die er in dieser gänzlich abgeschiednen Einsamkeit , jeder gewohnten Bequemlichkeit entbehrend , ohne Bücher , ohne Freund , ohne alles geistige Interesse mit sich allein zubringen sollte . Helenas Traum von ihrer beider Leben in Sibirien stand oft vor ihm auf , und erfüllte ihn mit bänglichster Sehnsucht . Noch war es Zeit , noch waren die Wege nicht unfahrbar geworden , noch immer stand es in seiner Macht , ohne zu große Beschwerlichkeiten zu erdulden , bewohntere Stätten aufzusuchen ; doch dazu gehörte ein Entschluß , und diesen zu fassen , lag für ihn , in seiner jetzigen Stimmung , außerhalb dem Bereiche der Möglichkeit ! So saß er oft Stunden lang in Gedanken , in Erinnerungen , zuweilen in wortlosem , an Betäubung grenzendem Sinnen verloren , nichts von allem was um ihn her vorgehen mochte beachtend . Siehst Du , Richard , ist es nicht gekommen wie ich es Dir vorher sagte ? sprach eines Abends eine kräftige bekannte Stimme , dicht neben ihm , und eine warme starke Hand faßte und drückte die seine . Richard schreckte zusammen , er hatte die Eintretenden nicht kommen gehört : ein Mann und eine Frau standen neben ihm , beide in armenischer Tracht . Es waren Iwan und Julie : Deine Kneesen haben Dich verlassen , Deine Glücksträume sind aufgeflogen , Deine Luftschlösser zusammengebrochen , fuhr Iwan fort , darum sind wir gekommen , ich und mein Weib , Dich abzuholen , komm nach Hause , was willst Du hier ? O komm gleich mit uns nach Hause ! bat schmeichelnd Julie , hier ist es nicht gut für Dich . Unsre Mutter hält alles zu Deinem Empfange bereit , und wir wollen Dich lieben , Deiner pflegen , Dich trösten , so gut wir es können : komm nur schnell , komm nach Hause ! Und Richard ging mit ihnen nach Hause .