie die Sonntage und Feiertage feiern , und die Fasttage halten , und daß nur der Heiland in dem Lande herrsche , dazu muß der Frieden und die Ordnung aufgebaut werden , und müssen die , welche gegen die gottgefällige Macht die Waffen führen , niedergeworfen werden , daß sie gleiches für jede künftige Zeit nicht mehr versuchen , und forthin die gerechte Herrschaft das Frommen und das Gedeihen erstreben kann . Darum habe ich meine Ritter und meine Männer zu dieser Stadt geführt , und gehe mit ihnen zum Kampfe . « Als der Erzbischof Markolf geredet hatte , sprach Arnold , der Erzbischof von Köln : » Es ist in den heiligen Pergamenten verzeichnet , wie die frommen griechischen Brüder Cyrillus und Methodius in alter Zeit in das Land Mähren zu dem Fürsten Rastislaw gekommen sind , und wie Cyrillus wunderbare Buchstaben erfunden hat , welche die Laute der slawischen Sprache ausdrückten , und wie er in dieser Sprache die heiligen Bücher aufschrieb , und wie er die Slawen bekehrte , und wie der gottselige Papst Hadrianus die Lehre des Cyrillus und Methodius als die rechtgläubige erklärt hat . Darum sind die Mährer schon länger Christen gewesen als die Böhmen , und sie übten Gottesdienst und Frömmigkeit . Daß es nun in Böhmen auch so werde , und daß die beiden Länder in die gleiche heilige Zucht gelangen , und daß das glänzende Licht , welches von dem Erzstifte Mainz über diese beiden Länder gehalten wird , immer gleich leuchte , muß , wie der fromme Erzbischof von Mainz gesagt hat , die Ordnung und der Frieden aufgerichtet werden , ich habe meine Herren und Männer hieher geführt , und ziehe mit ihnen in den Streit . « Dann sagte Albero , der Erzbischof von Trier : » Und wenn mein Bruder in Gott , der hochehrwürdige Erzbischof von Mainz , in dem Streite wegen der Herzogtümer Sachsen und Baiern seines Friedensamtes gewaltet hat , so habe ich auch in Sachsen einen kleinen Dienst getan , und der heilige Glaube soll in allen Ländern stets sieghafter sein , und ich bringe meine Streiter , und was sonst not tun sollte , in den Krieg . « Nun erhob Ludwig der Eiserne , der Landgraf von Thüringen , seine Rede , und sprach : » Vor dreizehn Jahren sind die Deutschen von böhmischen Kriegern bei Chlumec geschlagen worden , und mehrere hundert edle Männer , darunter der Vetter des Kaisers , Gebhard von Querfurt , und der Graf Milo von Ammensleben , und der Graf Berthold von Achem , und Tausende der tapferen Krieger haben das Leben verloren , und viele sind in Gefangenschaft geraten : der Markgraf Albrecht der Bär und der Bischof von Merseburg und der Bischof von Halberstadt , und Äbte und Grafen und Herren . Es ist seitdem kein Heer der Deutschen in das Land Böhmen gekommen , und es ist an den Männern , die bei Chlumec gewesen , und an denen , die nachher gekommen sind , daß sie den Böhmen zeigen , wie der Deutsche kriegt , und sein Schild über ihrem Lande hält . Ich habe meine Pflichtigen anher geführt . « Darauf sagte Heinrich , der Markgraf von Österreich : » Der Herzog Sobeslaw , gegen den damals der Kaiser Lothar von dem schwarzen Otto trügerisch aufgehetzt worden ist , ist im Siege mäßig gewesen , er ist im Jahre darauf mit mehreren tausend Reitern zu dem Fürstentage Lothars nach Merseburg gekommen , und hat Gaben gebracht , und wieder um ein Jahr hat der Kaiser Lothar das Söhnlein Sobeslaws aus der Taufe gehoben , und Sobeslaw hat zu den zwei Romfahrten des Kaisers Reiterscharen gestellt , und die Fürstentage des Kaisers besucht , und er hat dem erlauchten Könige Konrad Zuzug nach Sachsen geleistet . Der jetzige Herzog Wladislaw ist mit seiner Gemahlin zu dem Könige Konrad nach Würzburg gegangen , ist bei Reichstagen gewesen , und ist jetzt um einen Bund hier , für den er Dank verspricht . Ich meine , das Reich soll wie aus anderer Rücksicht so auch aus Rücksicht der Freundlichkeit mit Böhmen umgehen , und dadurch die eigne Stärke mehren . Ich habe , was ich an Leuten und Kriegsbedarf vermochte , nach Nürnberg gebracht . « Nach dem Markgrafen von Österreich sprach Friedrich , der Herzog von Schwaben : » Das Reich soll zu andern Rücksichten auch die Rücksicht als Schirm der Christenheit tragen , daß es